KULTUR:SCHOCK
Blicke – Filmfestival des Ruhrgebiets: Die RUB überzeugt als Hauptdarstellerin
Bester Doku-Film: „Nadeshda“ über das Leben und die Träume einer Roma-Familie in Bulgarien. Foto: Anna F. Ewert & Falk Müller

Eine märchenhaft anmutende Flucht vor dem grauen Betonklotz in die Querenburger Natur überzeugte die Jury des diesjährigen Blicke-Festivals im Endstation-Kino in Langendreer vom 19. bis 23. November: Nico Joana Webers „Markasit“ wurde mit dem Spielfilmpreis Ruhr ausgezeichnet. Der Preis für den besten Dokumentarfilm ging an „Nadeshda“, in dem authentisch das Leben einer Roma-Familie in Bulgarien geschildert wird.

Buchrezension: „Codex Roboticus“: Als die Maschinen beinahe den Menschen ablösten
Überall leere, metallene Gesichter: Der Codex Roboticus zwischen düsterm Comic und Dokumentation. Bild: Das Wilde Dutzend Verlag

Der Golem ist Geschichte. Der Prometheus „steigt aus dem Lichtbogen des Verstandes hervor. Er ist ganz Industrie, und seine Ordnung ist auch die Ordnung der neuen Welt.“ Besessen von dieser Idee baute Dr.

25 Jahre Kinofest Lünen: Die Doku „Der Bauer bleibst Du“ als großer Gewinner
Viel Glamour im Heinz-Hilpert-Theater: Auf der Bühne wurde der Hauptpreis Lüdia vergeben. Foto: mb

Das erlebt das sonst so beschauliche Lünen nur einmal im Jahr: Rund 9.000 BesucherInnen kamen in den vier Tagen vom 13. bis 16. November ins Cineworld Lünen, 54 deutsche Filme standen im Programm.

Dopamin-Vorrat im KulturCafé: Herzrasen beim CampusSlam
Ein glücklicher Gewinner: Sebastian23 (links) gratuliert Hinnerk Köhn (rechts); Mittig: der Zweitplatzierte Sven Hensel. Foto: USch

Schon bei der Begrüßung geht der Battle los: „Ich bin heute schon um 4 Uhr 30 aufgestanden“, verrät mir Sebastian23 beim Handschlag. „Mit Mütze?“, frage ich nach. „Na klar – ich arbeite mit Mütze, schlafe mit Mütze, stehe mit Mütze auf!“, gibt der Mützenmann zurück. „Um 16 Uhr 30?“ „Ich bin doch kein Langzeitstudent“, ist sich der Poetoholic sicher. Am Vortag hatte er einen Auftritt in Göttingen und gleich am nächsten Morgen um acht einen Workshop in Unna. Am Abend dann moderiert der 35-jährige Slampoet und Comedian gewohnt wortwitzig und tiefenscharf den vom AStA-Kulturreferat organisierten CampusSlam im KulturCafé, das auch im siebten Semester der Veranstaltungsreihe wieder bis auf den letzten Platz gefüllt ist.

Spiele - Kurze Ballerei: Nach fünf Stunden ist alles vorbei
Freund oder Feind? - Die digitale Version von Kevin Spacey im neuen Call of Duty - Advanced Warfare - Screenshot: Activision (Trailer), YouTube

Seit der vergangenen Woche können ZockerInnen das neue „Call of Duty“ spielen, welches mit dem Untertitel „Advanced Warfare“ daherkommt. Doch wer neben einer „fortschrittlichen Kriegsführung“ eine abwechslungsreiche Geschichte und spannende Missionen erwartet, wird abermals bitter enttäuscht sein. Auch das neue „Call of Duty“ erfindet das Rad nicht neu. Interessant sind lediglich die kurzweiligen Auftritte von Oscar-Preisträger Kevin Spacey, der als digitalisiertes Alter Ego den Chef eines global operierenden Sicherheitskonzerns mimt.

Film-Rezension: Wish I Was Here
„Wish I Was Here“: Comeback des Filmregisseurs und Drehbuchautoren Zach Braff

Ziemlich genau zehn Jahre nach seinem gefeierten Debüt „Garden State“ kehrt Zach Braff als Regisseur und Drehbuchautor mit „Wish I Was Here“ auf die Kinoleinwände zurück und sucht sich dabei die großen Themen des Lebens aus: Die Frage nach dem Sinn des Lebens, der eigenen Identität, dem Umgang mit dem Tod und nach dem Glauben an Gott. Ist Braff als Regisseur ein One-Hit-Wonder oder schafft er auch hinter der Kamera den Durchbruch?

Zehn Tage Off-Theaterszene in Dortmund: Das Festival Favoriten 2014
Du musst Dein Zivilisationsproblem lösen. Foto. bent

Experimentell und heterogen: Jeden zweiten Herbst ist Dortmund Schauplatz des Favoriten-Festivals. Auch in diesem Jahr lotete die freie Kunstszene vom 25. Oktober bis zum 1. November im Museum am Ostwall (MAO) mit Klang- und Videoinstallationen, Tanz, Performance oder Hörspielen nicht nur die Möglichkeiten der Kunst aus, sondern fragte auch nach der Erfahrung des alltäglichen Raums: Als Happening, als Stadtrundgang oder als Lauschangriff. Den zivilisatorischen Raum stellte dagegen die Theatergruppe subbotnik ganz in Frage: Ihr Stück „Die Sehnsucht des Menschen ein Tier zu werden“ begeisterte das Publikum im Dortmunder Schauspielhaus.

Allerheiligen und die PolInnen
Ein Lichtermeer auf Gräbern: PolInnen schwärmen an Allerheiligen auf die Fried­höfe hinaus. Foto. kac

Wie kam es eigentlich zum Feiertag Allerheiligen? Unsere NachbarInnen aus Polen begehen diesen Feiertag weitaus flächendeckender als wir Deutschen. Denn dort sind mehr als 90 Prozent der Bevölkerung katholisch getauft.

Holocaust im Comic – Aufarbeitung der Vergangenheit
Auch für Nicht-ComicleserInnen: Historische Bildung in der UB. Foto. mb

Der Holocaust bleibt ein aktuelles Thema, insbesondere dann, wenn Menschen die Geschichte unzugänglich machen wollen. So wie im Fall des Diebstahls vom vergangenen Sonntag. Die Tür mit dem Schriftzug „Arbeit macht frei“ aus Dachau wurde gestohlen und dadurch fehlt der bezeichnende Slogan des KZ-Tores. In der Universitätsbibliothek wird seit dem 23. Oktober ein alternativer Zugang zum Holocaust ermöglicht, der sich gegen ebendieses Vergessen stellt.

Interview: Coach Nils Terborg über perfekte Beziehungen abseits der Norm
Offenheit ist alles: Terborg plädiert für Beziehungsvielfalt. Foto: Nils Terborg

Unser Alltag sieht heute in vielen Dingen grundlegend anders aus als noch vor 30 Jahren, dennoch halten wir in Liebesdingen an uralten Traditionen fest. Das ist der Grund, warum viele Menschen mit ihrer Beziehung unzufrieden sind, sagt Nils Terborg. Der RUB-Absolvent und Kommunikationscoach zeigt in seinem Blog und E-Book „Deine perfekte Beziehung“ mit spannenden Denkansätzen, wie es besser laufen könnte.

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