Leon Wystrychowski (lewy)
Alternative für Russland

Kommentar. Putin steht im Westen für Korruption, Nationalismus und Homophobie, Nawalny wird zunehmend als Held gefeiert – allerdings entgegen der Fakten.

 

Spanien, Großbritannien, USA … und Deutschland?

Arbeitsplatzabbau. Corona hat schon viele ihre Arbeitsstellen gekostet. Nun trifft es auch Unis verschiedener Länder, wobei die Begründungen häufig vorgeschoben scheinen.

Corona. Seit Jahren steigt in Deutschland die Zahl der Studierenden: Wie das Statistische Bundesamt kürzlich mitteilte, waren im vergangenen Sommersemester 2.723.100 Personen an deutschen Hochschulen immatrikuliert. Damit stieg die Zahl der Studierenden auch zwischen den Sommern 2019 und 2020. Allerdings betrug der Anstieg lediglich 0,8 Prozent. In den Jahren zuvor hatte das Wachstum zwischen den Sommersemestern stets über einem Prozent gelegen. Der geringe Zuwachs hat in erster Linie damit zu tun, dass die Zahl der Studienanfänger:innen gesunken ist und zwar um ganze 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum: 71.600 Neuzugänge waren zu verzeichnen, rund 8.000 weniger als 2019. Dies wiederum liegt daran, dass die Zahl der ausländischen Studienanfänger:innen stark zurückgegangen ist: Mit 24.700 Erstsemestler:innen brach die Zahl um 28 Prozent ein. Die Zahl der sogenannten Bildungsausländer:innen, das heißt derjenigen, die ihre Hochschulreife nicht in Deutschland erworben haben, sogar um 29 Prozent. Als Grund nennt das Bundesamt die Covid19-Pandemie. Diese trifft ausländische Studierende ungleich härter als Deutsche: Die meisten haben keinen Anspruch auf BAföG; und selbst wenn, müssen sie zusätzlich arbeiten, was beim aktuellen Arbeitsmarkt schwer zu gewährleisten ist. Da viele Studis zusätzlich auf Hilfe von den Eltern angewiesen sind, wirkt sich die Wirtschaftslage gleich doppelt ungünstig aus. Hinzu kommen weitere Unsicherheiten, wie Einreiseverbote und Grenzschließungen.              

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Coronakonform engagieren

Interview. Milica und Joshua haben sich uns vorgestellt und schon mal gespoilert, was noch an Veranstaltungen auf uns zu kommt.

Islamwissenschaft. Die dritte Ausgabe der Zeitschrift Jusur - Zeitschrift für Orientalistik, Islamwissenschaft und Arabistik ist letzte Woche erschienen. Das Magazin ist ein Projekt der Fachschaft Orientalistik und Islamwissenschaft der Ruhruniversität Bochum und erscheint seit dem Wintersemester 2019/2020 semesterweise. Jusur versteht sich als niedrigschwelliges Angebot, das Studierenden und angehenden Islamwissenschaftler:innen eine Bühne bietet, auf der sie ihre Arbeiten veröffentlichen können. Team und Redaktion setzen sich aus zumeist in der Fachschaft aktiven Studis zusammen. Die Autor:innen der ersten drei Ausgaben kommen aber nicht nur von der RUB, sondern unter anderem auch aus Leipzig und Berlin. Neben Studierenden haben zudem bereits Doktor:innen und Professor:innen Aufsätze beigesteuert. Die Winterausgabe 2020, die coronabedingt etwas verspätet erschienen ist, widmet sich unter anderem Darstellungen von Sexualität und Alkoholkonsum in der islamischen Lyrik, dem Phänomen des sogenannten Internet-Arabisch, bei dem statt arabischen Buchstaben Zahlen und lateinische Schriftzeichen benutzt werden, und dem seit 2014 herrschenden Jemen-Krieg. Speziell an Studierende richtet sich ein Bericht zweier Studentinnen über ihre Sprachreise nach Marokko. Ein weiterer Reisebericht geht auf die islamische Vergangenheit Siziliens ein. Alle Ausgaben findet Ihr hier: ruhr-uni-bochum.de/orient/fachschaft/jusur.

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Zur Person: Leon Wystrychowski ist Redakteur und Autor bei Jusur.

Es reicht nicht, es hat nie gereicht

Kommentar. Am 27. Januar war der Gedenktag für die Opfer des deutschen Faschismus. Wann kommt der Tag, an dem gehandelt wird?

Da geht noch mehr

Digitalisierung. Samira Tabti, Religionswissenschaftlerin an der RUB, hat zum Online-Auftritt muslimischer Gemeinden in Deutschland geforscht.

Zu Täter:innen gemacht oder allein gelassen

Kommentar. Mitten in Corona wurde einer Überlebenden des Halle-Anschlags ihr BAföG gestrichen. Der Fall ist symptomatisch.

Erkennen und entgegenwirken

Islamfeindlichkeit. Antimuslimischer Rassismus ist alltägliche Realität — und wird doch noch immer geleugnet. Ein Workshop an der RUB gab einen ersten Einstieg.

Veranstaltungen. Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Ruhr-Universität, das Autonome AusländerInnen-Referat der Uni und die Initiative RUB bekennt Farbe planen für Ende dieses Monats eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Antidiskriminierungs- und Antirassismusdebatten“. Den Anfang macht am Montag, den 25. Januar, Soufeina Hamed, eine junge Psychologin und Comic-Autorin, die für ihr Label „Tuffix“ bekannt ist. Sie widmet sich den Fragen: „Wer sind WIR? Was ist Heimat? Und wo fängt Rassismus an?“ Am Dienstag, den 26. Januar, folgt ein Workshop über intersektionale Diskriminierungsprozesse in der Migrationsgesellschaft mit der Erziehungswissenschaftlerin und Empowerment-Trainerin Mira Elham Hazzaa. Am Donnerstag, den 28.Januar, findet ein weiterer Workshop statt, diesmal mit Rümeysa Şenel, zu antimuslimischem Rassismus. Am Sonntag, den 31. Januar schließlich gibt es ein weiteres, längeres Webinar mit „Tuffix“. Dieses ist auf 15 Teilnehmer:innen beschränkt und richtet sich explizit, aber nicht ausschließlich, an Personen mit Rassismus-Erfahrungen sowie an solche, die Interesse an der Erstellung von Illustrationen und Comics haben. Bis auf diese, die von 11 Uhr bis 15:30 Uhr stattfindet, beginnen alle Veranstaltungen jeweils um 19 Uhr. Bei allen ist zudem eine Anmeldung bei
anmeldung@asta-bochum.de und per RUB-Mailadresse erforderlich.

Weitere Infos gibt es unter: asta-bochum.de/vortragsreihe-workshop-zu-antidiskriminierungs-und-rassismusdebatten.    

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