:bsz-RedakteurIn
Die andere Seite des Urlaubsparadieses
Proben für den Ernstfall: Thailändische Soldaten bei einem Manöver. Foto: SSGT Stan Parker, USAF, Wikimedia Commons

Thailand ist nicht nur ein beliebtes Urlaubsziel, sondern spätestens seit 2004 auch der Schauplatz eines erbarmungslosen Bürgerkrieges, von dem die meisten TouristInnen nichts mitbekommen oder wissen. In den drei südlichsten Provinzen Thailands – Pattani, Narathiwat und Yala – leben überwiegend muslimische Malaien, während die im Großteil Thailands dominierenden buddhistischen Thais sich dort in der Minderheit befinden. Dort kam es im vergangenen Jahr zu zahlreichen Angriffen u.a. auf Lehrpersonal, die Attentäter kündigten den Fortgang der Gewalt an. Bereits seit Ende der sechziger Jahre gibt es in diesen Provinzen von Seiten der Malaien Bestrebungen nach Autonomie oder Abspaltung von Thailand. Die Forderungen entsprechender malaiischer Organisationen wie der PULO (Pattani United Liberation Organization) beinhalten auch die Einführung der Scharia, des islamischen Rechts, in der Region sowie zumindest ein Referendum über die Abspaltung der Provinzen zwecks Gründung eines islamischen Staates, in Anlehnung an das bis 1902 existierende Sultanat Pattani.

Aramäischer Sprachunterricht in Israel
Jish in Israel: In diesem Dorf befindet sich die einzige aramäische Schule im ganzen Land. Foto: Ariel Palmon, Wikimedia Commons (CC-BY 3.0)

Höchstens etwa eine halbe Million Menschen weltweit sprechen noch Aramäisch, also je nach Definition einen der zahlreichen Dialekte der aramäischen Sprache oder eine der aramäischen Sprachen. Das Aramäische zählt zu den ältesten noch gesprochenen Sprachen der Welt und war die Muttersprache von Jesus Christus. Die aramäische Sprache gehört wie die hebräische Sprache zum nordwestsemitischen Zweig der semitischen Sprachfamilie. Die SprecherInnen des Aramäischen sind überwiegend als Aramäer oder Assyrer bezeichnete ChristInnen und leben im Nahen Osten als Minderheiten in den Staaten Irak, Iran, Israel, Jordanien, Libanon, Syrien und der Türkei sowie zu einem großen Teil in der aramäischen Diaspora in Europa, Amerika und Australien. Das Aramäische ist eine bedrohte Sprache, bedingt durch die geographische Zerstreuung seiner wenigen SprecherInnen, die Zersplitterung in über ein Dutzend Dialekte und mehrere Alphabete sowie die schwierige Lage seiner zum allergrößten Teil nicht-muslimischen SprecherInnen in den meisten ihrer islamischen Heimatländer.

STI-HIT-Studie beim Gesundheitsamt Bochum
Unterm Mikroskop sichtbar: Gonokokken können Tripper verursachen. Foto: Wikimedia Commons / CDC/ Dr. Norman Jacobs

Noch bis zum 28. Februar 2013 besteht die Möglichkeit, sich bei der Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit im Gesundheitsamt Bochum kostenfrei auf die zwei weltweit häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen – nämlich durch Chlamydien und Gonokokken (Gonorrhoe-Erreger) – testen zu lassen. Die Tests finden im Rahmen der vom Robert-Koch-Institut zusammen mit Gesundheitsämtern in NRW durchgeführten STI-HIT-Studie statt. „STI“ steht hierbei für „sexual transmitted infections“ (sexuell übertragbare Infektionen) und „HIT“ für die HIV-Testberatung. Die STI-HIT-Studie untersucht, bei wie vielen der Menschen, die zum HIV-Test kommen, andere sexuell übertragbare Infektionen als HIV vorliegen. Die Studienergebnisse sollen helfen, Maßnahmen zur Prävention, Feststellung und Behandlung solcher Infektionen  zu verbessern.

Noch bis zum 17.12. sammeln die Menschenrechtsgruppe You-Manity e.V. und die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e.V. auf dem Campus Weihnachts-Geschenkpakete für Flüchtlingskinder/-jugendliche in Bochum.

Eine kreative Perle im Horror-Einheitsbrei
Das Necronomicon taucht dieses Mal in Südfrankreich auf. Screenshot: YouTube

Wenn der Winter kommt, es draußen bitter kalt und rasch dunkel wird, bietet sich ein schauriger bis makaberer Abend mit Horrorfilmen besonders an. Doch wer nicht nur oberflächlich unterhalten werden möchte, sondern auch kreative, innovative oder künstlerisch wertvolle Horrorfilme sehen will, der hat es schwer solche zu finden. Folgen die meisten Neuerscheinungen in diesem Genre doch nur einer Hand voll Muster – und das zumeist auch noch unbeholfen. Die im September ungekürzt auf Deutsch erschienene, international produzierte Horror-Anthologie „The Theatre Bizarre“ bildet da eine erfrischende Ausnahme.

„SexarbeiterInnen – willkommen in Europa?!“ – Teil 3
Die Ausstellung „Einblicke in den Berufsalltag von Sexarbeiterinnen“ des Düsseldorfer Vereins kom!ma war Begleitprogramm der bufaS-Tagung. Foto: Monica Brauer / mh

Bei der dreitägigen Tagung von bufaS (Bündnis der Fachberatungsstellen für SexarbeiterInnen) Mitte November in Bochum wurde neben vielen Aspekten der Prostitution auch über den Straßenstrich gesprochen. Olivia Deobald von der Hamburger Beratungsstelle ragazza benannte einleitend einige Eckpunkte zum Straßenstrich: Ein klarer Vorteil der Arbeit auf der Straße sei der schnelle berufliche Ein- und Ausstieg. Die Frauen könnten ihre Preise selbst bestimmen und müssten meist keine Gebühren zahlen, wie etwa in Bordellen. Etwa 70 Prozent der Straßenprostituierten in Hamburg seien Migrantinnen. 90 Prozent der Frauen, die Drogen nehmen, gingen der Straßenprostitution nach, um ihren Konsum zu finanzieren.

„SexarbeiterInnen – willkommen in Europa?!“ – Teil 2
Internationale Solidarität: Ein wichtiger Schritt im Kampf um die Anerkennung des Berufs der Sexarbeiterin. Foto: Mareen Heying

Wie regeln die Niederlande, Frankreich, Österreich und die Schweiz Sexarbeit? Welche Bestimmungen gibt es dort? Bei der Tagung „SexarbeiterInnen willkommen in Europa?!“ vom 13. bis 15. November Bochum gab es Antworten von vier ExpertInnen. Durchgeführt wurde die Tagung vom Bündnis der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter (bufaS) und ausgerichtet von Madonna e.V., der Bochumer Beratungsstelle für Prostituierte.

Futurologie, Klima-Alarmismus und Konzerninteressen
Zukunftsvisionen des 20. und 21. Jahrhunderts: Auf diesem Bild vereint. Illustration: mar

Futurologie (vom lateinischen „futurum“, Zukunft) oder Zukunftsforschung ist die wissenschaftliche Untersuchung von möglichen und wahrscheinlichen zukünftigen Entwicklungen. Der aktuell erreichte und der zukünftig plausibel zu erwartende technologische Fortschritt sowie von ihm zumeist beeinflusste wirtschaftliche, ökologische und soziale Entwicklungen bilden dabei die Grundlage, um Vorhersagen über die zukünftigen Lebensweisen und Gesellschaften der Menschheit zu erstellen. Natürlich kann die Zukunft selbst von den fähigsten ExpertInnen mit den besten Methoden nicht annähernd sicher und exakt vorhergesagt werden, erst recht nicht über mehrere Jahrzehnte hinweg. Wer konnte schon in den 1970er Jahren unsere heutigen technischen Kommunikationsmittel prognostizieren, vom Internet bis zum Smartphone? Umgekehrt haben sich viele Vorhersagen bezüglich des technologischen Fortschritts bis zum heutigen Jahr nicht erfüllt: beispielsweise haben wir leider noch längst nicht alle Krankheiten besiegt und wir haben auch noch immer keine Basis auf dem Mars.

Über 10.000 Menschen demonstrierten am Samstagabend in Irland für die Legalisierung von Abtreibungen. Hintergrund ist der Tod einer schwangeren Frau in einem irischen Krankenhaus, die mutmaßlich starb, weil die ÄrztInnen trotz Gefahr für ihr Leben zu spät eine Abtreibung vornahmen.

„SexarbeiterInnen – willkommen in Europa?!“ – Teil 1
Forderung von Anerkennung: Madonna e.V. war Gastgerberin der Tagung. Foto: Mareen Heying

Vom 13. bis 15. November fand in Bochum die Jahrestagung des Bündnisses der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter (bufas) statt, ausgerichtet von Madonna e.V., der hiesigen Beratungsstelle für Prostituierte. Unterstützt wurde die Konferenz von der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt sowie vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA). Der Tagungstitel „SexarbeiterInnen – willkommen in Europa?!“ war Programm und offene Frage zugleich.

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