Olympia der Studis
World University Games im Pott
Bild: bena
In den Startlöchern: Olympia der Student:innen im Ruhrgebiet.

Sport. Das gigantische Sportereignis wird 2025 in verschiedenen Städten des Ruhrgebiets ausgetragen.

Als Nachfolger der Universiade findet unter dem Namen „FISU World University Games“ alle zwei Jahre die nach den Olympischen und Paralympischen Spielen drittgrößte Multisport-Veranstaltung statt. Seit 1959 veranstaltet die FISU (Fédération Internationale du Sport Universitaire) die olympisch anmutenden Spiele für maximal 25-jährige Studierende und zum ersten Mal seit 1989 in Duisburg dürfen nach der kürzlich gefallenen Entscheidung des Exekutiv-Komitees diese wieder auf deutschem Boden ausgeführt werden. Die 18 verschiedenen Wettbewerbe werden in Bochum, Duisburg, Essen, Mühlheim und Düsseldorf ausgetragen. Dafür werden zirka 10.000 junge Athlet:innen aus der ganzen Welt anreisen, unter denen sowohl studentische Nachwuchsleistungssportler:innen als auch etablierte Spitzensportler:innen zu finden sind, um sich zwölf Tage lang auf höchstem Niveau zu messen. „Kurze Wege, bereits vorhandene Wettkampfstätten sowie Organisationstalent und Sportbegeisterung der Gastgeberinnen und Gastgeber sind die wertvollen Elemente dieser erfolgreichen Bewerbung“, bestätigte Präsident Alfons Hörmann, Präsident des Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB).
Bei der Sommerausgabe der World University Games, für die es auch ein wintersportliches Äquivalent gibt, sind folgende Sportarten vertreten: Badminton, Basketball, Bogenschießen, Fechten, Gerätturnen, Judo, Leichtathletik, Rhythmische Sportgymnastik, Schwimmen, Taekwondo, Tennis, Tischtennis, Volleyball, Wasserball und Wasserspringen; als zusätzliche Disziplinen sollen 2025 noch 3x3 Basketball, Beach-Volleyball und Rudern das Programm ergänzen, außerdem sind noch einige einzelne Parasportwettbewerbe geplant. So soll beispielsweise in der Mülheimer Westenergie Sporthalle das Badmintonturnier oder in der Bochumer Rundsporthalle der Wettkampf im Basketball ausgetragen werden, während im Wattenscheider Lohrheidestadion die Leichtathletik-Wettbewerbe stattfinden.
Jörg Förster, Präsident des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportbundes, betont, dass das Hauptaugenmerk bei der in vier Jahren anstehenden Veranstaltung nicht nur auf den sportlichen Leistungen liegen soll: „Im konzeptionellen Fokus der Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games stehen die Themen soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit sowie Innovation und Partizipation. Durch diese Schwerpunktsetzung und die enge Einbindung der Hochschullandschaft in die Vorbereitung und Durchführung können die Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games als Inkubator für Veränderungsprozesse im Sport und in der Metropolregion Rhein-Ruhr dienen.“ Deshalb freue man sich über die Entscheidung des FISU und darauf, ein Großereignis auszurichten, das Sport und Wissenschaft verbinde. Aber auch die Studierenden sollen nicht zu kurz kommen. So erklärt Förster, dass von den Rhine-Ruhr Games durch die „intensive Einbeziehung von Studierenden“ auch langfristig gesamtgesellschaftliche Entwicklungsimpulse gegeben werden sollen.

Mit einem ähnlichen Konzept hatte NRW auch verstärkt an einer Olympia-Bewerbung gearbeitet. Doch trotz dem Zuschlag für das universitäre Gegenstück ist die Bewerbung von „Rhein Ruhr City 2032“ zumindest für dieses Jahr quasi gescheitert, denn das Internationale Olympische Komitee favorisiert das australische Brisbane für die Spiele im Jahre 2032.

:Henry Klur

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