Wuppertal unterschreibt VRR-Vertrag: RCDS-AStA der Bergischen Uni verlässt Kampagne „So nicht, VRR!“
VRR-Chef kommt nach Essen
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WDR-Interview vor der letzten VRR-Verwaltungsratssitzung vom 12.12.14 im Essener Rathaus: Marcus Lamprecht, Referent für Ökologie und Mobilität, AStA der Uni Duisburg-Essen. - Foto: USch
WDR-Interview vor der letzten VRR-Verwaltungsratssitzung vom 12.12.14 im Essener Rathaus: Marcus Lamprecht, Referent für Ökologie und Mobilität, AStA der Uni Duisburg-Essen.

Viele von Euch werden es bereits bei der Überweisung des um 6,30 Euro nach oben korrigierten Semesterbeitrags (siehe Seite 2) gemerkt haben: „Das VRR-Ticket wird um 4,20 Euro teurer und das NRW-Ticket um 2,10 Euro“, erläutert Leon Schmitz von der Grünen Hochschulgruppe. Ersteres entspreche einer Erhöhung von 3,8 und  letzteres von 4,5 Prozent, aber nur die Preissteigerung beim VRR-Anteil sei durch den noch aktuellen Vertrag begrenzt – nämlich auf 3,9 Prozent.

Dies ist zudem erst das Vorgeplänkel zu den drastischen Preiserhöhungsplänen von bis zu 50 Prozent, zu denen sich VRR-Vorstand José Castrillo am Donnerstag, den 5. Februar,  ab 18 Uhr einmal mehr vor den Studierenden verantworten wird – diesmal an der Uni Duisburg-Essen (UDE) im Neuen Audimax  des Campus Essen (R14 R00 A04).

Derweil hat der von der CDU-Hochschuljugend „Ring Christlich-Demokratischer Studenten“ (RCDS) geführte AStA der Bergischen Universität Wuppertal (BUW) am 23. Januar als erste große Uni im VRR-Bereich angekündigt, den neuen Vertrag unterzeichnen zu wollen und damit aus der gemeinsamen Kampagne der NRW-ASten „So nicht, VRR!“ auszuscheren. Marcus Lamprecht, Ökologie- und Mobilitätsreferent der UDE, bezeichnet die damit verbundene Schwächung der Verhandlungsposition in einem Beitrag der UDE-Campuszeitung ak[due]ll als „totale Entsolidarisierung“. Zudem habe der BUW-AStA „eine Klausel mit dem VRR vereinbart, dass alle nachträglichen Verbesserungen, die die anderen ASten mit ihrer Kampagne erstreiten, auch für sie gelten“ und lasse somit andere ASten kämpfen, um selbst davon zu profitieren. Hinter der Kampagne stünden laut Lamprecht jedoch immer noch 190.000 Studierende, von denen immerhin fast 2.000 via Facebook ihre Teilnahme bei der Veranstaltung am Donnerstag in Essen angekündigt haben.