SCHWER:PUNKTE
Studierendenparlament bestätigt AStA
Jan Heinrich von der NAWI übernimmt im neuen AStA-Vorstand das Finanzreferat. Foto: mar

Die Wahl des Studierendenparlaments der Ruhr-Uni liegt bereits zweieinhalb Monate zurück, in seiner Sitzung am 25. Februar hat der neue AStA jetzt auch endlich einen neuen Vorstand gewählt. David Schmidt und Jan Heinrich bilden eine NAWI-Doppelspitze. Die Koalition aus NAWI, Jusos, GEWI, IL und REWI haben insgesamt 21 der 35 StuPa-Sitze.

Die laufenden Verhandlungen erfordern eine aufmerksame und kritische Öffentlichkeit
Berlin: 50.000 Menschen demonstrierten am 17. Januar gegen TTIP. Foto: Dirk Loose

Das zwischen EU und USA verhandelte Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) ist als Dauerthema in den Medien. Es geht um Lebensmittelsicherheit, Tierschutz, Umweltschutz und Arbeitsplätze in einem Markt, der 800 Millionen VerbraucherInnen in Europa und Nordamerika umfasst. Ständig kommen neue Details der geheimen Verhandlungen an die Öffentlichkeit, wie zum Beispiel die geplante Privatisierung des Gesundheitswesens. Im Januar brachten die möglichen Auswirkungen von TTIP auf den Agrarmarkt in Berlin 50.000 DemonstrantInnen auf die Straße. Doch nicht nur TTIP sondern auch das von der EU mit Kanada verhandelte CETA-Abkommen birgt Gefahren.

Wonderful Spam: Briefkampagne gegen den VRR
Los jetzt hier! The SPAM is mightier than the VRR. Darstellung: lux

Der Protest geht weiter: Die angekündigte Briefaktion gegen den VRR ist angelaufen. Studierende aller Fakultäten sind dazu aufgerufen, dem VRR schriftlich die Meinung zu geigen.

Vor 45 Jahren: „Aktion Roter Punkt“ gegen verteuerte Tickets
„Wilde Demonstration unter rotem Banner“ (WAZ): Polizeigewalt gegen Bogestra-­Protest. Quelle: :bsz 75 vom 7. April 1971

Keine Gute-Nacht-Geschichte für Herrn Castrillo: Auf den Beschluss von Fahrpreiserhöhungen seitens des Verkehrsbetriebs Bogestra Anfang der 70er Jahre  reagierten Studierende in Bochum und Umgebung mit der Protest-Aktion „Roter Punkt“ und riefen in verschiedenen Städten zu Demos auf.

Zwischen Schuldenschnitt und Schuldenzuwachs
EILMELDUNG - Schweizer Franken vom Euro entkoppelt - Griechenland auf Tauchfahrt - Bochum verspekuliert sich.  Karikatur: ck

Von der Peloponnes bis in den Pott – Krisenstimmung überall. Griechenland hat nicht nur weiterhin jede Menge Schulden. Die linken HoffnungsträgerInnen von SYRIZA haben sich durch ihre Koalition mit den ANEL-RechtspopulistInnen zusätzlichen eine „Querfront“-Hypothek aufgeladen.

Starker Schweizer Franken belastet Ruhrgebiets-Kommunen
Abgehoben: Schweizer Nationalbank (SNB) entkoppelt den Franken vom Euro. Karikatur: ck

Die Kommunen im Ruhrgebiet kämpfen seit Jahren mit steigenden Sozialkosten, sinkenden Steuereinnahmen und daraus resultierender, massiver Verschuldung der Städte und Gemeinden. Dank riskanter Devisengeschäfte mit der Schweizer Nationalbank (SNB) müssen Bochum, Essen und Co. jetzt noch mehr zurückzahlen. Doch nicht nur sie werden von der starken Währung belastet: Auch ausländische Studierende in der Schweiz kämpfen mit horrenden Mensapreisen in den Universitäten. Wieso ist der Franken so stark und was hat das mit Bochum zu tun?

Regulierter Versuch: Bitcoins sollen seriöser werden
Spekulationsblasen: Bei diesen Geschäften wurde richtig viel Geld in den Sand gesetzt. Quelle: Die Welt; Darstellung: ck

Mitte des 17. Jahrhunderts sorgte die Tulpenzwiebel in den Niederlanden für einen regelrechten Boom unter SpekulantInnen, AnlegerInnen und all jenen, die vom schnellen Geld träumten. Dies änderte sich jedoch mit dem großen Tulpen-Crash von 1637, als die Spekulationsblase schließlich platzte und die Preise für das ehemals begehrte Gewächs um 95 Prozent fielen. Heute muss dieses Ereignis als Vergleich für ein anderes Phänomen herhalten. KritikerInnen sehen in den Bitcoins, einer Internetwährung, die seit Jahren gegen Skandale und einen dubiosen Ruf kämpft, eine historische Parallele.

MEER PLASTIK WENIGER FISCH I – Durch industrielle Fangmethoden sind bis 2050 die Ozeane leergefischt
Da ist etwas ins Netz gegangen: Und zwar 400 Tonnen(!) Ma­krelen (und andere Meeresbewohner). Foto:Wikimedia Commons

Der Sushi-Boom, nicht nur in Deutschland, dürfte einigen Anteil daran haben: Die Nachfrage nach Fisch und Meeresfrüchten steigt seit Jahren. Sie wird befriedigt mit einer Jahresproduktion von knapp 145.000 Tonnen. Die Folgen sind so absehbar wie erschreckend: Wenn es mit der Überfischung wie bisher weitergeht und auch die Politik weiterhin die Ratschläge der Wissenschaft in den Wind schießt, gibt es laut der Naturschutzorganisation WWF in 40 Jahren keine Fische mehr im Meer.

MEER PLASTIK, WENIGER FISCH II – Unglaubliche Mengen an Müll lagern sich im Meer ab
Plastik muss nicht mikro sein, um tödlich zu sein: Verendetes Albatrosküken samt Mageninhalt. Foto:Wikimedia Commons

Wie zynisch: Wenn der Mensch die Meere schon ihrer Fische, Krabben und Weichtiere entledigt (siehe oben), dann pumpt er die See doch mit etwas anderem wieder voll: mit Müll. Besonders Plastikmüll macht den marinen Ökosystemen zu schaffen: Es gibt ihn massenweise, er ist nicht biologisch abbaubar und zerfällt in wenige Millimeter große Teilchen, die in den Nahrungskreislauf gelangen.

Deutschland importiert Steinkohle aus den USA
Angerichtet durch das „Mountaintop Removal“-Verfahren: Der Kayford Mountain oder besser, was von ihm übrig geblieben ist nach insgesamt 500 Bergkuppensprengungen. Foto: Kate Wellington (CC BY 2.0)

Die schleppende Energiewende und der Ausstieg aus der Atomindustrie macht Deutschland immer mehr abhängig von einem doch scheinbar aus der Mode gekommenen Brennstoff, der Steinkohle. Und dieser stammt längst aus Übersee: Die USA (10,5 Mio Tonnen/Jahr), Russland (10) und Kolumbien (8) füttern die hungrige deutsche Wirtschaft mit dem fossilen  Brennstoff, der unter sehr zweifelhaften Bedingungen gewonnen wird.

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