Intransparente Preispolitik beim Akafö. Studentische VertreterInnen in der Verantwortung
Wie wollen wir Wurst und Wirsing wuppen?

Das Essen auf dem Campus ist auf einmal so teuer! Warum überrascht uns das? Es stand im Geschäftsbericht des Studierendenwerks, die :bsz hat es angekündigt, es gibt studentische Vertreter im Akafö… wenigstens AStA und Studierendenparlament (StuPa) hätten was unternehmen können. „Die Kommunikation der Preisanpassungen ist verbesserungswürdig“, drückt Simon Gutleben, studentischer Vertreter im Akafö-Verwaltungsrat, es vorsichtig aus. Wichtig ist, wie es jetzt weitergeht.

Das Akafö hat auch in der Kommunikation mit den studentischen Vertretungen anscheinend viel falsch gemacht. Konkrete Zahlen zu den Preisanpassungen seien erst sehr spät verfügbar gewesen, so Simon Gutleben, der im Verwaltungsrat des Akafö mit zwei Kommilitonen die Studierendenschaft vertritt. Weil er also keine handfesten Zahlen hatte, habe er die studentischen Gremien nicht informiert. Das wird ihm zum Vorwurf gemacht, gegen den er sich am 15. Oktober bei der ersten Sitzung des StuPa verteidigen muss.

Studis dieser RUB: Wie wollt Ihr Euer Essen zahlen?

Die aktuelle Linie der Studierendenschaft, nach der er im Verwaltungsrat handelte, war die, dass das Verhältnis von Umlage (durch den Sozialbeitrag) und Eigenanteil (durch Preise) nicht geändert werden solle, so der PWG-Student Gutleben. Wenn die aktuelle Lösung nun von der Studierendenschaft nicht gewünscht ist, „brauchen wir eine größere politische Debatte“ um das Thema, fordert er.

„Auch an der RUB werden neue Strukturen im Essensangebot überlegt, hier werden in den nächsten drei Wochen weitere Gespräche stattfinden. Wir sind guter Dinge, dass wir eine Lösung finden, die alle Beteiligten akzeptieren werden“, sagt Akafö-Pressesprecher Ralf Weber der :bsz. Das Akafö hat seine Vorstellungen und die Preiserhöhung bereits durchgesetzt. Die studentischen Gremien müssen erst noch tagen, diskutieren, sich einig werden. Damit hat das Akafö die bessere Verhandlungsbasis.

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