An der Castroper Straße rollt der Ball wieder
VfL startet in die neue Saison

Fußball. In der 45. Spielzeit der 2. Bundesliga geht es auch für den VfL Bochum voraussichtlich wieder um Aufstieg oder Klassenerhalt.

Die vergangene Saison begann für den VfL Bochum eben so unruhig wie sie sich auch fortsetzte. Zwar sprach man damals – wie so oft – vom Aufstieg ins Fußballl-Oberhaus, doch was folgte, war die Ausgliederung der Profi-Abteilung (:bsz 1143) und Stimmungsstreik der Ultra-Gruppen (:bsz 1155).
Man bangte kurzzeitig um den Klassenerhalt (:bsz 1160), spielte danach jedoch kurzzeitig um den Aufstieg. Dass es in dieser Saison ruhiger zugehen könnte, zeigte bereits die Stimmung vor Saisonbeginn im Trainingslager. Nichts ist mehr zu sehen von dem Durcheinander der vergangenen Spielzeit. Auch Abwehr-Routinier Tim Hoogland ist sich im Gespräch mit der FUNKE-Mediengruppe sicher: „Eine Saison wie im letzten Jahr wird es nicht noch einmal geben.“ Ob man aufsteigen werde, wollte der 33-jährige nicht sagen, aber die Mannschaft rechne sich Chancen aus.

Volles Haus

Trainer Robin Dutt ist es gelungen, die Mannschaft zu stabilisieren, wenig ist noch zu erkennen vom abstiegsgefährdeten VfL Bochum.
Das erste Heimspiel der Saison gegen den 1. FC Köln war erwartungsgemäß ausverkauft, auch auf der Osttribüne herrschte gute Stimmung. Doch auch wenn Trainer und Mannschaft die internen Querelen scheinbar überwunden haben, einige Akteur*innen wurden noch nicht wieder ins Boot geholt. Die Ultras des VfL Bochum setzen ihren Protest gegen die Ausgliederung der Profiabteilung fort. Bereits am ersten Spieltag herrschte nach Grönemeyers „Bochum“ Stille unter den sonst lautstarken Anhänger*innen. Dass der Protest in Kürze enden wird, ist nicht abzusehen. Aus internen Kreisen heißt es, man werde in der aktuellen Saison nicht organisiert ins Stadion gehen, sondern die Stimmung weiterhin boykottieren. Die etwa 300 zum Saisonauftakt anwesenden Ultras hielten Wort – beziehungsweise den Mund. Auf groß angelegte Choreografien wird man an der Castroper Straße wohl bis auf weiteres verzichten müssen. Die Auftaktniederlage gegen Köln wurde von den Fans jedenfalls schon verdaut, auswärts gegen den MSV Duisburg gelang – unter dem Jubel der mitgereisten Fans – der erste Sieg der Saison.

:Justin Mantoan