SCHWER:PUNKTE
Künstlerviertel in Neu-Delhi – mehr als ein Slum
Alltag in Neu-Delhi: Artisten zeigen gewagte Akrobatik im Slum. Fotos: Kai Bernhard/Manuel Pachurka

Neu-Delhi. Die Kathputli Colony ist seit mehr als 50 Jahren das Zuhause von zahlreichen ArtistInnen, MusikerInnen, PuppenspielerInnen und anderen Künstlergruppen. Etwa 2800 Familien sind es, die dort leben; darunter finden sich weltberühmte KünsterInnen oder gar SchauspielerInnen aus Bollywood-Filmen. Trotz ihres Erfolgs leben sie in einem Slum – der wiederum der Regierung ein Dorn im Auge ist.

Mit der RUB nach Fernost – Indien hautnah
Lässig: Indische Familie mit Roller. Foto: Kai Bernhard / Manurel Pachurka

Durch Neu-Delhis Straßen pilgern und die vielen neuartigen Eindrücke auf Video festhalten – was wie nach einem teuren Privaturlaub klingt, durften RUB-Studierende vergangenen Februar hautnah erleben. Neben dem simplen Touri-Programm stand jedoch auch der interkulturelle Austausch mit Einheimischen und der Abbau gängiger Klischees über das Land von Buddha und Co. im Vordergrund.

Protest für den Frieden: Ostermarsch 2015 in Bochum und anderen Ruhrgebietsstädten
Radeln für den Weltfrieden: AktivistInnen protestierten am vergangenen Montag gegen den weltweiten Militarismus. Foto: alx

Der weltweite Militarismus erlebt eine neue Blütezeit: Militäreinsätze nehmen seit Jahren zu, mit Waffen- und Rüstungsgeschäften werden Milliarden-Gewinne erzielt. So forderte Bundespräsident Joachim Gauck, „dass unser Land eine Zurückhaltung, die in vergangenen Jahrzehnten geboten war, vielleicht ablegen sollte.“ Die militaristische Propaganda war auch in diesem Jahr Anlass für Tausende Menschen, sich den Ostermärschen für den Frieden anzuschließen (siehe Bericht und Interviews u. a. mit Sevim Dağdelen sowie Kommentar zum Thema).

Kommentar: Friedensbewegungen: Links- und Rechtsdenken abgeschafft?
Der Frieden ist das Ziel: Ostermarsch 2015 in Essen. Foto: alx

Friedensbewegungen sind wichtig für unser Land. Nicht nur, weil sie uns an friedliche Lösungen erinnern, wenn gewaltsame Handlungen naheliegend erscheinen, sondern auch, weil dadurch die Menschen zusammenkommen und diskutieren. Der Ostermarsch bewirkt genau das. Er hat tausende Menschen in Deutschland dazu bewegt, ihre Meinung durch Anwesenheit und Protest zu auszudrücken. Auch auf den Montagsdemos wird sich engagiert. Allerdings sind diese nicht immer frei von Weltanschauungen, mit paranoiden und extremen Tendenzen, die humanistischem Denken entgegenstehen.

Ostermarsch 2015: Kriege stoppen - Atomwaffen ächten - zivile Lösungen schaffen
Sie gehen jedes Jahr auf die Straßen: Die AktivistInnen der Ostermärsche. Foto: alx

Seit den 60er Jahren finden deutschlandweit die jährlichen Ostermärsche statt, deren TeilnehmerInnen sich zu pazifistischen und antimilitaristischen Werten bekennen. Aber solche Friedensbewegungen haben es zurzeit nicht leicht. Die großen Medien konnotieren Gespräche mit den umstrittenen „neuen Montagsdemos“ kritisch und schenken ihnen nur wenig Aufmerksamkeit.  Die Friedensbewegung innerhalb des Ruhrgebiets startete dieses Jahr am Karfreitag. Sie zog von der Urananreicherungsanlage in Gronau bis nach Dortmund, wo sie am Montag an den Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki vor 70 Jahren erinnerte. :bsz-Reporter Alexander Schneider war beim Fahrradmarsch am Sonntag von Essen bis Bochum mit dabei.

Rikscha-Sharing und Stromerzeugung per Drahtesel sollen Mobilitätskonzept abrunden
Hier könnte schon bald der Strom für das Studierendenhaus produziert werden: Der AStA plant ein Pedalkraftwerk. Darstellung: joop

Leihfahrräder, Car-Sharing, VRR-Verhandlungen – wenn es um die Mobilität der Studierenden geht, scheut der AStA der Ruhr-Uni Bochum weder Kosten noch Mühen. Der neueste Coup ist ein Verleihdienst für Fahrrad-Rikschas. Auch ein Pedalkraftwerk steht zur Debatte.

ÖPNV Reloaded – Die Zukunft des Verkehrs hat begonnen

In der vergangenen Woche hat die politische Liste Die Stadtgestalter ihr Konzept eines modernen Nahverkehrs für Bochum vorgestellt: Eine Seilbahn soll die Innenstadt mit der RUB, mit Langendreer und dem Ruhr-Park verbinden. Für nur 36 Millionen Euro (vergleichbar mit den Kosten für ein total unumstrittenes Konzerthaus) werde, so die Stadtgestalter, die U35 entlastet, gewinne die Stadt an Attraktivität und neue Unternehmen an den Standort des ehemaligen Opelwerks gelockt. Offen sein für neue Ideen, heißt es. Deshalb haben wir uns nach weiteren Alternativen umgesehen.

Innenansichten der Proteste: Gastautor Philipp Adamik hat einige Blockupy-AktivistInnen begleitet
Fels in der Brandung? Der neue EZB-Turm in Frankfurt.

In der Nacht zum 18. März brachen von Köln und anderen nordrhein-westfälischen Städten mehr als 500 Blockupy-AktivistInnen nach Frankfurt auf, um die Eröffnungsfeier des neuen Gebäudes der Europäischen Zentralbank zu verhindern. In den frühen Morgenstunden erreichte der Konvoi eine Nebenstraße in Frankfurt. Die AktivistInnen eilten von dort zu einem der fünf Blockadepunkte. An ihrem Punkt, der Osthafenbrücke am Main gegenüber dem EZB-Neubau, wurden sie bereits von mehreren Hundertschaften und Wasserwerfern der Polizei erwartet. Noch vor sieben Uhr standen sich beide Blöcke wie in einem Schachspiel im Schatten der Europäischen Zentralbank gegenüber. 

David Schmidt und Jan Heinrich im :bsz-Interview
Gut gelaunt nimmt der frischgewählte AStA-Vorsitzende David Schmidt die Amtsgeschäfte auf. Foto:ck

:bsz Stellt euch mal kurz vor.

Studierendenparlament bestätigt AStA
Jan Heinrich von der NAWI übernimmt im neuen AStA-Vorstand das Finanzreferat. Foto: mar

Die Wahl des Studierendenparlaments der Ruhr-Uni liegt bereits zweieinhalb Monate zurück, in seiner Sitzung am 25. Februar hat der neue AStA jetzt auch endlich einen neuen Vorstand gewählt. David Schmidt und Jan Heinrich bilden eine NAWI-Doppelspitze. Die Koalition aus NAWI, Jusos, GEWI, IL und REWI haben insgesamt 21 der 35 StuPa-Sitze.

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