KULTUR:SCHOCK
Ausstellung im Dortmunder U: „Jetzt helfe ich mir selbst“
Expertise oder Murks Die geballte Ladung Videotutorials im Dortmunder U. - Foto: tims

Der Einfluss des Online-Portals YouTube hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Was zu Beginn als Sprungbrett für talentierte Bands und FilmemacherInnen diente, ist inzwischen zur Do-It-Yourself-Plattform für alle geworden. Wer Fragen hat, googelt nach den Antworten oder schaut sich Tutorials an. Nach einer Idee von Dr.

Das eigenwillige lesbische Jahrbuch für 2014

Bereits seit 1998 erscheint die interessante Buchreihe „Mein lesbisches Auge“. Diese bietet – seit 2007 im jährlichen Rhythmus – eine Sammlung von sehr verschiedenartigen Texten und Bildern, die sich mit lesbischen Frauen und ihren Beziehungen sowie mit ihrer Sexualität und gesellschaftlichen Situation auseinandersetzen. Dabei überwiegen zwar Beiträge romantischer oder erotischer Art, doch geht es inhaltlich in gesellschaftskritischer Stoßrichtung bewusst darüber hinaus. Ein ungewöhnliches Werk, dessen Lektüre und Betrachtung nicht nur für Lesben lohnt.

38. Bachmann-Preis geht an einen Hannoveraner Schlaks aus Wien
Beschauliches Klagenfurt: Stiftet seit 1976 einen der renommiertesten deutschsprachigen Literaturpreise. Foto: Fabian Mirko May

In Klagenfurt ist zum 38. Mal der renommierte Ingeborg-Bachmann-Preis verliehen worden. Die 25.000 Euro für die überzeugendste Darbietung in zeitgenössischer Literatur gehen an Tex Rubinowitz, einen in Wien lebenden Cartoonzeichner, und seine Story „Wir waren niemals hier“. Die Tage der deutschsprachigen Literatur verstehen sich als Bewahrer ästhetischer Tradition und als Seismograph für erneuernde Tendenzen, sie sind aber vor allem ein Fest der Literaturkritik. Die Ausbeute bleibt in diesem Jahr  jedoch blass. Eine Nachlese.

Ein Meisterwerk über die Liebe

„Blau ist eine warme Farbe“ – ein außergewöhnlicher Film über die Liebesbeziehung zweier Frauen. Ein hoch gelobtes und kontrovers diskutiertes Werk. Selten wurden Rollen in einem Film so großartig gespielt. Selten wurde die heutige gesellschaftliche Wirklichkeit von Beziehungen und sozialen Milieus so treffend eingefangen. Nun ist das herzergreifende Drama endlich auf DVD erschienen.

„We trust!“-Playground-Festival in Bochum: Alles, was Spaß macht
„Ein Kanake sieht rot“: Sulaiman Masomi las am Sonntag aus seinem Buch. Foto: Frost Fotografie

Alte Videospiele, Graffitti, Carrera-Bahn, Rap, Poetry Slam und Turngeräte: Was haben all diese Dinge gemein? Sie sind Produkt von oder Werkzeug für Kreativität – und sie machen Spaß, beeindrucken oder unterhalten. Und sie waren neben einigen anderen Programmpunkten Bestandteil des „We trust!“-Festivals (Playground Edition), das vom 26. bis 29. Juni in der Rotunde in Bochum stattgefunden hat.

„Schranken der Natur“ – von Mensch und Umwelt

Wir leben in Städten aus Beton, atmen Luft genannte Abgase und Wasser kaufen wir in Plastikflaschen. Da wird es Zeit, in die Natur zu fahren: Doch da sind begradigte Flüsse, im Wald wandeln wir auf Wanderwegen und statt Wiesen sehen wir bestellte Weizenfelder. Was ist Natur, wie gehen wir mit ihr um und wo stellt sie uns vor ihre – oder vielmehr unsere – Grenzen? Franz-Josef Brüggemeier beleuchtet das Verhältnis von Mensch und Umwelt von 1750 bis heute.

Bayrische Banalitäten: Rosenmüllers „Beste Chance“

Das soll es gewesen sein? Nachdem Kati (Anna Maria Sturm) und Jo (Rosalie Thomass) in den Vorgängerfilmen von Mark H. Rosenmüllers Coming-of-Age-Trilogie „Beste Zeit“ (2007) und „Beste Gegend“ (2008) zwischen Liebes- und Familiennöten, Abiturstress und provinzieller Einöde auf den Wiesen Oberbayerns von der weiten Welt träumten, kehrt in „Beste Chance“ zunächst der studentische Alltag ein.

NRW-theatertreffen 2014: Jurypreis geht an "JR", "Deutsche ayse" erhält Publikumspreis

Bretter oder Bits und Bytes der Welt: In Podiumsdiskussionen, Performances und Filmen ging das diesjährige NRW-Theatertreffen im Schauspielhaus Dortmund vom 13. bis zum 20. Juni unter dem Motto „Theater und Virtualität“ der Frage nach der Rolle des Theaters in der digitalisierten Alltagswelt nach. Daneben wurden herausragende Stücke aus den NRW-Schauspielhäusern zum Wettbewerb eingeladen. Der Jurypreis ging an die spannende Kapitalismuskritik „JR“. Sowohl den Publikums- als auch den Jugendjurypreis erhielt das Recherchedrama „Die deutsche Ayse“.

China hat Wuppertal ein besonderes Denkmal geschenkt
Engels-gleich? Man merkt der Engels-Statue ihre kulturelle Herkunft ein wenig an. Foto: Patrick Henkelmann

Vor zwei Wochen wurde im Wuppertaler Stadtteil Barmen eine überlebensgroße Bronzestatue eingeweiht. Sie stellt einen älteren Mann in nachdenklicher Pose dar. Der Mann trägt einen langen Bart und einen Mantel, seine Gesichtszüge haben etwas Asiatisches. Die Statue ist ein Geschenk aus China – und für Wuppertals wirtschaftliche Zukunft von Bedeutung. Doch zeigt das imposante Standbild nicht etwa Konfuzius oder Laotse, sondern Friedrich Engels.

bzw. beziehungsweise spielt „Ausgang Freiheit“ im Musischen Zentrum
bzw. beziehungsweise: Zwei Menschen, einmal handgemachtes Theater. Foto: Julian Pache

Wenn die Eltern das von einem/einer erwarten, was man selbst will, hat man keine Möglichkeit, gegen sie zu rebellieren. Dieses Problem hat auch Lutz. Seit einem Jahr sitzt er lethargisch in seinem Zimmer und weiß nicht, welchen der unzähligen Wege, die ihm als Kind aus bürgerlichem Hause offen stehen, er beschreiten soll. Bis sein Großvater ihm eine Getränkekarte einer Essener Karaokebar vererbt. Lutz zieht endlich los, auf die Suche nach dieser Bar, und am Ende ist immer noch unklar, ob er weiß, was er will.

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