Subkultur oder Mainstream? Was Studis und ExpertInnen von Veganismus halten
Veni, vidi, Veggie!
Foto: W-Film
Aus dem Film „Im Namen der Tiere“: Auch ohne tierische Proteine kann man ganz schön Muskeln aufbauen. Foto: W-Film
Aus dem Film „Im Namen der Tiere“: Auch ohne tierische Proteine kann man ganz schön Muskeln aufbauen.

Vegane Ernährung ist nicht mehr länger eine Randerscheinung – sie ist fest in den Mainstream integriert. Der neue Film „Im Namen der Tiere“ hat sogar unseren Redakteur Benni zum Vegetarier werden lassen – zumindest vorübergehend. Wir haben Studis an der RUB gefragt, was sie von dem vegan lifestyle halten und wie sie das Angebot an der RUB und in der Umgebung finden.

Clara, 21:

“Vegan macht aus ökologischer Sicht bestimmt Sinn. Ich selber war fünf Jahre lang Vegetarierin, aber ich mag Fleisch einfach zu gerne, um darauf verzichten zu können.“

Arina, 30:

„Wenn Leute so leben möchten, ist mir das egal. Ich habe selber drei Jahre lang vegetarisch gelebt, aber es ist schwierig, auf Fleisch zu verzichten. Fast überall sind tierische Produkte drin.“

Svenja, 28:

„Ich lebe seit einem Jahr vegan. Ich war aber vorher schon Vegetarierin, seit ich 13 bin. Das Angebot an der Uni nehme ich eigentlich nie wahr, ganz selten gehe ich zu dem Biobäcker im CampusCenter. Aber meistens bringe ich mir was von Zuhause mit.“

Tugce, 21:

„Ich bin keine Vegetarierin, bin da in meiner Meinung aber auch recht frei. Ich finde es okay, wenn Leute vegan oder vegetarisch leben. Das Angebot an der Uni halte ich für in Ordnung. Aber gegen eine Erweiterung habe ich auch nichts.“

Laurin, 22:

„Ich bin für vegane und vegetarische Angebote. Trotzdem sollte man bedenken, dass vegane Ernährung gerade bei Kindern schwierig ist, besonders für die Knochen im Wachstum. Aber bei Studis ist das ja egal, da kann man das Angebot auch erweitern.“

Anton, 31:

„Ich bin selber kein Veganer oder Vegetarier, aber ich esse wenig Fleisch. Das Angebot in der Mensa ist ziemlich gut. Ich, als Fast-Vegetarier, werde da immer gut satt und ich denke, dass die RUB da vergleichsweise gut aufgestellt ist.“

Coco, 22:

„Ich denke, dass das Angebot in Dortmund besser ist. Ich selber bin seit vier Jahren Veganerin. Hier an der RUB gehe ich selten in die Mensa – was mir da fehlt ist ein veganes Tagesangebot, wie der Sprinter zum Beispiel. Wer isst schon gern jeden Tag Nudeln? Das ist schon doof.“ (Anm. d. Red.: tatsächlich gibt es ein veganes Gericht pro Tag)

Andrea, 28:

„Ich bin Fleischverfechterin! (lacht) Mir ist egal, was andere machen, solang sie mich nicht nerven. Ich denke, Fleisch ist normal. Ich esse aber nur so einmal die Woche Fleisch, weil ich so eine Tierliebhaberin bin. Und dann auch nur aus guter Haltung – Massentierhaltung ist scheiße. Dass das Angebot weiter ausgebaut wird, ist für mich völlig okay. Ich habe ja selber drei Jahre vegetarisch gegessen.“

Sandra, 27:

„Ich seh das wie Andrea. Ich war selber auch drei Jahre Vegetarierin. Dann habe ich erst wieder angefangen, Fisch zu essen. Das war dann aber irgendwie auch nur halbherzig und dann hab ich auch wieder Fleisch gegessen. Tja, was soll ich sagen, am Ende wohl wegen fehlender Disziplin.“

 

Tierfrei auf dem Campus

Vegan ist schon lange kein Trend mehr, sondern ein Lifestyle. Besonders unter Studis etabliert sich dieser mehr und mehr. Mittlerweile ist veganes Essen an der RUB fast überall zu bekommen. Damit keine Studis hungrig auf dem Campus umherwandeln müssen, verraten wir Euch, wo Ihr Essen ohne tierische Zusätze findet.

Das KulturCafé

Mit veganem Salat und belegten Baguettes und Brötchen ist das  KulturCafé eine der ersten Anlaufstellen für VeganerInnen.  

Die Caféten

Die Cafeterien in den Gebäuden bieten zumindest Brötchen mit veganem Aufstrich oder veganem (Fleisch-)Ersatz. Zusätzlich findet man dort vegane Soja-Trinkschokolade. In der Caféte des Studierenden Service Center (SSC) gibt es noch täglich eine vegane Suppe für wenig Geld. Und manchmal ist sogar der Henkelmann vegan.

Café insgrüne

Im CampusCenter bietet das Café insgrüne Kaffeespezialitäten mit Sojamilch an. Daneben gibt es noch eine Vielzahl von Biobackwaren, die alle vegetarisch und zu 50% sogar komplett ohne tierische Zusätze sind.

Mensa

Vegetarische Bolognese mit Vollkornnudeln ist immer vegan. Dennoch muss man etwas Glück haben, wenn man in der Komponente auf tierfreies Mittagessen hofft.

Q-West

Im Q-West könnt Ihr schon für 2,80 Euro eine vegane Pizza erhalten. Es lohnt sich aber auch, nach anderen Gerichten Ausschau zu halten, denn hin und wieder gibt es auch dort andere vegane Gerichte.

 
:Sarah Tsah & 
:Kendra Smielowski 
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