Bild: Wilhelm der Eroberer kurz vor Hastings an der Urne: Nur wer zur StuPa-Wahl geht, wird Großes erreichen. , 7. bis 11. Dezember: Wahl zum 49. Studierendenparlament der RUB Illustration: Teppich von Bayeux, bearbeitet von mar

Hastings, England, im Jahre 1066: Wilhelm der Bastard, Herzog der Normandie, hat nach Großbritannien übergesetzt, König Harold stellt sich ihm mit seinem Heer entgegen. Diese Schlacht schreibt Geschichte, der Normanne geht siegreich aus ihr hervor und erhält fortan einen neuen Beinamen: Wilhelm der Eroberer ist der letzte, der Großbritannien von außen erobert hat.

Bochum, Deutschland, :bsz-Ausgabe 1066: Die Studierendenschaft der Ruhr-Uni ist in der nächsten Woche gefragt, ihre Stimme für das StuPa abzugeben. Wir stellen die antretenden hochschulpolitischen Listen in unserm StuPa-Wahl:Spezial vor.      

:Die Redaktion

Bild: Ein Stück Propagandagewebe., DIE :bsz-GLOSSE Illustration: Teppich von Bayeux, bearbeitet von mar

Eroberung: Die Kontrolle über etwas gewinnen, das zuvor von jemand anderem beherrscht wurde. Meist verläuft diese Inbesitznahme kriegerisch und blutig. Danach können die siegreichen ErobererInnen dann meist ihre Version der Ereignisse als gültige Geschichte durchsetzen. Ob auf Chronikpergament gebannt, in Stein gehauen, oder in einen Wandteppich gestickt – Propaganda kannte schon immer viele Formen. Nur war sie früher anscheinend nicht nur schöner, sondern vermeintlich sogar eindeutiger als heutige Propagandavideos, Satellitenfotobeweise und dergleichen, bei denen heute gleich Manipulation und Fälschung vermutet wird. So eine Unterscheidung ist natürlich Blödsinn. Die ollen Kamellen hatten nur länger Zeit, unser Geschichtsbild zu erobern und mangels konkurrierender Propaganda Kontrolle über unsere Vorstellung zu gewinnen. Wäre etwa der Teppich von Bayeux gegen eine komplette Propagandateppichabteilung angetreten, hätte von der Schlacht von Hastings anno 1066 und Wilhelm dem Eroberer vielleicht ein anderes Bild triumphiert.

:joop

Bild: Je mehr Studis wählen, desto mehr Stimmzettel haben die WahlhelferInnen auszuzählen. Gebt ihnen ordentlich zu tun! , Schon aus reinem Eigeninteresse solltet Ihr wählen gehen Foto: joop

Winter ist an der RUB nicht nur Weihnachtszeit, sondern Wahlkampfzeit. Vom 7. bis 11. Dezember könnt Ihr für eine der elf antretenden Listen abstimmen.  Wer ins Studierendenparlament einzieht und den nächsten AStA bildet, sollte Euch bei allem Uni- und Adventsstress nicht kalt lassen.

Die Beteiligung bei StuPa-Wahlen hat sich in den letzten Jahren zwar auf einem niedrigen Niveau eingependelt, aber das ist schließlich kein Naturgesetz. Die Urabstimmung zum Semesterticket zeigte schließlich, dass sich durchaus mehr Studierende an die Urnen locken lassen. Sie müssen nur das Gefühl haben, es ginge um etwas Wichtiges, wie zum Beispiel ihr Geld und das praktische VRR-Ticket. Dieses Gefühl sollten sie eigentlich immer haben, denn was von StuPa und AStA entschieden wird, ist alles andere als unwichtig für die Studierenden.

Entscheiden, wer entscheidet

Eure StudierendenvertreterInnen verwalten immerhin einen Teil des Geldes, der von Euch Studis über den Sozialbeitrag erhoben wird. Insgesamt ist es ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag. Damit werden Projekte finanziert, Veranstaltungen und Initiativen gefördert und das umfangreiche Beratungsangebot des AStA aufrechterhalten. Auch wenn Ihr selbst nie ein AStA-gefördertes Event besucht oder die Beratung in einer schwierigen Lebenslage benötigt, ist es dennoch in Eurem Interesse, dass es sie gibt. Verträge mit Unternehmen wie nextbike oder Kooperationen mit Kultureinrichtungen wie dem Schauspielhaus werden ebenfalls von Euren VertreterInnen im Studierendenparlament mitentschieden.

Deswegen solltet Ihr selbst mitentscheiden, wer für Euch in der Hochschulpolitik Entscheidungen treffen sollte, die Euch und Eure KommilitonInnen immer in irgendeiner Form betreffen. Und darum betrifft auch Euch diese StuPa-Wahl.

:Johannes Opfermann

Damit Ihr Euch zwischen all den Namen der hochschulpolitischen Listen und dem Wust aus Flugblättern besser zurechtfindet, haben wir den HoPo-Survival-Kompass für Euch entwickelt. So könnt Ihr Euch einen schnellen Überblick verschaffen und danach entscheiden, wessen Wahlprogramm Ihr vielleicht noch einmal genauer angucken wollt, bevor Ihr Euch festlegt, für wen Ihr abstimmen möchtet. Wir haben den Listen Fragen zu verschiedenen Themen geschickt und sie gebeten, sich und auch ihre SpitzenkandidatInnen auf diese Weise vorzustellen.

Die SpitzenkandidatInnen

1. Wofür steht Eure Liste? In einem Satz.

2. Wenn Euer AStA nur drei Referate hätte, welche wären das?

3. Wohin mit studentischen Geldern?

4. Größter Aufreger? Empört Euch in einem Tweet.

5. Studentische Kultur ist …? 

6. Euer Patentrezept für eine bessere Mobilität!

7. Was wäre im AStA Eure erste Amtshandlung?

8. Stellt dem Akafö ein Zeugnis aus.

 

 

Die Antworten der Listen Junge Liberale (Julis) RUB und Internationale Liste (IL) haben uns leider nicht rechtzeitig  vor Redaktionsschluss erreicht. Wir reichen ihre Antworten nach.

 

:Die Redaktion

Bild: Diese KommilitonInnen gehen als SpitzenkandidatInnen ihrer Listen in den StuPa-Wahlkampf. , StuPa-Wahl:Spezial – Der 8-Fragen-HoPo-Survival-Kompass: Die Positionen der Listen im Überblick Bearbeitung: joop

Wir baten auch die SpitzenkandidatInnen der Listen, sich kurz vorzustellen: Wer bist Du und warum kandidierst Du für das StuPa?

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Bild: Elf Listen schicken KandidatInnen ins StuPa-Rennen. , StuPa-Wahl:Spezial – Der 8-Fragen-HoPo-Survival-Kompass: Die Positionen der Listen im Überblick Foto:mb; Bearbeitung: joop

Wofür steht Eure Liste? In einem Satz.

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Bild: Ein studentischer Bezug sollte nach Meinung der meisten Listen gegeben sein, wenn Gelder für externe Projekte vergeben werden. , StuPa-Wahl:Spezial – Der 8-Fragen-HoPo-Survival-Kompass: Die Positionen der Listen im Überblick Grafik: mar

Sollen studentische Gelder nur auf dem Campus eingesetzt werden?

Als Antwortmöglichkeiten gaben wir zur Auswahl:

  • Nur auf dem Campus
  • Auch externe Projekte
  • Keine Meinung

Manche Listen wählten eine dieser knappen Antwortenmöglichkeiten, andere führten es etwas weiter aus.

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Bild: Zum zornigen Zwitschern haben wir die Listen aufgefordert, mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. , StuPa-Wahl:Spezial – Der 8-Fragen-HoPo-Survival-Kompass: Die Positionen der Listen im Überblick Bildquelle: bszarchiv

Was regt Euch an der Uni am meisten auf? Empört Euch darüber in einem „Tweet“.

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Bild: Wenn in der Hochschulpolitik in Emojis gesprochen wird, scheinen sich ganz neue politische Schnittmengen zu ergeben., StuPa-Wahl:Spezial – Der 8-Fragen-HoPo-Survival-Kompass: Die Positionen der Listen im Überblick

Studentische Kultur bedeutet für uns …

Benutzt nur fünf Emojis für diese Antwort.

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Bild: Die Leihdrahtesel von metropolradruhr erfreuen sich großer Beliebtheit. Viele Listen würden das Stationsnetz gern ausbauen. , StuPa-Wahl:Spezial – Der 8-Fragen-HoPo-Survival-Kompass: Die Positionen der Listen im Überblick Foto: bszarchiv

Was ist Euer Patentrezept für eine bessere Mobilität? Nennt uns Eure vier Zutaten!

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