Hintergrundartikel
:bsz-Redakteur begibt sich für sein erstes Live-Rollenspiel ins radioaktive Kriegsgebiet
Die Armee des Stahls: Angetreten zum Appell. Foto: Anni Noir

Krieg… Krieg ist immer gleich. Er stürzt Unzählige ins Verderben und nur wenige profitieren davon, wenn überhaupt. Als Anfang des 21. Jahrhunderts aber die atomare Apokalypse ausbricht, sind die Folgen verheerender als je zuvor, Gewinner gibt es keine. 150 Jahre nach dem „Großen Feuer“ ist die Welt eine ganz andere. Die Armee des Stahls kämpft gegen die Mutanten, welche die radioaktiv verseuchte Welt hervorgebracht hat; die Scavenger leben vom Plündern und Schrottsammeln; in den Städten, die in den Ruinen der alten Zivilsation neu entstanden sind, herrscht die Sünde und regiert das Geld, und letztlich ist sich im Kampf ums Überleben ohnehin jedeR selbst der/die Nächste. Wir schreiben das Jahr 2163 und wir leben in der Welt von F.A.T.E.

Normiertes Saatgut und privatisiertes Trinkwasser?
Bedrohte Vielfalt! Bald auch beim n.a.t.u.r.-Festival keine unbedrohte Saatgutvielfalt mehr? Foto: clu

Macht die EU nur noch Politik für Großkonzerne? Die aktuellen Bestrebungen der politischen Eliten, die Grundversorgung der Bevölkerung multinationalen Konzernen zum Fraß vorzuwerfen, lassen das vermuten: Wenn es nach der Europäischen Kommission ginge, würde nicht nur einer Privatisierung der Trinkwasserversorgung Tür und Tor geöffnet (siehe :bsz 945, Seite 4, „Sintflut oder Sturm im Wasserglas“), sondern künftig bei Obst und Gemüse fast ausschließlich kostspielig patentiertes Saatgut zugelassen. Durch europaweite Referenden gegen beide Vorhaben wird versucht, die basisferne Eurokratie zu zügeln – mit ersten Erfolgen. Wieviel bürokratische Bevormundung aus Brüssel verträgt Europa?   

Das DGB-Campusoffice bietet Beratung für Studierende
DGB und GEW beraten Studierende in sozial- und arbeitsrechtlichen Fragen an der RUB. Grafik: DGB

Laut Deutschem Studentenwerk (DSW) gehen etwa zwei Drittel aller Studierenden neben dem Studium einer Erwerbstätigkeit nach. Dies geht aus der 19. Sozialerhebung des DSW aus dem Jahr 2010 hervor. Die Gewerkschaften bieten Studierenden auch deshalb an vielen Hochschulen Beratungsangebote rund um das Thema Arbeitsrecht an. In Bochum gibt es mit dem Campus Office der Jugend des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und dem Hochschulinformationsbüro der Jungen GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) gleich zwei Beratungsangebote, die den Studierenden helfen sollen, sich im Job und im Studium rechtlich besser zurechtzufinden. Der Schwerpunkt liegt auf der arbeits- und sozialrechtlichen Erstberatung. Darüber hinaus werden Informationsveranstaltungen für Studierende zu verschiedenen Themen an der Ruhr-Universität angeboten.

Zukunft und Geschichte des Bermuda3ecks sorgt für Diskussionen
Findet Wölfis (r.) Positionen zum An-den-Kopf-Packen: Dr. Arnold Voss. Foto: dh

Es ist Sonntag, ein schöner Frühlingsnachmittag: Blauer Himmel, blühende Bäume, sonnig aber noch nicht so richtig warm. Die GastronomInnen im Bermu­dadreieck haben schon fleißig Außenbestuhlung aufgefahren. Und ein Blick über den gut möblierten Konrad-Adenauer-Platz lässt erahnen: Hier geht’s in den Sommermonaten wieder ordentlich rund. Ich bin früh dran, zu früh. Von meinen Gesprächspartnern fehlt noch jede Spur und wo genau war eigentlich der Treffpunkt? Da hilft nur abwarten, hinsetzen und nach den erwarteten Gesichtern Ausschau halten. Keine Bank weit und breit, mache ich es mir auf dem etwa einen Zentimeter breiten Metallrand eines mehrere Kubikmeter fassenden Blumenkübels bequem, der einen Baum, vielleicht eine Palme, beherbergt. Wer sich den Quatsch ausgedacht hat, überlege ich. Und damit wären wir beim Thema:

Punkfels in der Grauzonen-Brandung
Der Ruhrpott rotiert: Geile Stimmung auf dem Festival in Hünxe. Foto: Marc Gaertner

Wenn die Tage länger und die Nächte lauer werden, steht der Festivalsommer vor der Tür. Wiesen, Parks und Brachgelände verwandeln sich wieder in Konzertbühnen, Zeltstädte, Schauplätze dionysischen Treibens. Wer’s familiär und geldbeutelfreundlich mag, kann abseits des BesucherInnenstroms auf Ring und Co. nach Perlen tauchen. PunkrockerInnen werden unweit der Ruhr-Uni fündig. 

Ein Blick auf zwei Klassiker der Samurai-Literatur
Samurai in Kampfstellung: Was ist Mythos, was ist Wahrheit bei diesen Kriegern? Foto: Historical Picture Archive/Corbis / Felice Beato

Die Samurai, jene japanischen Krieger, deren Klasse erst 1871 offiziell abgeschafft wurde, umgibt bis heute ein Mythos. Meist romantisiert oder phantastisch überhöht, haben sie auch hierzulande ihren Platz in den Unterhaltungsmedien gefunden. Wer jedoch nicht nur wissen will, wie ein Katana (japanisches Schwert) aussieht, sondern an tiefer gehendem, wirklichem Wissen über die Denkweise, Kultur und das Leben der Samurai interessiert ist, der wird um die Lektüre von Sachbüchern zum Thema kaum herum kommen. Eine Möglichkeit bilden hierbei Klassiker, in denen Samurai ihre Welt und den Bushidō („Weg des Kriegers“) in Teilen selbst beschrieben haben. Eben jene Klassiker werden heutzutage gerne als zeitlose Strategieratgeber auch für zivile Belange vermarktet, insbesondere für ManagerInnen. Lohnt und bereichert ihre Lektüre wirklich?

Johanna Wanka zur neuen Bundesbildungsministerin ernannt
Viel Erfolg Johanna! Du hast mein vollstes Vertrauen!“ Karikatur: ck

In der vergangenen Woche ernannte Bundespräsident Joachim Gauck Johanna Wanka zur neuen Bundesbildungsministerin. Nachdem Annette Schavan am 9. Februar 2013 bedingt durch die schweren Plagiatsvorwürfe und die anschließende Aberkennung ihrer Doktorwürde durch die Universität Düsseldorf, zurückgetreten war bekleidet nun die CDU Politikerin und Mathematikerin das Amt. Ob sie für diesen Job die Richtige ist, ist unter Berücksichtigung ihrer teils widersprüchlichen Aussagen fraglich.

Die andere Seite des Urlaubsparadieses
Proben für den Ernstfall: Thailändische Soldaten bei einem Manöver. Foto: SSGT Stan Parker, USAF, Wikimedia Commons

Thailand ist nicht nur ein beliebtes Urlaubsziel, sondern spätestens seit 2004 auch der Schauplatz eines erbarmungslosen Bürgerkrieges, von dem die meisten TouristInnen nichts mitbekommen oder wissen. In den drei südlichsten Provinzen Thailands – Pattani, Narathiwat und Yala – leben überwiegend muslimische Malaien, während die im Großteil Thailands dominierenden buddhistischen Thais sich dort in der Minderheit befinden. Dort kam es im vergangenen Jahr zu zahlreichen Angriffen u.a. auf Lehrpersonal, die Attentäter kündigten den Fortgang der Gewalt an. Bereits seit Ende der sechziger Jahre gibt es in diesen Provinzen von Seiten der Malaien Bestrebungen nach Autonomie oder Abspaltung von Thailand. Die Forderungen entsprechender malaiischer Organisationen wie der PULO (Pattani United Liberation Organization) beinhalten auch die Einführung der Scharia, des islamischen Rechts, in der Region sowie zumindest ein Referendum über die Abspaltung der Provinzen zwecks Gründung eines islamischen Staates, in Anlehnung an das bis 1902 existierende Sultanat Pattani.

Ausweglos erscheinende Situation in Nahost macht klares Handeln unumgänglich
Jerusalem: ständiger Zankapfel im Zuge des Nahostkonflikts. Foto: rl

Das Votum der UN, Palästina den Status eines Beobachterstaates zu erteilen, war ein deutliches Zeichen der Weltgemeinschaft in Richtung Israel und zugunsten einer Zweistaatenlösung. Die Reaktion Israels, an die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) gerichtete Steuergelder einzufrieren sowie den Siedlungsblock um Ostjerusalem auszubauen, demonstriert nicht nur, wie weit die Netanyahu-Regierung Israel ins internationale Abseits gestellt hat, sondern wird – falls vollständig implementiert – das Schicksal einer Zweistaatenlösung besiegeln. Eine deutliche Richtungsentscheidung über eine Ein- oder Zweistaatenlösung erscheint jedoch notwendiger denn je.

Mehr als eine Million Sanktionen gegen Hartz-IV Empfänger
Die Bundesagentur für Arbeit: Hier wird fleißig sanktioniert. Foto: ck

Die aktuelle Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) zeichnet ein bedrückendes Bild. Erstmals haben die Jobcenter mehr als eine Million Mal Strafen gegen Hartz-IV-EmpfängerInnen verhängt. Aus dem Jahresbericht der Agentur geht auch hervor, dass die Zahl der verhängten Strafen in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen ist. Wie dieser historische Negativrekord erreicht werden konnte? Dafür hat die BA ihre ganz eigene Erklärung.

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