KULTUR:SCHOCK
Holocaust im Comic – Aufarbeitung der Vergangenheit
Auch für Nicht-ComicleserInnen: Historische Bildung in der UB. Foto. mb

Der Holocaust bleibt ein aktuelles Thema, insbesondere dann, wenn Menschen die Geschichte unzugänglich machen wollen. So wie im Fall des Diebstahls vom vergangenen Sonntag. Die Tür mit dem Schriftzug „Arbeit macht frei“ aus Dachau wurde gestohlen und dadurch fehlt der bezeichnende Slogan des KZ-Tores. In der Universitätsbibliothek wird seit dem 23. Oktober ein alternativer Zugang zum Holocaust ermöglicht, der sich gegen ebendieses Vergessen stellt.

Interview: Coach Nils Terborg über perfekte Beziehungen abseits der Norm
Offenheit ist alles: Terborg plädiert für Beziehungsvielfalt. Foto: Nils Terborg

Unser Alltag sieht heute in vielen Dingen grundlegend anders aus als noch vor 30 Jahren, dennoch halten wir in Liebesdingen an uralten Traditionen fest. Das ist der Grund, warum viele Menschen mit ihrer Beziehung unzufrieden sind, sagt Nils Terborg. Der RUB-Absolvent und Kommunikationscoach zeigt in seinem Blog und E-Book „Deine perfekte Beziehung“ mit spannenden Denkansätzen, wie es besser laufen könnte.

Eine treffende Analyse der Prostitutionsdebatten
Neue Gesellschaftskritik aus dem Hause Nautilus. Foto: Patrick Henkelmann

Seit Ende 2012 wird hierzulande wieder kontrovers über die Prostitution diskutiert – und seit Ende 2013 endlich mit stärkerer Medienpräsenz der Sexarbeiterinnen selbst. An sachlichen, fundierten und seriösen Schriften zum Thema mangelt es jedoch. Erfreulicherweise ist ein aktuelles und wichtiges Grundlagenwerk zur Sexarbeit nun auch auf Deutsch erschienen: „Hure spielen“ von Melissa Gira Grant.

Sommer-Wiesen-Sturm – Literatur an und von der RUB
Eine Gruppe Menschen, die so tut, als wär Sommer. Der neunte Wiesensturm war wieder eine feutchfröhliche Angelegenheit. Foto: Katharina Mraz

Der Tristesse und der sozialen Isolation des Studiums zu entkommen, Zeit nicht nur zu haben, sondern auch zu nutzen, ist Sinn und Zweck der Sommer•Wiesen•Sturm•Lesungen. Wie fast jedes Semester fand vergangene Woche dieses kleine aber bierige und limonadige Literaturevent vor dem HGB statt.

Wandel im Handel(n) – dem Welthunger begegnen
Zu schade für den Müll: Beim Workshop kochten die TeilnehmerInnen mit  Lebensmitteln, die Supermärkte wegwerfen würden. – Foto: bk

Weltweiter Hunger ist eines der wichtigsten Probleme unserer Zeit. Ein riesiger Anteil der Weltbevölkerung leidet unter Hunger, während der reiche Teil der Menschheit sich Gedanken darüber macht, wie man am effektivsten abnehmen kann, um hübsch zu sein. Am 18. Oktober fand eine Seminarreihe im Bahnhof Langendreer zum Umgang mit Lebensmitteln statt.

Western- und Abenteuer-Ästhetik: Fatih Akins „The Cut“ über den Völkermord an den ArmenierInnen

Die schönste Szene von Akins „The Cut“ ist eine romantische Liebeserklärung an den Film: In einer schäbigen Gasse kämpft ein Vagabund in lumpigen Kleidern gegen die Behörden um sein Kind. Am Ende sind sie natürlich vereint. Charlie Chaplins „The Kid“ rührt auch Familienvater Nazaret (Tahar Rahim) zu Tränen. Inmitten von anderen armenischen Geflüchteten, die nach dem Ersten Weltkrieg frei, aber in einem Flüchtlingsheim von ihren Familien getrennt sind, ist es dieser Stummfilm, der Hoffnung spendet. Aber spätestens hier nimmt Akins Werk eine fast märchenhafte Wende.

Buchrezension: 10 humorvolle und spannende Erzählungen in Gedichtform
Holger die Waldfee: Ein außergewöhnliches Buch eines renommierten Poetry-Slammers. - Buchcover: Satyr-Verlag.

Lars Ruppel, einer der bekanntesten Poetry-Slammer Deutschlands, hat ein neues Buch herausgebracht. Wer jetzt nur an Comedy- und Slapstick-Humor denkt, der irrt: In „Holger, die Waldfee“ steckt viel Leben. So zum Beispiel das von: Mein lieber Herr Gesangsverein, Nicht schlecht Herr Specht, Heide Witzka, Schmitz’ Katze, Volker Racho, Heiliger Strohsack, Alter Schwede, Ach du liebes Bisschen und natürlich das von Holger die Waldfee. Lars Ruppel zeigte schon zur Deutschen Meisterschaft, dass Poetry-Slam nicht zwangsläufig bedeutet, das Publikum nur zum Lachen zu bringen. Ruppel dichtet anspruchsvolle Texte mit einem Hauch Gesellschaftskritik, die sich nicht aufdrängt, und das auch noch in Form von Gedichten.

Frankfurt 2014: Raja Alem erhält LiBeraturpreis
Freiheit des Schreibens: Die saudi- arabische Schriftstellerin Raja Alem schert sich nicht um Zensur. Foto: bk

An diesem Wochenende öffnete einmal mehr die Frankfurter Buchmesse ihre Pforten und zieht nicht nur hunderttausende BesucherInnen, sondern auch AutorInnen aus der ganzen Welt an, die ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren. Eine von ihnen ist Raja Alem. Der Schrifstellerin, die aus Saudi-Arabien stammt, ist während der Messe für ihren Roman „Das Halsband der Taube“ der LiBeraturpreis verliehen worden.

DIE BRETTER, DIE DIE STADT BEDEUTEN – Teil V: Studiobühne im Wintersemester: Ibsens „Gespenster“, „Das Experiment“ und andere Highlights
Gespenster: Letzte Vorbereitungen zur Generalprobe. Foto: bent

Rebellische Zwischentöne und das Böse im Menschen: Das Programm der Studiobühne wartet im Wintersemester mit Highlights wie Ibsens „Gespenster“ oder „Das Experiment“ auf. Die :bsz war bei den Proben zum Ibsen-Stück dabei und sprach mit den Leuten von der Studiobühne über das Eröffnungsstück und das neue Bühnenprogramm.

Studienkreis Film (SKF) lädt mit neuem Programm ins Wintersemester
Neues SKF-Programm: Lioba vom Studienkreis Film sprach mit der :bsz über die Filmhighlights im Wintersemester. Foto: bent

Wie man Kinosäle ohne Ton rockt: Das will der SKF im Wintersemester beweisen. Denn der expressionistische Stummfilmklassiker „Das Cabinet des Dr. Caligari“ steht als Highlight im Programm. Dazu gibt‘s eine spannende Endzeit-Reihe, eine Kooperation mit Amnesty International und einen ZuschauerInnen-Wunschfilm mit Robin Williams. Los geht‘s mit „A Million Ways to Die in the West“, wofür es auch in den Ersti-Tüten Freikarten gibt.

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