Campus & Studium
Ein philosophisches Lehrexperiment
Ob an der RUB oder in Katalonien: Der Bologna-Prozess ist europaweit unbeliebt. Foto: Wikimedia, Joanbanjo

(Ursula Kampmeier) Der Verbund aus den sechs Bochumer Hochschulen „UniverCity“ bezeichnet die Stadt Bochum als Wissenschaftsstandort ganz neuen Typs – „mit weltoffenen und pragmatischen Menschen“. PhilosophiestudentInnen der Ruhr-Universität stellten die These unter Beweis.

Enttäuschung über das Treffen mit Wissenschaftsministerin Schulze
Manieren müssen sein: Bei der „Besprechung“ von Rektor Weiler und Ministerin Schulze haben Forderungen Studierender keinen Platz. Karikatur: Michael Holtschuulte

Am 29. Oktober 2012 fand ein Treffen zwischen StudierendenvertreterInnen des AStA, der studentischen Senatsfraktion und der FSVK, dem Rektorat sowie dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW (MIWF NRW) an der Ruhr-Universität Bochum statt. Beim einstündigen gemeinsamen Mittagessen im Mensabistro wurde über die aktuelle Finanzlage der RUB, die Raumproblematik, die Abschaffung der Latinumspflicht für Lehramtsstudierende und die Masterplatzresolution gesprochen.

2011 an der RUB 16.258 Versuchstiere ‚verbraucht‘

Eigentlich sollte an dieser Stelle die Überschrift „Ende der Affenqual an der RUB“ stehen. Doch die :bsz-Recherche über die Hintergründe der Einstellung von Tierversuchen mit Primaten auf dem Campus brachte ans Tageslicht, dass der ‚Tierverbrauch‘ an der Ruhr-Uni zuletzt sprunghaft gestiegen ist – um 3.721 Tiere innerhalb eines Jahres. Eine erschreckende Entwicklung, die eine erneute ethische Debatte zu diesem Thema erfordert.

Stellungnahme des sicherheitspolitischen Arbeitskreises an der RUB
Quo vadis, BSH? Ein umstrittener Verband.Grafik: ck

Der im Mai 2012 an der RUB gegründete BSH -Arbeitskreis (:bsz berichtete) ist nun offizielles Mitglied im „Bundesverband Sicherheitspolitik an Hochschulen“ (BSH). Die Mitgliedschaft wurde am 20. Oktober 2012 auf der Bundesversammlung in Köln-Wahn bestätigt.
In diesem Artikel nimmt die BSH-Gruppe Bochum Stellung zu der Kritik, die in der :bsz und verschiedenen Medien geäußert wurde.

Die Uni muss doch irgendwie kaputtzusparen sein...
Was vom Kuchen übrig bleibt. Grafik: mar

Angesichts der prekären Finanzlage der Universität, sieht sich die Ruhr-Uni zu strengen Sparmaßnahmen gezwungen. Das Haushaltsdefizit von 9,2 Millionen Euro sollen in erster Linie die Fakultäten durch teils radikale Stellenstreichungen kompensieren. Zudem sollen auslaufende Stellen zum Teil nicht neu besetzt werden. Dass damit einigen Fächern die Unstudierbarkeit droht, scheint dabei in Kauf genommen zu werden – genauso wie die Tatsache, dass ganze Fakultäten gewaltige Einbußen im Ablauf des Lehrbetriebs hinnehmen müssen. Besonders im Hinblick auf den doppelten Abiturjahrgang im kommenden Jahr dürfen Stellenstreichungen nicht einfach hingenommen werden!

International Days at RUB (November 7th – 8th 2012)
International Days: Where to go? Foto: flickr.com/LianeNZ

Every two years International Office along with Career Service and AKAFO organize an fair for students who are interested in expanding their study experience beyond Germany. If you like to try something new, meet many new friends and gain new study experience the Exchange Program is exactly for you. That’s why you should visit Grenzenlos 2012 – International Days at RUB, which takes place on 7th and 8th of November 2012 in the Mensa Foyer at the Ruhr University. The organizers prepared presentations, speeches and information stands represented by different countries, where you can get all the information you need.

Exzellenter Unsinn an der „Carl-Arnold-Kortum-University“
Eintrittskarte in die besseren Kreise: Das Studium an der Eliteuni. Foto: mar

Vergangenen Mittwoch feierte der Kurzfilm „Elite now!“ im Unikino Premiere. Der Hörsaal HZO 20 war voll mit Menschen in Abendgarderobe, schließlich sollte etwas vom Glanz der Elite und der Exzellenz auch auf das Beton-Hörsaalzentrum Ost übergreifen. Vor der Vorstellung gab es einen Sektempfang und eine Ansprache von RUB-Rektor Elmar Weiler, der die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hatte, danach exklusives Häppchenbüffet im Mensa-Foyer. Der Film zwischen Speis und Trank stellte sich als ambitioniertes, doch harmloses Stück kreativer Verarbeitung des Universitätsalltags heraus.

Im Querforum West entsteht (wieder) eine Mensa!
Das Tutorienzentrum: Wo einst die Freie Uni war, entsteht ' ne teure Bio-Bar? Foto: clu

Letzte Woche gab die Pressestelle der RUB bekannt, was viele bereits ahnten und die meisten doch überraschte: Ab dem 5. November bleibt das Tutorienzentrum im Querforum West geschlossen. Grund dafür ist der doppelte Abiturjahrgang im Wintersemester 2013/14, der 4.500 zusätzliche Studierende an die RUB bringen wird. Deshalb soll das TuZ wie bereits in den Jahren 2003-06 als zusätzliche Mensa fungieren. Doch das TuZ hat auch schon andere Zeiten erlebt. Ein Rück- und Ausblick.

Kindern aus Arbeiterfamilien die Angst vor der Uni nehmen
Die Gründerin von arbeiterkind.de: Katja Urbatsch. Foto: Nadine Wojcik

In Deutschland ist die Chance, ein Studium aufzunehmen, für Kinder von AkademikerInnen sechsmal so hoch, wie für Kinder aus nicht-akademischen Familien. Dies liegt zum einen an einem Schulsystem, das noch immer mehr SchülerInnen zum Abitur führt, deren Eltern bereits studiert haben, als solche aus Familien, die als „bildungsfern“ gelten. Aber auch von denen, die trotz ihren nicht-akademischen Elternhäusern die Hochschulreife erlangen, entscheiden sich nur wenige für ein Studium.

Burnout-Syndrom löscht das Seelenfeuer der Studierenden
Unfreiwillige Eremiten: Rückzug in die Isolation ist ein Symptom des Syndroms. Foto: flickr.com / Z. Smith Reynolds (CC-BY-NC-SA 2.0)

Auch an der RUB leiden immer mehr Studierende am Burnout-Syndrom. Die Psychologin Nina Strohmann erklärt dies mit dem „ansteigenden Leistungsdruck der Gesellschaft“. Die Studierenden vergessen, dass sie freiwillig die Universität besuchen, jede Aufgabe scheint bewältigt werden zu müssen. Die :bsz blickt hinter die Stresskulissen.

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