SCHWER:PUNKTE
33. Internationale Spieltage vom 8. bis 11. Oktober
Pen&Paper-Rollenspiele wie Das Schwarze Auge oder hier Pathfinder expandieren mit ihren Spielwelten auch das Brett- und Kartenspielsegment. Foto: joop

Wären die Internationalen Spieltage selbst ein Spiel, käme die diesjährige Edition – bereits Nummer 33 – in einer noch größeren Box daher als letztes Jahr, denn sie braucht ja Platz für ein gewachsenes Spielbrett, mehr Figuren, Würfel, Kärtchen und sonstiges Zubehör, damit auch die vielen zusätzlichen MitspielerInnen am Spaß teilhaben können. Alles natürlich liebevoll gestaltet, hochwertig produziert, aber eben auch mit entsprechendem Preisschildchen versehen. Das gilt im Großen und Ganzen auch für die über tausend Spieleneuheiten, die bis Sonntag in den Essener Messehallen vorgestellt werden. Die 910 AusstellerInnen aus 41 Nationen – mehr als je zuvor – und nicht zuletzt die erwarteten 160.000 Spielebegeisterten, die auf den Spieltagen zusammenkommen, machen diese zu einem Event der Superlative.

Nach OB-Urnengang: Stichwahl am 27. September
Wie erwartet kommt es in Bochum zur Stichwahl: Ottilie Scholz’ SPD-Nachfolger Thomas Eiskirch konnte keine absolute Mehrheit erlangen; von den Einzelbewerbern konnte nur Kassierer Wölfi einen nennenswerten Erfolg erzielen; die Mehrheit der BochumerInnen blieb jedoch am Sonntag den Wahllokalen fern.          Quelle: votemanager.de; Grafik: mar

Bochum hat gewählt und es kommt wie erwartet zu einer Stichwahl zwischen dem Kandidaten der SPD, Thomas Eiskirch, und Klaus Franz von der CDU. Weil keineR der KandidatInnen die absolute Mehrheit erreicht hatte, wird in zwei Wochen ein weiteres Mal gewählt.

Ruhrgebiet: Die SPD hat definitiv kein Abo mehr
Nicht nur Bochum hat gewählt: Die KandidatInnen mit den meisten Stimmen in den Nachbarstädten findet Ihr auf dieser Übersichtskarte. Grafik: mar

Die BürgermeisterInnenwahlen im Ruhrgebiet hatten einige interessante Entwicklungen und Ergebnisse zu bieten. Hier sind ein paar Schlaglichter auf die kommunalpolitische Situation um Bochum herum.

OberbürgermeisterInnen-Wahl: Wer folgt auf Ottilie Scholz?
Der Sozialdemokrat Thomas Eiskirch möchte seine Parteikollegin beerben. Doch er ist nur einer aus einem ganzen Dutzend KandidatInnen. Bild: Thomas Eiskirch

Die Bochumer BürgerInnen wählen am 13. September eineN neueN OberbürgermeisterIn. Insgesamt stehen 12 KandidaTinnen zur Wahl, sieben von ihnen gaben Auskunft zu wichtigen Themen wie Mobilität, Studienbedingungen, Geflüchtetenpolitik und warum genau sie die richtige Wahl für das OberbürgermeisterInnen-Amt sind.

Online-Fanzine Bierschinken schenkt sich zum 15. Geburtstag ein Festival
Aus Stockholm nach Dortmund: The Baboon Show heizten dem FZW beim Bierschinken-Festival ein. Foto: Joop

Auf den Liegestühlen im Außenbereich des FZW sonnen sich Punks und machen keine Anstalten, hineinzugehen. Warum auch, schließlich trennt den Strandbereich und die Bühne in der Bar  nur eine Glastür. Und drinnen machen bereits am frühen Abend Bands wie Kannibal Krach ihrem Namen alle Ehre. Keins von deren Grindcore-Brettern dauert gefühlt länger als 40 Sekunden, was selbst für Punkverhältnisse kurz ist. Dass man vom Text so gut wie nichts versteht, liegt einerseits am Growlen des Sängers, andererseits am Sound der Anlage. Der wirkte bei den ersten Bands, die beim Bierschinken-Festival aufspielen, noch etwas zu laut und eine Spur zu breiig. Aber Kannibal Krach punkten beim Publikum eh am meisten mit ihren ironischen Ansagen, in denen sie auch die Alternativkultur auf die Schippe nahmen. So wird der Song „Plenum“ wie folgt anmoderiert: „Dieser Song ist für alle, die Auftrittsverbote erteilen, weil Leute ihre T-Shirts ausziehen.“

20 Jahre saftige Früchte im Dortmunder Westfalenpark – Geburtstag mit gemischten Gefühlen
Da war die Welt noch in Ordnung; Fettes Brot liefern eine gelungene Show und haben nun ihr neues Album „Teenager vom Mars“ angekündigt. Foto: alx

Juicy Beats 2015: Das bedeutete dieses Jahr einen grandiosen ersten Tag mit beispielsweise Alle FarbenSDP und Fettes Brot. Doch einer Fortsetzung des mit 47.000 Karten ausverkauften Festivals konnten die Verantwortlichen am Samstag wegen des Sturms nicht zustimmen. Jetzt sollen Rückerstattungen der Ticketkosten durch den Veranstalter erfolgen. 

Der neue RUB-Rektor Prof. Axel Schölmerich sprach mit der :bsz über Exzellenz, Auslandssemester und Onlinekurse
The Once and Future Rector: Amtsinhaber Elmar Weiler (l.) und sein frischgewählter Nachfolger Axel Schölmerich im Gespräch über die Zukunft der RUB. Foto: joop

In den kommenden sechs Jahren wird Prof. Axel Schölmerich der Ruhr-Universität Bochum vorstehen. Nach seiner Wahl zum Rektor hat die :bsz mit ihm gesprochen.

:bsz: Sie sind vergangenen Montag zum Rektor der Ruhr-Uni gewählt worden. Erst einmal herzlichen Glückwunsch dazu. Mit was für Zielen gehen Sie in Ihr neues Amt?

Schölmerich: Es geht darum, die Ruhr-Universität Bochum im Sinne der in den letzten Jahren entwickelten Perspektiven weiter voranzubringen. Zentral sind für uns weitere Erfolge in der Spitzenforschung, sowohl in der Vielfalt einzelner Projekte als auch der mächtigen Kombination thematischer Verbünde. Von den Erfolgen in der Forschung hängt die Realisierbarkeit weiterer Ziele wie hervorragende akademische Lehre, internationale Orientierung und Sicherung der Stellung der RUB im Land NRW ab. 

Ein Besuch in der Autowerkstatt in der I-Reihe: Das Motorsport-Team der Ruhr-Uni stellt sich vor
In jedem Jahr das Ziel: Die Formula Student. Ob in Deutschland, Spanien, Tschechien oder sogar in den USA – das RUB-Motorsportteam arbeitet auf dieses Event hin. Quelle: RUB Motorsport

Die Pläne für die kommende Saison des RUB Motorsport e.V. tragen dieses Kürzel EVO1: So lautet der Name des neuen, verbesserten Modells des RUB14-Rennautos, das die studentischen AutobauerInnen in diesem Jahr von ihrer Werkstatt in der I-Reihe auf die Piste in Tschechien bringen wollen. Bis so ein Rennauto aber erst einmal fährt, ist harte Arbeit nötig. Wir haben das Rennsport-Team der RUB in der Werkstatt besucht.

Griechische Universitäten im Kampf mit dem finanziellen Minimum

Die griechischen Universitäten sind von der wirtschaftlichen Krise stark lädiert. Die Staatsfinanzierung ist bereits vor einigen Jahren um über 46 Prozent reduziert worden, Gehälter und Pensionen für MitarbeiterInnen wurden um bis zu 40 Prozent gekürzt, Neueinstellungen finden zumeist nicht statt und manche Seminare und Vorlesungen fallen als Folge schlichtweg aus.

Glosse: Nach Referendum: Große Empörung unter neoliberalen IdeologInnen

Richtig so: Trotz der medialen Hetze hat die griechische Bevölkerung im Referendum klar für ein Nein gestimmt. Das ist genauso beeindruckend wie das neoliberale Katzenjammer-Echo im Anschluss. 

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