Erich Kästner-Schule Bochum in der Kritik
„Wir würden gerne wissen, wer uns besucht...“ (Schulleiter Walter Bald) Foto: USch

1971 wurde sie als „Gesamtschule Bochum“ eröffnet und war damit die zehnte ihrer Art in NRW: Die Erich Kästner-Schule (EKS), die zugleich Vorreiter unter den Ganztagesschulen an Rhein und Ruhr war und im Jahre 1982 Regelgesamtschule wurde. Nachdem die SchülerInnenzahl in ihrer Spitzenzeit etwa 2.000 betragen hatte, ging sie bis 2006 jedoch auf rund 1.200 zurück. Die Entscheidung der Stadt Bochum, angesichts der PCB-Belastung des alten Schulgebäudes an der Markstraße für geplante 21 Millionen Euro einen Neubaukomplex neben das Altgebäude zu setzen, brachte die Wende: So wurde die neue, mit Beginn des Schuljahres 2010/11 eröffnete Schule im vergangenen Jahr u.a. mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet. Der dicke Wehrmutstropfen: der Außenbereich des Schulneubaus ist komplett kameraüberwacht. Die :bsz hat im Gespräch mit Schulleiter Walter Bald hinter die Kulissen gespäht.

Innenminister Friedrich wünscht sich mehr Videoüberwachung für Deutschland
Kameras an jeder Ecke? Orwell lässt grüßen! Foto: ck

Am 10. Dezember 2012 misslang ein Sprengstoffanschlag am Bonner Hauptbahnhof. Erst wurden Personen aus der „Salafisten-Szene“ verdächtigt, dann geriet ein mutmaßlicher Verbindungsmann von al-Qaida in das Visier der ErmittlerInnen. Jetzt möchte Innenminister Friedrich (CSU) die bundesweite Videoüberwachung ausweiten. Nach seiner Argumentation wären die TäterInnen durch weitere Kameras vielleicht abgeschreckt worden.

Dennis Thiel reflektiert anthropologische Konstanten
Krone der Schöpfung? Dennis Thiel untersucht das ‚Tier Mensch‘. Foto: mar

Der Mensch, was ist das für ein Wesen? Warum ist er auf der Welt? Was ist sein Platz im Universum? Warum handelt er so, wie er es tut? Fragen, an denen wohl seit der Mensch denken kann viele Zähne ausgebissen wurden. Viele dicke kluge Bücher von weisen Graubärten wurden darüber verfasst – und brachten kaum zufriedenstellende Antworten. Sollte etwa ein dünnes Büchlein eines jungen Mannes die Antworten liefern?

Der Fußball und sein Rassismusproblem
Am vergangenen Wochenende kam es zu rassistischen Parolen in italienischen Stadien. Foto: rl

Während im deutschen Fußball der Ball derzeit ruht und die wichtigsten Nachrichten den Schalker Mittelfeldspieler Lewis Holtby und seinen Wechsel zu den Tottenham Hotspurs (voraussichtlich) im Juni 2013 betreffen, wird in manchen europäischen Ligen schon wieder vor das runde Leder gekickt. Abseits des Spielgeschehens kam es jedoch vermehrt zu politisch unhaltbaren Auswüchsen in den Fanlagern, zuletzt in Italien in Form rassistischer Schmähgesänge. Auch der deutsche Fußball ist gegen Probleme dieser Art nicht immun, wie der Fall Borussia Dortmund nahelegt.

Studierendenparlamentswahl an der Ruhr-Uni Bochum
Wahlen zum Studierendenparlament. Grafik: Studierendenparlament RUB

Jedes Jahr im Januar ist es wieder so weit: Das Studierendenparlament (StuPa) wird neu gewählt. Vom 14. bis 18. Januar findet die Wahl zum mittlerweile 46. StuPa an der RUB statt. Warum es wichtig ist, an der Wahl der studentischen Vertretung teilzunehmen, sollte klar sein. Die Studierenden der RUB wählen die ParlamentarierInnen, die sie ein Jahr lang gegenüber der Uni-Leitung und der Öffentlichkeit vertreten sollen. Außerdem zahlt jedeR Studierende (zwangsweise) Geld an die Studierendenvertretung, das im Sozialbeitrag enthalten ist. Vor allem aber ist Demokratie nicht nur ein Recht, das man in Anspruch nehmen kann, sondern Demokratie beinhaltet auch immer eine gewisse Verpflichtung zum Mitmachen. Genug Gründe also, sich Gedanken darüber zu machen, welche der Gruppen, die als Listen zur Studierendenparlamentswahl antreten, als „Studierendenregierung“ alle Studierenden der RUB repräsentieren sollen. Macht mit und nehmt an der Wahl teil!

„Mich haben sie nicht bekommen“, säuselt Hans Leichtgläub grinsend vor sich hin und reibt sich dabei zufrieden seine altgrauen Hände. Enthusiastisch, mit der Kraft eines 17-jährigen Jungspundes, erhebt er sich von seinem monströsen, halbverwesten, grüngelblichen Ohrensessel und schlendert hinüber zum Konservenschrank, der eigentlich gar kein wahrer Konservenschrank ist, lediglich einer sein sollte. In dem nur halb und zum Teil abwegig aufgebauten Ikeaschrank stehen hunderte Energydrinkdosen. Stolz wie ein neugeborener Erfinder bei seiner ersten Heureka-Erfahrung bewundert er sein lebenssicherndes Werk.

Die :bsz wünscht frohe Feiertage
O Tannenbaum... Foto: flickr.com, Barbara Piancastelli. ]babi]

In der :bsz Ausgabe 940 erwartet Euch eine Weihnachtsbeilage mit Geschichten, Artikeln, Empfehlungen und Satiren - rund ums Thema Weihnachten! Selbstverständlich findet Ihr diese Artikel auch auf unser Internetseite. Zur besseren Orientierung hier ein kurzer Überblick:

Opel: Werksbesetzung 2022?
50 Jahre nach Werkseröffnung: Die Werksschließung. Karikatur: Michael Holtschulte

Eine ganze Region steht unter Schock: 2016 sollen in den drei Bochumer Opelwerken endgültig die Lichter ausgehen, wovon nicht nur die rund viertausend Belegschaftsmitglieder, sondern auch zahlreiche Zulieferbetriebe in der Region betroffen wären. Die ökonomischen Folgen hätten laut einer Studie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen direkte Auswirkungen auf etwa 45.000 Arbeitsplätze in der Region. Nachdem nun auch die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen zum wiederholten Male abgesagt wurden, hält sich der Betriebsrat die Option offen, dies im Januar nachzuholen und hierbei mögliche Protestaktionen zu setzen. Dies nährt die Hoffnung, dass es noch vor 2022 zu einer ‚Betriebsbesetzung‘ kommen könnte, wenn das Werksgelände einer alternativen Nutzung zugeführt werden soll… 

Steinkind-Konzert im KuCaf rockte vor und auf der Bühne
Steinkind im KulturCafé: Musik aus allen Richtungen. Foto: Alexander Ivo Ryba

Zunächst war die Band skeptisch: KulturCafé, das klingt nicht nach einem Club, in dem Steinkind normalerweise auftreten würden. Auch die von zwei Seiten offene Bühne ist ungewöhnlich. Was aber zur Band passt: Die Frage, welchen Musikstil man vergangenen Freitag im KulturCafé zu erwarten hatte, wusste niemand konkret zu beantworten. Etwas Punk, etwas EBM und ganz viel von allem, was es dazwischen und drumherum gibt. Lag es womöglich an dieser Ungewissheit, dass sich nur knapp 70 Fans eingefunden hatten? Diese allerdings hatten ihren Spaß.

Mit großer Mehrheit erklärte der Bochum Stadtrat am vergangenen Donnerstag das Bürgerbegehren gegen das geplante Musikzentrum als ‚unzulässig‘ und folgte damit der Stadtverwaltung. Die Initiative für das Bürgerbegehren ist entschlossen, Klage gegen diese Entscheidung einzureichen.

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