Bochumer Student reist mit Stipendium zum WWDC
Von Bochum nach Kalifornien
Bild: juma
Heiß begehrt: Die Apps von RUB-Studi Jan-Niklas Freundt wurden bereits über eine Million Mal heruntergeladen. Bild: juma
Heiß begehrt: Die Apps von RUB-Studi Jan-Niklas Freundt wurden bereits über eine Million Mal heruntergeladen.

IT. RUB-Student Jan-Niklas Freundt  nahm an der Worldwide Developers Conference (WWDC) des amerikanischen Apple-Konzerns teil.

Er ist einer von nur 350 Studierenden und SchülerInnen, die weltweit die Chance hatten, an der EntwicklerInnenkonferenz teilzunehmen. Möglich machte die erneute Teilnahme wie bereits 2016 die Programmierung einer Entwicklungssoftware – genauer gesagt eines Playgrounds für eine solche Software. Als Playground bezeichnet man appähnliche Programme, zu deren Entwicklung auf Programmier-Lern-Tools zurückgegriffen wird. Der Student und nebenberufliche App-Entwickler konnte die Jury mit einem Puzzle überzeugen und so sein Ticket für die EntwicklerInnenkonferenz lösen. „Das Puzzle ist mit einer Story verknüpft. Es geht darum, dass man im Spiel die Dekoelemente im Innenraum der WWDC nach einem Erdbeben wieder zusammenstellt. Schafft man es, ist die Konferenz gerettet und Tim Cook tritt auf“, erklärt Freundt seinen Playground. Durch die Einarbeitung der spielerischen Elemente konnte er seine Idee direkt weiterverwerten und so sein Portfolio von 50 entwickelten Apps, die zusammen bereits über eine Million Mal heruntergeladen wurden, erweitern. 

Kult und Nerds

In Kalifornien hatte der Student der Angewandten Informatik nicht nur die Möglichkeit, erneut auf den Konzernchef Tim Cook zu treffen, sondern auch mit Gleichgesinnten über die Arbeit als ProgrammiererIn zu diskutieren. „Es ist toll, mit so vielen Leuten auf einem Haufen zu sein, die sich fürs Programmieren interessieren“, resümiert Freundt die Woche in den USA.
Neben dem Programmieren standen bei der diesjährigen WWDC Apple-bezogenes Sightseeing auf dem Programm. Der Apple-Park und das Steve-Jobs-Theater in Cupertico als Anziehungspunkte junger IT-Interessierter. Doch neben dem Applefan-Pflichtprogramm geht es dem 22-Jährigen hauptsächlich um die Arbeit mit den kleinen, nützlichen Programmen: „Mir macht das Programmieren an sich Spaß und nicht nur die Szene, die damit in Verbindung gebracht wird.“ Freundt versteht seine Arbeit als pragmatisch und sieht Möglichkeiten, mit den von ihm programmierten Apps den Alltag zu erleichtern oder Menschen wenigstens Spaß zu bereiten.    

    :Justinian L. Mantoan