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Contra: Scholl-Latour sollte seine Ehrenprofessur behalten
Grüne Hochschulgruppe beantragt Aberkennung seiner Ehrenprofessur: Peter Scholl-Latour. - Foto: wikimedia commons

Peter Scholl-Latour polarisiert. Es wird diskutiert, ihm die Ehrenprofessur abzuerkennen – auf Antrag der Grünen, ohne schriftliche Begründung und (besonders geschmackvoll!) drei Monate nach seinem Tode. Klingt so absurd wie die geforderte Verbannung von Kant aus den Lehrplänen der HU Berlin im Sommer, weil er „Rassist war“. Die Argumente gegen Scholl-Latour werden die altbekannten sein: Er habe ein stereotypes Islambild verbreitet, sich bei Einzelfakten geirrt und sei ein Egomane gewesen. Über „frustrierte deutsche Orientalisten“, die ihm seine Auflagenstärke missgönnten, konnte er nur schmunzeln (vgl. RUBENS 59).

GELD SCHIESST TORE, TRADITION WIRFT BENGALOS? – Teil 5 der :bsz-Reihe zur Lage des Fußballs – Die Prioritäten sind klar: Männer gehen vor
Frauenfrei in die Bundesliga. Foto. Laura-Monica Oprea

Mit der Entscheidung, den kompletten Spielbetrieb aller Mädchen- und Frauenfußballmannschaften einzustellen, sorgte der Vorstand des VfL Bochum im Oktober für Aufsehen und löste einen unerwarteten Sturm der Entrüstung aus. Auf Druck der Mitglieder ruderte der VfL nun zurück und stellt zumindest ein weiteres Jahr Geld in Aussicht. Doch ab 2016 sollen die 150.000 Euro den Männern zugute kommen und den Aufstieg bringen.

Kommentar: Die Zukunft ist wichtiger als die Vergangenheit

Wegen der Belagerung der Stadt Kobanê durch den Islamischen Staat (IS) finden momentan zahlreiche Demonstrationen statt. Von kurdischen und linken Gruppen wird dabei auch die Aufhebung des hierzulande seit 1993 bestehenden Verbots der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) gefordert. Diese Forderung ist in zweierlei Hinsicht vernünftig: Für den Kampf gegen den IS – und für den Friedensprozess in der Türkei.

Eine treffende Analyse der Prostitutionsdebatten
Neue Gesellschaftskritik aus dem Hause Nautilus. Foto: Patrick Henkelmann

Seit Ende 2012 wird hierzulande wieder kontrovers über die Prostitution diskutiert – und seit Ende 2013 endlich mit stärkerer Medienpräsenz der Sexarbeiterinnen selbst. An sachlichen, fundierten und seriösen Schriften zum Thema mangelt es jedoch. Erfreulicherweise ist ein aktuelles und wichtiges Grundlagenwerk zur Sexarbeit nun auch auf Deutsch erschienen: „Hure spielen“ von Melissa Gira Grant.

Wege aus dem angespannten Uni-Alltag
Erschöpfung unerwünscht! So kommt Ihr entspannt durchs Semester. - Foto: Laura La Rocca

JedeR Zweite in Deutschland fühlt sich zumindest „manchmal“ gestresst. Diesem Forschungsergebnis der Techniker Krankenkasse kann nur zu leicht Glauben geschenkt werden, wenn man morgens um viertel nach acht den Blick über die Unibrücke schweifen lässt. Gedrängel an den U-Bahn-Ausgängen, angespannte und müde Gesichter auf dem Weg zu den Hörsälen. Doch die Tatsache, dass das Uni-Leben eine strapazierende Angelegenheit ist, sollte kein Grund sein, das Handtuch zu schmeißen. Mit den richtigen Tipps und Tricks könnt Ihr morgens mit einem entspannten Lächeln aus der überfüllten U35 steigen.

Kommentar: Vom gesellschaftlichen Verhältnis zu Religionen

Das Bundesarbeitsgericht hat vergangene Woche entschieden, dass kirchliche Einrichtungen muslimischen Mitarbeiterinnen das Tragen eines Kopftuchs verbieten dürfen. Es ging um eine Krankenschwester, die lange in einem evangelischen Krankenhaus in Bochum gearbeitet und dann aufgrund von Elternzeit und Krankheit eine längere Pause gemacht hatte. 2010 wollte sie bei der Rückkehr an ihren Arbeitsplatz unbedingt ein Kopftuch tragen – und wurde deswegen freigestellt.

Internationale DoktorandInnen zu Gast an der RUB
Zwischen den Disziplinen: TheaterwissenschaftlerInnen versuchen den Brückenschlag. Foto: Peter Lück

Ende September findet ein von vier PromovendInnen der Bochumer Theaterwissenschaft initiiertes und realisiertes Forschungsprojekt seinen vorläufigen Abschluss. Insgesamt 17 DoktorandInnen aus den USA, Frankreich, Ungarn, Österreich und Deutschland wagten in den vergangenen Monaten Grenzgänge zwischen Theater,- Geschichts-, Literatur-, Medienwissenschaft und Philosophie, um Potentiale und Grenzen interdisziplinären Arbeitens auszuloten. Auf der öffentlichen Tagung In-between. Interdisciplinarity and Theatre Studies, zu der die OrganisatorInnen alle Interessierten herzlich einladen, werden die vier Projektgruppen ihre Arbeitsstände präsentieren.

Mit riesigem Menschenmosaik fordern 1,8 Millionen KatalanInnen in Barcelona die Unabhängigkeit
Großer Enthusiastismus für Unabhängigkeit: Katalanisches Fahnenmeer. Foto: Manel Conejo

Die für Barcelona so typischen BierdosenverkäuferInnen haben heute besonders viel zu tun, denn die Stimmung in der katalanischen Hauptstadt wirkt am 300. Nationalfeiertag – eigentlich ein Gedenktag – so ausgelassen wie auf einem überdimensionierten Straßenfest.

In Großbritannien haben sich einflussreiche muslimische Gelehrte mit einer Fatwa – einem islamischen Rechtsgutachten – deutlich gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) positioniert. Die Fatwa wurde von Usama Hasan verfasst, dem leitenden Theologen des islamisch-antiislamistischen Quilliam-Instituts. Zu den Unterzeichnern gehören Imame (Vorbeter) von wichtigen Moscheen sowie Vertreter islamischer Organisationen.

Von den nach Deutschland kommenden Flüchtlingen sind ein Drittel Kinder und Jugendliche. Ende 2013 lebten um die 65.000 minderjährige Flüchtlinge mit unsicherem Aufenthaltsstatus in Deutschland. In diesem Jahr sind es noch mehr geworden. Die Lebenssituation dieser Minderjährigen weist erhebliche strukturelle Mängel auf, die vermeidbar wären. Der aktuelle UNICEF-Bericht „In erster Linie Kinder – Flüchtlingskinder in Deutschland“ beleuchtet diese Zustände.

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