Parlament tagt nach Zwangspause wieder
Viel nachzuholen im StuPa
Bild:kjan
Der Glaskaste an der UB: Hier findet Ihr bald Infos zum Repair-Café, der Fahrradwerkstatt und mehr.

Hoschulpolitik. Nach einer durch die Corona-Krise bedingten Zwangspause tagte am 17. Juni das Studierendenparlament zum vierten Mal. Dementsprechend gab es viel zu besprechen. Es folgen: Fahrradwerkstatt, Zeiterfassung aber keine Sozialbeitragsminderung.

Viel ist passiert seit dem Beginn der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie und des in diesem Zusammenhang entschiedenen Lockdowns der Ruhr-Universität. Auf der ersten Sitzung des Studierendenparlaments seit der Wahl des neuen AStA am 17. März gab es dementsprechend viel zu besprechen. In den knapp fünf Stunden ging es unter anderem um anstehende Neuerungen für die Studierenden im nächsten Semester, neue Räumlichkeiten für den AStA und die aktuelle Situationen zwischen dem Landes-ASten-Treffen (LAT) und dem AStA der Ruhr-Universität. Letzterem werden wir in der nächsten Ausgabe noch mehr Platz widmen, diesmal also erst mal die anderen Themen. 

Auf eine Frage des RCDS wurde über die Höhe des Sozialbeitrags und eventuelle Rückzahlungen aufgrund des durch die Corona-Krise eingeschränkten Angebots gesprochen. Stellvertretender Sprecher des StuPa und Vorsitzender des Verwaltungsrats David Semenowicz merkte an, dass eine Erhöhung aktuell nicht geplant sei, und auch als Lösung zur Überbrückung von Engpässen nicht angedacht ist. Finanziell stehe es gut um das Akafö, nur die Leerstände bei den Wohnheimen sorgen für verringertes Einkommen. Um Entlassungen und längerfristige Schäden am Angebot des Akafö zu vermeiden sei jedoch auch eine Senkung oder Rückzahlung des Beitrags nicht im Gespräch. Allgemein wurde darauf hingewiesen: Es sei im Interesse aller Studierenden, dass das Akafö auch in Zukunft seine Aufgaben erfüllen könne.

AStA-Vorsitzender Ron Agethen berichtete im nächsten Tagesordnungspunkt und stellte zuerst den neuen AStA vor. Daraufhin sprach er kurz über die Nutzung der Videokonferenz-Software Zoom, die von der Ruhr-Universität als Lösung für die Online-Lehre adoptiert wurde. Viele der kritisierten Sicherheitslücken seien mittlerweile behoben, trotzdem suche die RUB weiterhin nach potentiellen Alternativen. Eine größere Neuerung werden auch die neuen Studierendenausweise sein. Diese werden mit einem neuen Chip-System ausgestattet, welches nicht mehr unbedingt ein Lesegerät bedarf, sondern auch mit dem Smartphone gescannt werden kann. Für Studierende, die kein Smartphone besitzen, wird es weiterhin möglich sein ein Lesegerät zu benutzen, welches für den gleichen Preis wie das Aktuelle angeboten werden wird.  Erfreuliche Nachrichten gibt es auch zu dem „Glaskasten“ neben der UB: Die derzeit leerstehenden Räumlichkeiten können nun durch den AStA für das Repair-Café und die Fahrradwerkstatt genutzt werden. Von den Auswirkungen des Hackerangriffs seien die Systeme des AStA verschont geblieben, so Agethen.

Ein Upgrade der Software zur Zeiterfassung der Angestellten der Ruhr-Universität wurde durch das Studierendenparlament vorerst nicht bestätigt, da die benötigten drei Angebote nicht eingeholt wurden, obwohl die Höhe der Kosten das verlangt. Von Seiten des AStAs heißt es jedoch, es bedürfe keiner drei Angebote. Außerdem argumentierten sie, dass an der Uni bereits die für die Nutzung von AIDA – der Zeiterfassungssoftware – nötige Hardware installiert sei, und eine Umstellung auf einen anderen Anbieter auch dort Kosten erzeugen würde. Ähnlich verlief es bei der Versicherung für die Nutzung des Glaskastens durch den AStA: Es wurden zwar drei Angebote eingeholt und vorgestellt, Parlamentarier:innen kritisierten jedoch, dass die eingeholten Angebote ihnen nicht zugesandt wurden,  weshalb die Abstimmung vertagt wurde.

:Jan-Krischan Spohr