Campus & Studium
Verlängerte Öffnungszeiten im Mensa-Bistro
Das Akafö-Bistro: Rauchen hier die Töpfe und Köpfe bald rund um die Uhr? Foto: USch

Im Mensa-Bistro gelten seit Beginn des Wintersemesters an vier von fünf Tagen um zwei Stunden verlängerte Öffnungszeiten. Diese Maßnahme soll nun vor dem Hintergrund der realen Umsatzzahlen, die offensichtlich zu wünschen übrig lassen, überdacht werden. Die :bsz hat mit dem Akademischen Förderungswerk (AkaFö) sowie mit den von den neuen Arbeitszeiten wenig begeisterten Mitarbeitenden gesprochen und die verlängerten Öffnungszeiten kritisch hinterfragt.

Die umstrittensten Angebote an der RUB
Stolze Pose: Trotz Widerstands und geringer Unterstützung steht der RUB Motorsport e.V. zu seinem Boliden. Foto: RUB Motorsport e.V

Die Studierenden der RUB sollen in jeder Disziplin fit gemacht werden: Forschen und Lernen soll natürlich auch in der Freizeit gefördert werden. Auf Hochschulsport, Schauspielübungen, Orchester, Fotografiekurse und vieles mehr können sich die StudentInnen jedes Semester aufs Neue freuen. Die meisten Angebote sind sinnvoll, plausibel und achtenswert. Es gibt aber auch Angebote, die völlig aus dem konservativen Rahmen fallen; die selbst den neumodischsten Studenten ins Staunen bringen können und manche Studentin vom Hörsaalsitz fallen lassen. Wir stellen die drei umstrittensten Aushängeschilder der RUB vor.

ZFA der RUB: Griechisch und Dänisch bald weggespart?
ZFA-Krise: Springt die Ampel für Dänisch bald auf rot? Foto: flickr.com / arne list (CC-BY-SA-2.0)

Angesichts vermeintlicher Spar­zwänge ist nicht nur ein bundesweit einmaliger Studiengang wie die Sprachlehrforschung existenzgefährdet (siehe :bsz 937), sondern auch am Zentrum für Fremdsprachenausbildung (ZFA) treibt die Rotstiftdebatte derzeit Blüten. Bereits zum Sommersemester 2011 wurde das Angebot für Ungarisch sowie Serbisch eingestellt und im Wintersemester quer durch alle Kurse eine ganze Unterrichtswoche gestrichen. Nun wird zudem eine Absetzung des Angebots für Neugriechisch und Dänisch erwogen. Dies wäre nicht nur aus Sicht Studierender, die sich auf ein Auslandssemester in Griechenland oder Dänemark vorbereiten, äußerst kontraproduktiv, sondern auch hinsichtlich einer angestrebten Internationalisierung an der angeblich so ‚weltoffenen‘ Ruhr-Universität ein fatales Signal.

AStA-Listen sehen die Neutralität des Haushaltsausschusses gefährdet
Der AStA und das Geld: Ewiges Streitthema. Morph: mar

Der Haushaltsausschuss des Studierendenparlaments (StuPa) ist ein Organ, das die Finanzen der Studierendenschaft der vergangenen Jahre unabhängig prüfen und im besten Fall die Asten der letzten Jahre entlasten soll. Dabei ist es nur vernünftig, dass ein Mitglied des Haushaltsausschusses (HHA) weder Mitglied des zu prüfenden noch des aktuellen Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) sein darf. Dass nun aber ausgerechnet der Vorsitzende dieses Prüforgans, Jochen Kreusch (LiLi), im vergangenen Jahr mit den Rechten und Pflichten eines AStA-Referenten ausgestattet worden ist, stellt die Unabhängigkeit des HHA in Frage. Die Listen NAWI, die Internationale Liste und die Juso-Hoschulgruppe fordern nun Kreuschs Rücktritt.

Reißt die Ruhr-Uni ihr „Haus der Freunde“ ab?
Noch zu retten? Foto: USch

Einst war das „Haus der Freunde“ (HdF) neben dem ehemaligen Hochhaus der Sportfakultät als Werkstadtpavillon des Staatshochbauamtes die Keimzelle der Ruhr-Universität – heute steht es trotz universitärer Raumnot auf der langen Abrissliste der RUB-Leitung.

Jura-Fakultätsrat auf juristischen Abwegen?
Alles rechtens? Keine Geschäftsordnung im Fachschaftsrat Jura. Grafik: ck

20 Fakultäten hat die RUB, und jede hat ihre eigenen Besonderheiten. Gemeinsam ist den meisten von ihnen jedoch, dass in den einzelnen Fakultätsräten überwiegend großzügige Mitspracheregelungen gelten, wenn schon die ProfessorInnen im höchsten Gremium auf Fakultätsebene – wie in den meisten Hochschulgremien – eine absolute Mehrheit haben. So besitzen die stellvertretenden Mitglieder wie auch im Senat in der Regel Rederecht und werden fortlaufend über die Tagesordnung bevorstehender Sitzungen informiert. Nicht so jedoch im Fakultätsrat der Juristischen Fakultät, die ihr eigenes Gewohnheitsrecht zum Recht erhebt.

Studienratgeber „Elitestudent“ hilft, sich durchzusetzen
Soziales Engagement: Humboldt für Idealbildung. Foto: mar

Pünktlich zu Beginn des Akademischen Jahres 2012/13 erschien der Ratgeber „Elitestudent – Wie werde ich besser als der Durchschnitt?“ von Michael Schmitz und rechtzeitig zu Beginn der Geschenke-Such-Zeit schaut sich die :bsz an, ob es sich lohnt, dieses ‚elitäre Werk‘ der ambitionierten Studentin oder dem ambitionierten Studenten unter den Weihnachtsbaum zu legen.

Bericht aus dem Studierendenparlament
Das Studierendenparlament hat ein neues Logo: Tolle Sache! Grafik: SP RUB

Am 21. November fand die 11. Sitzung des Studierendenparlaments (SP) statt. Auf der Tagesordnung standen Abstimmungen über die Sozialbeitrags- und die Wahlordnung. Darüber hinaus brachte der Finanzreferent des AStA den Entwurf für den Nachtragshaushalt der Studierendenschaft ein. Und es fand eine ebenso kurzweilige wie überflüssige Klebepunkteabstimmung über das neue SP-Logo statt.

Bundesweit einmaliger Studiengang schließungsbedroht
Geisteswissenschaften: Alles für den Ofen? Karikatur: Michael Holtschulte

Sie ist international profiliert, ökonomisch effizient und dennoch von baldiger Schließung bedroht: die Sprachlehrforschung an der Ruhr-Universität. Angesichts des aktuellen 9,2-Millionen-Defizits im Uni-Haushalt und der Direktive der Hochschulleitung, rund 180 Stellen einsparen zu wollen (die :bsz berichtete), wird an der Fakultät für Philologie die Einstellung dieses bundesweit einmaligen Studiengangs erwogen. Nicht nur die betroffenen Lehrenden und Studierenden sind fassungslos und fordern ein sofortiges Ende der unseligen Debatte.

Hoher Energieverbrauch ist einer der Gründe für die prekäre Finanzlage der RUB
Stromsparen: Kampange sucht nach moderneren Alternativen. Foto: Jacq

Am letzten Donnerstag erblickte die Energieeffizienz-Kampagne der Ruhr-Universität das Licht der Welt. Zuvor wurde in der FSVK über die Gründung der Kampagne abgestimmt. Kann eine Energieeffizienz-Kampagne effizient sein? Viele Fachschaften stimmten gegen die Gründung einer Energiespar-Kampagne. Auch die Teilnahme an dem ersten Treffen war eher bescheiden – Organisator Maik Wolf, Mitglied des Senats sowie der studentischen Gremienberatung, hatte mit mehr TeilnehmerInnen gerechnet.

Seiten