KULTUR:SCHOCK
NRW kommt in Festivallaune – Eine Timeline
Der Sommer naht: Es ist Festivalzeit! Foto: flickr.com / Incase

Die Festivalsaison hat begonnen! NRW wird also wieder zur Spielwiese des vielseitigen Musiksommers. Neben den großen Rock- und Elektrofestivals findet Ihr im Ruhrpott sowie dem Rest des Bundeslandes auch andere Veranstaltungen, die Euch etwas zu bieten haben. Damit Ihr nicht den Überblick verliert und etwas verpasst, erinnern wir Euch an die Festivals von Ende April bis Ende Mai.

Von Euch für Euch: Das Helsingörprojekt präsentiert „Kopenhagen“
Auf der Bühne wieder auferstanden: Werner Heisenberg und das Ehepaar Bohr. Foto: kac

Physik und Philosophie sind eine seltene Fächerkombination. Mit Hilfe dieser Bachelor-Kombo kann die junge Regisseurin Maria Sojka das Stück „Kopenhagen“ nach Michael Frayn nach ihren eigenen Idee neu aufleben lassen. Darin philosophieren Physiker über die Atombombe.

Ein digitaler Augenschmaus
Einfach wunderschön: In „Ori and the Blind Forest“ begleiten wir den quirligen Waldgeist Ori auf seiner gefährlichen Reise.  Illustration: Microsoft

Es scheint sie doch noch zu geben – diese besonderen Spiele, die einen ohne monatliche Gebühren und nervige Zusatzinvestitionen an den Bildschirm fesseln. Mit „Ori and the Blind Forest“ haben die EntwicklerInnen der Moon Studios einen Titel abgeliefert, der mich nicht nur wunderbar unterhält, sondern auch an längst vergangene Zocker-Zeiten erinnert.

Computerspielfeministin Anita Sarkeesian zeigt, wie schwach sie argumentiert
Eine Fantasyheldin, die mehr trägt als einen Kettenbikini: Dieses Fanbild zu „Sword & Sworcery“ zeigt, wie das Spiel ohne dieses unlogische Klischee auskommt. Illustration: deviantart.com, AXL99

Die feministische Medienkritikerin Anita Sarkeesian klagte bis dato mit ihrer Youtube-Videoreihe „Tropes vs Women in Video Games“ mit ganz sichtbar erhobenem Zeigefinger, der auch mal zur aggressiven Moralkeule mutierte, Sexismus in Computerspielen an. Nun will sie es auch mit einem guten Beispiel versuchen und stellte am 31. März den ersten positiven Charakter vor: Die Skythin aus „Sword and Sworcery“.

Theater von Euch für Euch: erste Hälfte des neuen MZ-Programms
Schwule Mädchen: Werbe-Dreharbeiten für das Fashionistas-Stück in der vorlesungsfreien Stadt. Foto: kac

Immer den Credit Points für den Optionalbereich hinterherzulaufen oder für diverse Uni-Verwaltungen Formanträge nachzutragen, ödet einige von Euch an. Darum ist das Musische Zentrum so wichtig für uns. Hier könnt Ihr Euch frei entfalten und etwas auf die Beine stellen.

Hollywood-Regisseur Michael Bay heuert im Schauspielhaus an
Apokalyptisches Theater: Michael Bay im Schauspielhaus Bochum. Illustration: ck

Ein Coup, der die Kulturlandschaft in Bochum beleben soll: Das Schauspielhaus nimmt „Transfomers“-Regisseur Michael Bay unter Vertrag. In der nächsten Spielzeit wird er ab Oktober mit einer Aufführung von Shakespeares „Macbeth“ sowie mit einer Bühnenadaption seines Blockbusters „Armageddon“ vertreten sein, worin ein Asteroid auf die Ruhr-Uni zusteuert.

Willi Bredemeiers „Anti-Heimatroman“ über den Pott
Autor und RUB-Alumnus Willi Bredemeier: Erlebte das Ruhrgebiet von den Studierendenrevolten zum Strukturwandel. Foto: kac

Pauken statt Pütt: In seinem autobiographischen Schmöker „Ein Anti-Heimat-Roman. Bildungsreisen durch ein unbekanntes Land 1943–2014“ eröffnet Willi Bredemeier den Wandel des Ruhrgebiets von der Bergbau- und Industrieregion zur Informations- und Bildungsgesellschaft. Er liefert detaillierte Einblicke in Nachkriegszeit, Strukturwandel und Studierendenrevolte.

Kunst und Popcornkino: Filmkultur im Ruhrgebiet
Das Dortmunder Sweet Sixteen: 2014 zum vierten Mal für sein herausragendes Jahres- und Kinderfilmprogramm ausgezeichnet. Foto: sweet Sixteen

Der Pott hat neben seinen Theatern noch mehr zu bieten: Kinokultur. Wer Filme nicht in Konsumpalästen großer Kommerzhaie sehen will, findet hier im Ruhrgebiet Elysium. Und das auch ohne 3D-Brille zu fairen Preisen. Urig samtige Filmsäle, engagierte Initiativen und liebevoll hergerichtete Spielstätten auf Vereinsbasis sind eure Alternativen. Wir machen eine Tour.

Premiere von Dostojewskis „Böse Geister“ bei TheaterTotal
Vorbereitung auf die-Premiere: Die :bsz bei den Proben von TheaterTotal.

Nichts als Nihilismus? Der Dostojewski-Blick auf Terrorismus und Instrumentalisierung: Die :bsz war bei den Proben von TheaterTotal für das Dostojewski-Stück und sprach mit den jungen DarstellerInnen. 

Reiter ohne Mania: Wozu Unplugged-Konzerte?

Gespannt war ich wohl: Ich besuchte mein erstes sogenanntes Unplugged-Konzert in der Christuskirche. Die Zeit: Samstag Abend. Die Band: Die Apokalyptischen Reiter. Das Konzert war nicht schlecht, überhaupt nicht. Es war nett. Doch genau das ist das Problem, schließlich ist „nett“ bekanntermaßen der kleine Bruder von „scheiße“. Warum tun Bands so etwas? Warum finden Menschen das gut?

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