METRO:POLIS
Das Projekt Denkmalschutz geht in die nächste Runde

Der Denkmalschutz für die RUB ist in Kraft getreten. Was heißt das nun für unsere Betonschönheit? Da das nicht einmal die Zuständigen wissen, geht es jetzt vor Gericht.

Einstieg in ein auslaufenders Geschäft? Steag an Braunkohlewerk von Vattenfall interessiert

Im Bieterstreit hat sich jetzt der Essener Energiekonzern Steag entschlossen, das Vattenfall-Braunkohlekraftwerk  in der ostdeutschen Lausitz zu übernehmen. Noch zu Beginn des Jahres sah es so aus, dass der schwedische Energie-Konzern auf dem Werk sitzenbleibt. Nun freuen sich die Schweden, die Politik warnt und ExpertInnen fragen sich, was die Essener mit dem Braunkohle-Koloss anstellen wollen, ist doch der Ausstieg aus der Braunkohle praktisch beschlossene Sache. 

RVR beschließt, Radwege in Bochum auszubauen
Von der Quelle der Ruhr über Stiepel zur Mündung in Duisburg: Teile des Ruhrtalradweges sollen in Bochum verlegt und verbessert werden. Karte: Lencer / Wikimedia Commons (CC-BY-SA 3.0)

Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat beschlossen, zwei Fahrradrouten durch das Ruhrgebiet umzugestalten. Im Bochumer Norden von Hordel bis Gerthe sowie im südlichen Stadtteil Stiepel werden der Emscher-Park-Radweg, die Route der Industriekultur per Drahtesel, und der Ruhrtalradweg umgebaut, sodass Bochum demnächst knapp 20 Kilometer mehr zertifizierte Fahrradwege erhält.

„Alternativlos“? Stadt plant 800 Abschiebungen in den nächsten Monaten
Trotz zahlreicher Proteste: Das verschärfte Asylgesetz wird mit rund 800 Abschiebungen auch in Bochum umgesetzt. Foto: Rasande Tsykar

Die verschärfte Asylgesetzgebung wird nun auch in Bochum umgesetzt: Rund 800 Geflüchtete aus sogenannten „sicheren Herkunftsländern“ sollen in den nächsten Monaten abgeschoben werden. Scharfe Kritik üben dagegen die Bochumer Linke und der Flüchtlingsrat NRW.

Vier junge Bochumer PolitikerInnen diskutierten über Möglichkeiten der innereuropäischen Kooperation
Große Pläne, in kleiner Runde geschmiedet: In einem gemütlichen Sitzkreis diskutierten die TeilnehmerInnen über die Zukunft der EU. Foto: bk

„Spätestens im Jahr 2020 wird es eine europäische Verfassung geben – mit allen, die dann eben mitmachen wollen.“ Eine kühne These, die Patrick Guidato, Mitglied der Bochumer JuLis (Junge Liberale), im Rahmen einer Podiumsdiskussion zur Zukunft der europäischen Zusammenarbeit in den Raum warf. Diese Vorstellung hielten nicht alle seine DiskussionspartnerInnen – allesamt junge Bochumer Partei-VertreterInnen – für realistisch. Aber wie soll sie denn sonst aussehen, die Zukunft Europas? 

Kunstgeschichte-Prof Hoppe-Sailer: RUB ist „einzigartiges Beispiel der europäischen Architektur der Nachkriegszeit“
Nicht nur im Großen „einzigartig“, sondern voller kleiner Details: Wer weiß, wo auf dem RUB-Campus dieses X-Men-Logo zu finden ist? Foto: mar

Erst haben sie ein Monster erschaffen und jetzt wollen sie es hegen und pflegen: Seit dem 16. Oktober steht der Baukomplex der Ruhr-Universität unter Denkmalschutz. Bestrebungen, der Universität diesen Status zuzuerkennen, gibt es mindestens schon seit 2006. Nun stehen, nach Auskunft von Hans Hanke vom Landesverband Westfalen-Lippe (LWL), die Gesamtanlage inklusive der Dr.-Gerhard-Petschelt-Brücke (oder meistens einfach Unibrücke genannt) sowie dem Botanischen Garten unter Denkmalschutz.

Aktionskonferenz Welcome to Stay: Geflüchtete und AktivistInnen knüpften neue Kontakte im Bahnhof Langendreer
Aktive aller Altersgruppen sowie mehrere Dutzend Geflüchtete nahmen an dem Vernetzungstreffen im Bahnhof Langendreer teil. Foto: joop

Ein insgesamt positives Fazit zieht der Bahnhof Langendreer nach der Aktionskonferenz Welcome to Stay. Am vergangenen Samstag kamen dort rund 100 Aktive aus der Flüchtlingshilfe sowie Geflüchtete zusammen. „Es hat viele positive Rückmeldungen gegeben“, so Kristin Schwierz vom Bahnhof. Es seien viele neue Kontakte entstanden, aus denen hoffentlich auch über die Konferenz hinaus etwas entstehe. Doch beim Erfahrungsaustausch offenbarten sich auch deutlich unterschiedliche Perspektiven.

SlavistInnen in NRW: Ein Kolleg, das Vereine und Unis verbindet
Keine Vanillecreme, dafür die Crème de la Crème im Mensatagungsraum: Joachim Zweygert, Ökonom von der Uni Witten/Herdecke, referierte lebhaft bei der Gründungskonferenz des Osteuropa-Kollegs. Foto: kac

Universitäre und außeruniversitäre Einrichtungen, die sich mit unseren östlichen NachbarInnen beschäftigen, schließen sich in einem gemeinsamen Netzwerk zusammen. Vergangenen Mittwoch feierte das Osteuropa-Kolleg NRW seine offizielle Gründung.

Ungewissheit für BewohnerInnen: Das katholische Wohnheim Haus Michael soll an private InvestorInnen verkauft werden
Vor allem die Gemeinschaft wird hier geschätzt: Im Haus Michael herrscht für die 180 BewohnerInnen Ungewissheit, was nach dem Kauf durch einen Investor ansteht. Foto: bent

Schon Mitte November soll der Verkauf abgewickelt sein: Das Bistum Essen plant, das Wohnheim Haus Michael am Studi-Dorf der Investorengruppe Deutsche Real Estate Fund (DREF) zu verkaufen. Wie es dann weiter geht, wissen die BewohnerInnen bisher nicht und kritisieren vor allem, dass sie vom Bistum in Unwissenheit gelassen werden.

Aktionskonferenz Welcome to Stay bringt Geflüchtete und UnterstützerInnen zusammen
Im Bahnhof Langendreer findet die Aktionskonferenz zu Willkommenskultur, Selbstorganisierung und Bleiberecht statt. Foto: Kristin Schwierz / Bahnhof Langendreer

Oft laufen Hilfsinitiativen für Geflüchtete aneinander vorbei, ohne dass die Aktiven voneinander wissen. Das soll die Aktionskonferenz Welcome to Stay  am kommenden Samstag ändern. Sowohl UnterstützerInnen als auch Geflüchtete selbst sollen sich im Bahnhof Langendreer kennenlernen und austauschen.

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