Rundgang Kunst: Studierende der TU Dortmund prämiert
Unspektakulär, alltäglich, mutig
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Volles Haus in der IDFactory: Der Rundgang Kunst der TU Dortmund war gut besucht und überzeugte mit Vielseitigkeit. Foto: tims
Volles Haus in der IDFactory: Der Rundgang Kunst der TU Dortmund war gut besucht und überzeugte mit Vielseitigkeit.

Der „Rundgang Kunst“ der TU Dortmund 2016 umfasste herausragende Leistungen der Studierenden aus dem gesamten Studienjahr und prämierte die besten Arbeiten in den Disziplinen Fotografie, Graphik, Malerei sowie Plastik und Interdisziplinäres Arbeiten. 

Insgesamt 200 Werke von 130 jungen KünstlerInnen konnten auf dem jährlichen „Rundgang Kunst“ des Instituts für Kunst und Materielle Kultur betrachtet werden. Dieser fand in diesem Jahr in der IDfactory – dem direkten Arbeitsbereich der Studierenden – statt. 

Für die besten Ausstellungsstücke verlieh Rektorin Prof. Ursula Gather den Kunstpreis in vier Kategorien, der mit je 500 Euro dotiert ist, den IDfactory-Preis in zwei Kategorien sowie den Editionspreis. „Eine starke künstlerische Lehre, die auch in Düsseldorf, Berlin oder Münster wahrgenommen wird“, sagt Professorin Ursula Bertram und verweist auf die Qualität des Instituts und der ausgestellten Arbeiten.

Grafiken, Gemälde, Installationen

In der Disziplin „Graphik“ gewann Jannis Sturm mit „Sturmgebiete“, der selbst an Körperlandschaften arbeitet und „die Auseinandersetzung mit seinen Zeichnungen zu einem beeindruckenden Erlebnis macht“, lautete die Begründung der Jury. 

Eleonora Bartel überzeugte in der Disziplin „Fotografie“ mit ihrer Arbeit „Projektionsstoff“ und projizierte massive Betonarchitektur auf leichte Stoffbahnen aus Gaze, die sich im Wind bewegen. 

Katja Mudraya erhielt den Kunstpreis in der Disziplin „Malerei“ und verzichtete dabei auf spektakuläre Motive. Stattdessen erhebt sie etwas alltägliches zum Gegenstand, beispielsweise einen Müllplatz.

Für drei Arbeiten erhielt Benedikt Wessel den Kunstpreis in der Kategorie „Plastik und Interdisziplinäres Arbeiten“. Seine Formen wuchern in Räume und setzen sich aus erkennbaren Flächen zusammen, deren Schichtungen offen sichtbar bleiben. 

Für die Jury „eine eigene unverwechselbare Notierung.“ Die weiteren Preise gingen an Julia Batzdorf mit ihrer Arbeit „Gleam“ (IDfactory-Preis), Oanh Nguyen mit „bezuglos“ (Förderpreis) und Sergej Davydov, der den Editionspreis für seine Malerei „Erdbeer-Schnitte“ verliehen bekam. 

:Tim Schwermer