Unileben
Zurück, mit kleinen Schritten
Bild: Archiv
Bald vielleicht wieder? Die Tore der Unis könnten nächstes Semester wieder öffnen.

Hochschullehre. Öffnungspläne müssen wohlüberlegt sein und dürfen den Studierenden keine unnötige weitere Last aufbürden. So äußert sich der fzs nun zu diesem erneut sehr aktuellen Thema.

Auch die Universitäten brauchen Pläne für eine Rückkehr zum Regelbetrieb, und dafür muss es Unterstützung von der Politik geben, die bisher fehlte. Das sagt der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) nun in einer Pressemitteilung und bleibt damit der eigenen Linie treu, die im Laufe der Pandemie immer wieder klar gemacht wurde. Diese Rückkehr dürfe jedoch nicht unüberlegt stattfinden und bedürfe einiger Planung sowie Zusagen seitens der Politik, um fair und sicher für alle Beteiligten zu sein sowie den Studierenden aber auch Universitäten Planungssicherheit zu geben. Die Situationen vieler Studierender, die entweder überhaupt nicht erst in die Städte ihrer Universitäten gezogen sind, zurück zu ihren Eltern ziehen mussten oder weiterhin berechtigte gesundheitliche Bedenken haben, sowie auch internationaler Studierender, denen keine Visa erteilt wurden, müssten dabei dringend beachtet werden. Ein „fortgesetztes gleichwertiges digitales Lehrangebot“ sei für diese Gruppen unverzichtbar, während Hybridformate oder auch Wechselunterricht keine Option seien. Bei den Öffnungen sollen zuerst vielmehr die Möglichkeiten zum sozialen Austausch geschaffen werden, indem Mensen und Bibliotheken wieder öffnen und Arbeitsräume geschaffen werden.
Bezüglich der Aufhebung der Impfpriorisierung merkte der fzs kürzlich an, dass für junge Menschen und speziell Studierende eigene Konzepte entwickelt werden müssen. Impfzentren sollen demnach geöffnet bleiben, und die medizinische Infrastruktur der Universitäten verstärkt genutzt werden, um auch in diesen Gruppen für möglichst schnellen und breiten Impfschutz zu sorgen, der schlussendlich einer der wichtigsten Faktoren für eine Öffnung sei. „Anstatt jetzt Bevölkerungsgruppen gegeneinander auszuspielen, sollten wir lieber alle an einem Strang ziehen und daran arbeiten, alle möglichst schnell zu Impfen“, so Vorstandsmitglied Paula Klär. Der fzs ist ein Dachverband von Studierendenvertretungen, der sich unter anderem für freien Zugang zu Bildung und gegen Diskriminierung, auch außerhalb des Hochschulkontextes, einsetzt.

:Jan-Krischan Spohr