Sommer, Sonne, Palmen: Mit kleinem Budget entlang der französischen Riviera
Voyage, voyage ...
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Leben wie Gott in Frankreich: Geht auch ohne Kohle. Foto: kac
Leben wie Gott in Frankreich: Geht auch ohne Kohle.

… sur l’eau de France. Im Original reist Sängerin Desireless zwar durch andere Länder, für mich jedoch war es mein erster road trip zur französischen Riviera.

Über Saint-Tropez, Cannes und Monaco bis zu den Alpen hin – normalerweise ein teurer Spaß, doch durch langes Suchen, Vergleichen und Tricksen habe ich es mit Minimalbudget geschafft

Die Reise begann in Düsseldorf. Meine Reisebegleitung und ich fuhren bis Eindhoven zum Flughafen. Die Fahrt glich einem Wettrennen gegen die Zeit, denn wir hatten verschlafen, um vier Uhr morgens. In Marseille angekommen, holten wir unser kleines Mietauto ab, das wir vorher im Internet gefunden hatten. Die Tasche vollgepackt mit Reiswaffeln, fuhren wir endlich die Küste entlang. Das Meer schimmerte in unzähligen Blautönen, die sich durch Wind und Sonne jede Sekunde änderten. Auf den Spuren von Picasso und Gérard Depardieu trafen wir auf das alljährliche Omelette-Fest in Saint-Aygulf, eine kleine hübsche Stadt (in der Nähe von Fréjus), die das Werk des Huhns damit ehrt, dass hunderte von Eiern in einer riesengroßen Pfanne gebrutzelt werden. Natürlich bekamen die BesucherInnen eine Kostprobe – zum Glück, denn das war für uns das erste warme Gericht seit Tagen. So schön die Landschaft auch ist, so teuer ist nämlich auch das Essen. Wem die bäuerlichen Feste nicht zusagen, kann den ganzen Sommer die Yacht-Shows betrachten, die nicht einfach nur nach Reichtum aussehen, sondern Denkmäler bonziger Dekadenz darstellen.

Voyage, voyage ne t’arretes pas... Nach so vielen Luxusyachten steige ich nun in den Zug und fahre nach Schweden, wo die Welt mit ihren kleinen alten Dampfschiffchen noch in Ordnung ist. Hej då!

:Katharina Cygan