Jan-Krischan Spohr (kjan)

Stadtplanung. Die Bochum Strategie 2030 ist ein ambitioniertes Projekt der Ruhrgebiets-Stadt, die sich zum Ziel setzt, die Lebensqualität ihrer Bürger:innen zu verbessern. Die Hochschulen, Berufsausbildung, Kultur, Infrastruktur und der Wohnungsbau sollen dabei im Fokus stehen.

EU-Richtlinien zu Milchalternativen werden nicht verschärft
Symbolbild

Kommentar. Dass der Änderungsantrag 171 vom EU-Parlament abgelehnt wurde, ist nur ein winziger Schritt zum sinnvolleren Umgang mit veganen Produkten.

Was braucht der deutsche Wohnungsmarkt? Das ist klar: größere Immobilienkonzerne. Das denken sich Vonovia und Deutsche Wohnen, die nun eine Fusion anstreben, die sie zu Europas größtem Unternehmen in ihrer Branche machen würde. Ein weiter Schritt Richtung Monopolstellung. Beide Unternehmen sind sehr versiert darin, das absolute Minimum an Wartung und Reparaturen für das absolute Maximum an Miete zu bieten, oder auch mal überhöhte Nebenkostenabrechnungen rauszuschicken. Wie viel Sumpf und Raubtierkapitalismus auf Mieter:innen zukommen würde, ist schnell ersichtlich. Größter Einzelaktionär bei Vonovia? Blackrock, die auch bei Skandal-Unternehmen Wirecard oder Nestlé finanziell beteiligt sind oder waren und eng mit politischen Akteur:innen verstrickt sind. Das Kartellamt hatte Fusionsplänen im Jahr 2015 das OK gegeben, zu den aktuellen Plänen steht eine Entscheidung noch aus. 

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Fairtrade. Bochum ist und bleibt Fairtrade-Stadt! Das sagt zumindest der gemeinnützige Verein „TransFair – Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt“, der diesen Titel 2013 zum ersten Mal an die Ruhrgebietsstadt verlieh. Der Verein ist am bekanntesten für sein Logo, welches zu den bekanntesten Fairtrade-Kennzeichnungen in Deutschland zählt. Die Ziele des Vereins sieht er selber darin, kleinere Hersteller:innen zu unterstützen und dabei auf gerechten Handel und nachhaltige Entwicklung Rücksicht zu nehmen. Gegründet 1992 als AG Kleinbauernkaffee e. V. beschränkte er sich zuerst auf das namensgebende Produkt, und weitete in den laufenden Jahren die Arbeit aus. Kirchliche, parteinahe und andere Initiativen waren bei der Gründung beteiligt. Die Kampagne „Fairtrade-Towns“ wurde 2009 ins Leben gerufen, und Saarbrücken war die erste Stadt, die diesen Titel erhielt. Um „Fairtrade-Town“ genannt zu werden, muss eine Kommune wie Bochum unterschiedliche Kriterien, fünf an der Zahl, erfüllen. Dazu gehört zum Beispiel die Gründung einer Steuerungsgruppe, die die Koordination des Weges zur „Fairtrade-Town“ übernimmt, und der Versuch, lokale Gastronomiebetriebe zum Kauf von mehr Fairtrade-Produkten zu bewegen. Die Leiterin der Stabsstelle Klima und Nachhaltigkeit, Sonja Eisenmann, äußert sich zur Verlängerung des Titels: „Ein schöner Erfolg, dass Bochum erneut als Fairtrade Town rezertifiziert wurde“. Das Thema Fairtrade würde in Bochum sehr ernst genommen. In Deutschland gibt es derzeit 700 Kommunen, die diesen Titel tragen.                 

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Erste Pause des ESC endlich vorbei

Eurovision. In einer Ausgabe unter Corona-Bedingungen konnte der diesjährige Eurovision Song Contest wieder stattfinden. Eine kleine Abhandlung zu seiner Geschichte und den Hintergründen kriegt Ihr hier. 

Connecten auf der ITS.connect

Messe. Seit 2008 gibt es die Messe ITS.connect an der Ruhr-Universität, die Studierenden aus der IT-Sicherheit ermöglicht, Kontakt zu verschiedenen Unternehmen der Branche zu knüpfen. Einen Ausblick darauf, was Euch bei der zweiten digitalen Ausgabe erwartet, bekommt Ihr hier.

Kritik an Beschwerdestellen der Uni gibt es zu Genüge

Meta-Kritik.  Die Ruhr-Uni stellt einige Beschwerdestellen zur Verfügung, die Euch bei Problemen zur Seite stehen. Doch auch dort läuft nicht alles perfekt, und dass Ihr von vielen die Möglichkeiten überhaupt nicht kennen, ist Teil des Problems. 

 

Radverkehr. In Kooperation mit einem externen Planungsbüro hat die Stadt Bochum ein neues Verkehrskonzept für die Innenstadt erarbeitet. Der Fokus solle dabei auf dem Ausbau der innerststädtischen Radverkehr-Infrastruktur liegen. Enthalten sind Vorschläge für unterschiedliche Maßnahmen, die den Radverkehr verbessern sollen, wie neue Verkehrsführung im Bereich Hans-Böckler-Straße/Willy-Brandt-Platz/Viktoriastraße – mit potentieller Sperrung für Autoverkehr –, ein Fahrradkreuz auf der Kreuzung vor dem Bochumer Rathaus und erweiterte Radwege am Südring. Für letzteres werden drei Varianten vorgeschlagen, um den PKW- und Radverkehr sowie ÖPNV miteinander zu vereinbaren, wobei die Lösung eines überbreiten Fahrstreifens in Kombination mit einem Radfahrstreifen bevorzugt wird. Ein Ausbau der Abstellmöglichkeiten für Fahrräder ist außerdem vorgesehen. Geplant ist dabei, dass die neuen Verkehrskonzepte ab Herbst 2022 gelten sollen, und die Umsetzung des Fahrradkreuzes 2023 beginnen soll. Am 26. Mai berät sich der Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur über die Vorschläge und wird in Folge seine Entscheidung vorlegen. Besonders die Grünen kamen in der Vergangenheit oft in Kritik, da sie gegen Maßnahmen zum Ausbau des Radverkehrs stimmten. Eine Verkehrsberuhigung des August-Bebel-Platzes wurde unter anderem von ihnen abgelehnt und zuletzt hatten sie der Entscheidung, dass auf der Königsallee weiterhin gemeinsame Fuß- und Radwege bestehen bleiben sollen, zugestimmt, entgegen ihres Programmpunktes zur letzten Kommunalwahl, der die Abschaffung dieses Konzeptes postulierte.        

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Metal. Die französische Extreme-Metal Band Gojira (jap. Originaltitel des 1955er Films Godzilla) geht auf ihrem neuen Album „Fortitude“ den Weg, den sie auf Vorgänger „Magma“ eingeschlagen haben, weiter. Während die Themen – die Beziehung des Menschen zur Umwelt, Klimawandel, Leben und Tod – sich grundsätzlich wenig geändert haben, wirkt die Herangehensweise in gewisser Weise optimistischer und hoffnungsvoller. Der Sound entwickelt sich dabei in eine Richtung weg von harten Technical Death Metal Riffs und hin zu mehr Groove Metal. Ganz wenden sie sich dabei nicht von ihren Wurzeln ab, und der Song „Another World“ erinnert an den Opening Track „Oroborus“ ihres 2008er Albums „the way of all flesh“. Die Härte von Liedern auf diesem und dem vorhergehendem Album „from mars to sirus“ vermisst man jedoch. Progressive Aspekte und unerwartete Wendungen werden nicht weniger, erstere rücken eher mehr in den Vordergrund, doch werden die gutturalen Vocals von Joe Duplantier immer mehr durch cleanen Gesang abgelöst. Schon Genre-Kollegen Mastodon legten einen ähnlichen Wandel hin, der zu dem großen weltweiten Erfolg führte, den sie mittlerweile genießen. Den Erfolg gönne ich ihnen auf jeden Fall, eine gewisse Enttäuschung ob ihrer musikalischen Entwicklung lässt mich jedoch nicht ganz los.  

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Wenig los in Bochumer Kulturszene

Kultur. In der Bochumer Kulturszene geht das Auf und Ab des letzten Jahres weiter. Viele Absagen, Verschiebungen und auch einige Online-Veranstaltungen prägen weiterhin die lokale Kulturlandschaft. 

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