Campus & Studium
AStA und Schauspielhaus Bochum planen eine „Theater-Flatrate“ für Studierende
Das Schauspielhaus Bochum hat der Studierendenschaft eine Kooperation angeboten: Die Theater-Flatrate für Studierende. Foto: Schauspielhaus Bochum / Jürgen Landes

Am gestrigen Dienstag wurde dem Studierendenparlament (StuPa) eine mögliche neue Kooperation der Studie-rendenschaft mit dem Schauspielhaus Bochum vorgestellt. Das Theater war in der Vergangenheit an den AStA heran-getreten, um verschiedene Ideen einer Zusammenarbeit zu besprechen. Dabei entstand die Vision eines Theater-Abos für Studierende, das intern bereits als „Theater-Flatrate“ bezeichnet wird. Schon ab dem kommenden Winterse-mester 2013/14 könnte diese Koopera-tion für die Studierenden zum Tragen kommen. Derzeit sind die genauen Vertragsinhalte und Bedingungen zwar noch nicht festgelegt; dennoch zeigen sich sowohl Schauspielhaus als auch AStA zuversichtlich, eine für alle Seiten vorteilsbringende Vereinbarung treffen zu können. Konkret sieht die derzeit geplante Kooperation vor, dass Studierende der RUB ab dem nächsten Semester komplett umsonst alle eigenen Produktionen des Schauspielhauses an den theatereigenen Spielorten, also auch in den Kammerspielen und dem Theater unter Tage, besuchen könnten. Dafür müsste der AStA pro Semester und pro Studierendem/r einen Euro an das Schauspielhaus bezahlen. In Abhängig-keit zu den Studierendenzahlen ergäbe das einen ungefähren Betragvon knapp über 40.000 Euro. Der symbolische Bei-trag von einem Euro würde von den Stu-dierenden über den Sozialbeitrag bezahlt werden, welcher sich also um einen Euro erhöhen würde.

Optionalbereich: Wird die Kreditwürdigkeit des Spracherwerbs an der RUB gesenkt?
Kreditierung von AnfängerInnenkursen am ZFA auf der Kippe? Grafik: Zentrum für Fremdsprachenausbildung der RUB

Bestens besucht war die FachschaftsvertreterInnenkonferenz (FSVK) am vergangenen Montag: Prof. Dr. Uta Wilkens, Prorektorin für Lehre der Ruhr-Uni Bochum, stand Rede und Antwort zum Thema „Leitbild der Lehre“ sowie vor allem zu den aktuell zwischen Rektorat und Zentrum für Fremdsprachenausbildung (ZFA) diskutierten Plänen, die derzeitige Praxis einer Kreditierung sämtlicher ZFA-Kurse im Optionalbereich zu verändern. Dies könnte bedeuten, dass ausgerechnet zum Eintreffen des doppelten Abiturjahrgangs im kommenden Wintersemester die Einstiegskurse in auch als Abiturfach gängigen Sprachen nicht mehr kreditierbar wären. Pläne für eine mögliche Gebührenerhebung für AnfängerInnensprachkurse liegen derzeit jedoch auf Eis.

Und die RUB bewegt sich doch – vielleicht…
Skifliegen oder Betonsurfen? Die neuen Rampen entlang der UB geben Rätsel auf. Foto: USch

Er ist ein Einmannteam und heißt Björn Frauendienst. Im Rahmen der „RUB.2013 – Projekt Doppelter Abiturjahrgang“ ist der Geographie-Absolvent seit November 2011 damit beauftragt, zusammen „mit vielen Akteuren der RUB“ sowie der Stadt Bochum „ein umfassendes Mobilitätskonzept“ für den Campus zu erarbeiten. Dieses ist im Netz bereits in einem kurz und bündig „Move2013“ genannten „Informationsportal für die Mobilität an der RUB“ einzusehen, und einiges davon ist auch bereits umgesetzt – wie beispielsweise die Schaffung von rund 450 MetropolRadRuhr-Stellplätzen an sieben Standorten auf dem Campus. Ob sich dieses Modell, zu dem der AStA fürs Sommersemester rund 58.000 Euro beisteuert, bewährt, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Andere Maßnahmen wie die frisch gegossenen Betonrampen an den Treppen entlang der Uni-Bibliothek (UB) sorgen derzeit für große Fragezeichen in den Augen vieler Studierender.

Sexistisches Geschmier an der RUB
 Sexistisch und frauenfeindlich – wie geht die RUB damit um? Foto: as

In den Fluren der G-Gebäude sind Schmierereien aufgetaucht, deren Inhalte zutiefst sexistisch sind. Die meisten davon wurden inzwischen von den Hausmeistern entfernt.

Rektorat billigt Einstellung des renommierten Sprachlehrforschung-Masters
Ist im Rektorat eine Schraube locker? Finanzielle Löcher können nur durch unverhältnismäßige Opfer gestopft werden. Foto: USch

Es ist kaum zu glauben – trotz zahlreicher internationaler Kooperationen, hoher wissenschaftlicher Reputation und beachtlicher ökonomischer Effizienz des Fachbereichs Sprachlehrforschung hält die Fakultät für Philologie an ihren Plänen zur Absetzung des Master-Studiengangs (siehe :bsz 936 und 951) fest: Auf der letzten Fakultätsratssitzung vom 17. April teilte der amtierende Dekan, Prof. Dr. Ralf Klabunde, lapidar mit, dass das Rektorat der Einstellung zugestimmt habe. Sollte diese Entscheidung tatsächlich umgesetzt werden, verlöre die bei kostspieligen Exzellenz-Bewerbungen wiederholt gescheiterte Ruhr-Universität einmal mehr an Renommee.

Erfolgreiche Podiumsdiskussion des AStA
Das Thema „Latinumspflicht“ sorgt für großes Interesse und vollen Hörsaal. Foto: Björn Jadzinski

Am Freitag, den 19. April 2013, veranstaltete der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Ruhr-Uni eine Podiumsdiskussion zur Abschaffung der Latinumspflicht. Nachdem bereits der Senat einer vom AStA und den Fachschaften erarbeiteten Resolution zur Abschaffung der Latinumspflicht für Lehramtsstudiengänge zugestimmt hatte, sollten bei der Podiumsdiskussion auch VertreterInnen aus der Politik Position beziehen. Durch die Bank waren sich alle DiskutantInnen darüber einig, dass die Latinumspflicht in der jetzigen Form zumindest stark reformbedürftig ist.

Rot-grüne Landesregierung will keinen müden Cent für Archäologie mehr ausgeben
Ruinen der alten Hörder Burg: Ohne archäologische Aufbereitung wäre der Phoenixsee um ein Denkmal ärmer. Foto: Wikimedia Commons / Rainer Halama (CC BY-SA 3.0)

Für eine minimale Entlastung des Landeshaushalts setzt die rot-grüne NRW-Regierung das kulturelle Erbe des Bundeslandes aufs Spiel: Ab 2015 sollen Archäologie und Bodendenkmalpflege nicht mehr vom Land unterstützt werden. Wissenschaftler­Innen, StudentInnen und PolitkerInnen zeigen sich öffentlich entsetzt über diese kurzsichtigen Pläne der Regierung. Der Fachschaftsrat Archäologische Wissenschaften der RUB ruft dazu auf, die Petition der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte e. V. (DGUF) zu unterstützen.

Wenn Faulheit zur Krankheit wird, kann geholfen werden
An diese Stelle kommt ein Bild. Morgen.

In zwei Tagen ist die Hausarbeit fällig und das Blatt noch gähnend leer? Morgen steht die Klausur an und die Unterlagen sind noch unangetastet? Wer Fristen nur schwer einhalten kann, leidet möglicherweise weder an einem Mangel an Selbstdisziplin noch an Faulheit, sondern an chronischem Aufschiebeverhalten, der sogenannten Prokrastination.

Die GFPS-Städtetage finden nach Jahren wieder in Bochum statt
GFPS: Deutschland, Polen, Tschechien und Belarus wachsen zusammen. Grafik: koi

Im Interview erzählt :bsz-Redakteur Marek Firlej, warum er für die GFPS (Gemeinschaft für studentischen Austausch in Mittel- und Osteuropa e.V.) die „Städtetage“ mitorganisiert und junge Menschen aus halb Europa in Bochum zusammenbringt. Unterstützt wird die Initiative dabei unter anderem vom RUB- AStA, dem FSR Germanistik und durch das EU-Programm „Jugend in Aktion“.

In der Fakultät für Philologie droht Selbstabwicklung auf Raten
Erhält beim Kampf für den Erhalt ihres Faches prominente Unterstützung: Professor Karin Kleppin, Leiterin des Seminars für Sprachlehrforschung. Foto: RUB

Es klingt wie ein verfrühter Aprilscherz: In seiner letzten Sitzung des Wintersemesters beschloss der Fakultätsrat der Fakultät für Philologie der Ruhr-Uni die Absetzung des bundesweit einmaligen Master-Studiengangs Sprachlehrforschung (SLF). Dieser Beschluss erfolgte trotz ausgezeichneter internationaler Reputation des Faches sowie einer für Geisteswissenschaften bemerkenswert hohen jährlichen Einwerbung von ‚Drittmitteln‘ zu Forschungszwecken. Grund für den Einstellungsbeschluss seien von der Hochschulleitung an die Fakultäten weitergegebene Sparzwänge, um das aktuelle Haushaltsdefizit (die :bsz berichtete) zu kompensieren – allein die Fakultät für Philologie soll 533.000 Euro einsparen. Dennoch bleibt die Hoffnung, dass das Rektorat seine Zustimmung zur Einstellung der SLF verweigert. Zudem gilt es zu prüfen, ob der Beschluss überhaupt Bestand haben kann: Offensichtlich hat die Fakultät im Vorfeld des Einstellungsbeschlusses des an keinem anderen Hochschulstandort vorgehaltenen Bildungsangebots nicht einmal Rücksprache mit dem Wissenschaftsministerium NRW gehalten.

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