RUB wants you!
Wo Mitbestimmung im Studium möglich ist
Symbolbild
Wohin soll es gehen? Entscheidungen werden auch von Studis getroffen!
Wohin soll es gehen? Entscheidungen werden auch von Studis getroffen!

Gremien. Hochschulpolitik findet nicht nur im Studierendenparlament (StuPa) statt. In den Kommissionen der Uni können Studierende ebenfalls darüber entscheiden, was in den Seminarräumen passiert. 

Wer seine Studienlaufbahn beginnt, kommt schnell mit ihr in Kontakt: die Hochschulpolitik. Egal, ob dies direkt durch das Wählen des Studierendenparlaments oder durch eine vom AStA organisierte Veranstaltung indirekt geschieht. Die Hochschulpolitik ist überall. Doch an den Hochschulen sind nicht nur die Studienparlamente Austragungsorte von studentischer Mitbestimmung und Politik. Genauso wichtig sind die Gremien und Kommissionen in der Universitätsverwaltung, bei denen auch Studierende Mitspracherecht haben. Sie können darin über die Verwendung von Geldern bestimmen oder sich über die Verbesserung von Forschung und der Lehre beraten. Somit sind die Studis direkt daran beteiligt, wie die Studierendenschaft der RUB ihren Unialltag erleben.

Viele Möglichkeiten

An der RUB gibt es insgesamt fünf zentrale Kommissionen. Vier davon sind ständige Kommissionen: die Qualitätsverbesserungskommission (QVK), die Kommission für Forschung und Wissenstransfer (UKF), die Kommission für Lehre (UKL) und die Kommission für Planung, Struktur und Finanzen (UKP). Zusätzlich gibt es die Gleichstellungskommission, die sich um Dinge wie die Gleichstellung von Frauen und Männern oder die Vereinbarkeit von Familie und Uni kümmert. Die Mitglieder der Kommissionen werden vom Senat gewählt. Sowohl der Senat als auch die Gremien bestehen aus einer Mischung aus Studierenden, ProfessorInnen, wissenschaftlichen MitarbeiterInnen und Angestellten aus der Technik und Verwaltung. Dabei sind die Stimmen in den meisten der Beschlusskörper so aufgeteilt, dass eine Viertelparität besteht.
Das heißt, dass die vier Gruppen jeweils dieselbe Stimmmenge haben. Somit soll ein gleichberechtigter Austausch zwischen Studierenden und Angestellten sichergestellt werden.

Am Studium mitwirken

Einzig in der QVK gibt es eine andere Verteilung der Stimmmehrheiten. Denn anders als in den restlichen Gremien haben die Studierenden hier die Sitzmehrheit, wodurch die QVK ein zentrales Organ der studentischen Mitbestimmung ist. Insgesamt sieben studentische Mitglieder sind Teil der dreizehnköpfigen Gruppe, deren Vorsitz ebenfalls aus der Studierendenschaft gestellt wird. Aufgabe der QVK ist es, dem Senat Vorschläge zur Verwendung von Geldern, den Qualitätsverbesserungsmitteln, zu machen. Außerdem geht sie, zusammen mit der Universitätskommission für Lehre, Mängeln in den Lehr- und Prüforganisationen nach.
Die Empfehlungen, die dabei gemacht werden, betreffen unmittelbar das Leben der Studierenden. Zum Beispiel hat die QVK in letzter Zeit beschlossen, dass mehr Geld in den Ausbau der studentischen Lern- und Arbeitsbereiche in der Universitätsbibliothek fließen soll. Oder dass zusätzliche Stellen zur Verbesserung der Digitalisierungsstrategie beim Zentrum für Wissenschaftsdidaktik gefördert werden sollen.
Studierende sind somit ein wichtiger Bestandteil der universitären Verwaltung und haben Möglichkeiten, ihre Stimmen abseits der Seminarräume zählen zu lassen. Auch in Zukunft ist es essentiell, diese Orte der Beteiligung zu nutzen. Denn dadurch ist der erste Schritt zu einer Uni gegangen, die die Interessen der Personen widerspiegelt, für welche sie gebaut ist.

INFO:BOX

Seit kurzem ist die Viertelparität vermehrt Stichwort von Debatten. Grund ist ein Eckpunktepapier für ein Hochschulnovellierungsgesetz, welches die schwarz-gelbe Landesregierung verabschieden möchte. Darin wird vorgeschlagen, die Gruppenparität im Senat abzuschaffen. Der Vorschlag stieß auf Unmut in der Studierendenschaft, welche die studentische Mitbestimmung bedroht sieht. Mehr dazu in :bsz 1159 und :bsz 1157. 

:Stefan Moll

INFO:BOX

Gremien-Guide 

 
Partizipation.  Für Studierende gibt es Möglichkeiten, den Campus mitzugestalten. Ein kleiner Überblick.
 

Die Fachschaftsräte (FSRe)

Für Studierende ist es die erste Anlaufstelle, wenn sie Probleme oder Fragen zu ihrem Studienfach haben. Die Fachschaftsräte suchen aber auch Engagierte, die anderen Studierenden mit Rat und Tat zur Seite stehen, sich mit Dozierenden austauschen oder Einfluss auf die Gestaltung des Lehrplans nehmen.
 

FachschaftsvertreterInnenkonferenz (FSVK)

Die FSVK ist das Gremium, in dem die VertreterInnen aus den Fachschaftsräten regelmäßig zusammen kommen. Ihre Aufgaben: Austausch und gegenseitige Unterstützung der FSRe, Koordinierung von Campus-Projekten oder Beratung des AStAs.
 

Autonome Referate

Gegen Diskriminierung und mangelnde gesellschaftliche Gleichstellung setzen sich an der RUB gleich vier von AStA und StuPa unabhängige Referate ein. Dazu gehören das Autonome AusländerInnenreferat, das Frauen*Lesbenreferat, das Schwulenreferat sowie das Autonome Referat für Menschen mit Behinderungen und sämtlichen Beeinträchtigungen.
 

MZ und SKF

Du machst gerne Kunst oder Theater? Dann kannst Du Dich im Rahmen der Studentischen Programmkonferenz  des Musischen zentrums einbringen! Mehr Infos zu den öffentlichen Sitzungen findest Du im Moodlekurs: 
Studentische Programmkonferenz des MZ. Der Studienkreis Film beheimatet im HZO 20 das Kino der RUB. Dort kannst Du Klassiker sowie aktuelle Filme schauen oder sogar bei der Organisation und Planung des Programms mitmachen.             
        :bent
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