Kommentar
Studentische Gelder für religiöse Veranstaltungen

Es ist der 17. Juli 2014. Einige hundert Studierende warten in der Mensa auf den Sonnenuntergang, denn dann können sie sich beim üppigen Schmaus die Wänste vollschlagen. Für die meisten von ihnen heißt es: endlich, nach über 16 Stunden ohne Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme.

Bewaffnete Bundeswehr-Drohnen sind nur die Spitze des Eisbergs – Die Technologie selbst ist das Problem

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat mit der Forderung nach bewaffneten Drohnen für die Bundeswehr in ein Wespennest gestochen. Bei aller berechtigter Kritik an den Plänen ist die Diskussion um Drohnen allerdings noch sehr von der Frage geprägt, ob diese Art der Aufrüstung noch moralisch vertretbar sei. Dabei sind die Implikationen der Technologie viel weitreichender. Es lohnt – ganz ohne Ironie – ein Blick ins Genre Science Fiction.

Technology, Entertainment, Design - Ideas worth spreading

Es ist nicht alles Gold, was glänzt: TED-Talks, das sind meist Vorträge von Fachleuten, die zu verschiedensten Themen lebendige Präsentationen im Rahmen von bis zu 18 Minuten halten. „Ideas worth spreading“ ist der Leitsatz der sogenannten TED-Konferenzen, die es seit 2009 auch in Deutschland gibt. Bill Clinton, Jamie Oliver oder Al Gore sind einige von vielen, die Ihr auf Ted.com oder Youtube.com finden könnt und welche euch dort ihre Ideen vorstellen wollen. Neben dem Hauptevent der „TED“ gibt es die „TEDx“ Konferenzen. Das „x“ steht für die Franchise-Variante dieses Formats und dadurch kann es überall und halbwegs unabhängig einen TEDx-Talk geben, solange bestimmte Auflagen eingehalten werden. Durch die liberale Haltung bei der Vergabe der Lizenzen kamen jedoch neben den Qualifizierten auch fragwürdige Leute auf die Plattform.

Ein Märchen von Bier, Macht und Geld

Dort, hinter den Grenzen des Totalen Bochums, irgendwo zwischen Transsylvanien und Mordor, lauerte die dunkle Bedrohung.

Kunstvernichtung an der RUB

Geschichte wiederholt sich zuweilen – so auch an der RUB: Im Herbst 1998 hatte ein privater Investor mit Einverständnis von Teilen der Uni-Verwaltung eine malerische Reproduktion von Pablo Picassos Friedensmonument „Guernica“ aus dem Jahr 198

Doctor Who the f…
Der DeLorean: Cooler als eine Notrufzelle. Illustation: ck

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

lassen Sie sich von uns entführen auf eine Reise durch die Zeit (durch den Raum bewegen wir uns nur innerhalb der Grenzen des Campusgeländes). Auf diesen Seiten erleben Sie die Historie der ältesten deutschen Studierendenzeitung in ihrer ganzen vielfältigen optischen Pracht. Auf den Seiten, die dieser Doppelseite vorangingen, und denen, die ihr folgen, setzen wir die Zeitreise mit Mitteln des Textes und weiteren Bildern fort. Wenn Sie nun aber einwenden: „Das ist aber keine richtige Zeitreise, da fehlt die blaue Polizeizelle!“, dann sage ich: „Halt’s Maul!“

Europa- und Kommunalwahlen am 25. Mai
Flagge der EU

Am 25. Mai ist es in Deutschland so weit und es wird wieder für Europa und die Kommunen gewählt. Aber hat sich neben der immer schlechter werdenden Wahlbeteiligung von durchschnittlich 43 Prozent etwas verändert? Ja, denn die 3-Prozent-Hürde ist abgeschafft worden und das ermöglicht es den europäischen BürgerInnen, die 751 Abgeordneten noch direkter zu wählen, da so auch die kleinen Parteien eine realistische Chance haben ein Mandat für die Wahlperiode von fünf Jahren zu erlangen. JedeR EU-BürgerIn aus den 28 Mitgliedsstaaten hat so die Gelegenheit per Urnengang oder Briefwahl die Richtung der Politik der nächsten Jahre mit auszurichten.

Michael Jürgs hat auf dem „Sklavenmarkt Europa“ recherchiert
Der ehemalige Stern-Chefredakteur Michael Jürgs: Setzt sich in seinem neuen Buch mit Sklavenhandel in Europa auseinander. Quelle: wikimedia commons / Udo Grimberg

(Christoph Koitka) Weltweit werden jährlich Milliarden für Menschen bezahlt. Homo sapiens, eine von unzähligen Waren auf dem globalen Markt. Der Autor und ehemalige Stern-Chefredakteur Michael Jürgs („Seichtgebiete“, „BKA: Die Jäger des Bösen“) hat sich für sein neues Buch „Sklavenmarkt Europa“ die mafiösen Geschäfte einmal genauer angesehen. Seine Recherchen haben ihn dabei tief in die Abgründe (un-)menschlichen Handelns geführt. Die :bsz hat mit ihm gesprochen.

:bsz-Kommentar
Die Grundausstattung eines Soldaten / einer Soldatin: Eins von beidem ist aber erst ab 18 erlaubt. Illustration: mar

Es ist unfassbar: Um den Bedarf an RekrutInnen zu decken, wirbt die Bundeswehr unter anderem auf sogenannten Berufsbildungsmessen (die :bsz berichtete), aber auch in Schulen verstärkt 16- und 17-jährige Jungen und Mädchen an. In einer Stellungnahme des Verteidigungsministeriums heißt es lakonisch, dass die Entscheidung über den Berufswunsch nicht erst am 18. Geburtstag falle und „personalwerbliche Maßnahmen auch auf den Personenkreis der Jugendlichen abgestimmt“ seien.

Pro

Stell Dir vor, in Deiner Vorlesung sitzt einer der führenden rechtsextremen Kader im Lande und keiner weist Dich darauf hin. Nicht unwahrscheinlich, dass Du Dich dann schon bald zusammen mit einem der stellvertretenden Vorsitzenden der Partei Die Rechte in einer Arbeitsgruppe wiederfindest; und ohne Böses zu ahnen, offen­barst Du in seiner Gegenwart vielleicht sogar Deine politische Gesinnung als BefürworterIn von Mindestlöhnen oder einer liberalen Flüchtlingspolitik offener Grenzen. Und weil man ja in Arbeitsgruppen auch unter JuristInnen solidarisch miteinander umgehen sollte, gibst Du ihm eventuell noch Deine Vorlesungsmitschriften, um ihn für die bevorstehende Klausur zu unterstützen. Dumm nur, dass Du darin eine Telefonliste mit den Daten Deiner Mitstudierenden der örtlichen DGB-Jugend oder der AG Migrationspolitik vergessen hast, die Du am selben Wochentag immer besuchst. Dass diese Daten nun in den Händen von Rechtsextremen gelandet sind, ist echt blöd gelaufen...

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