Kommentar: Plakate, Internet, Mundpropaganda: Wohl nicht genug Medien, um Studis zu erreichen
Un(i)informierte Studis

Vergangene Woche fand die Urabstimmung über das Semesterticket statt. Monatelang hat die FachschaftsvertreterInnenkonferenz (FSVK) die Fachschaftsräte gebeten, ihre Studierenden über die Wahl aufzuklären, auch der AStA zeigte mithilfe einer Info-Seite auf seiner Homepage, welche zwei Möglichkeiten zur Abstimmung stehen. Anscheinend kamen die Aufklärungsversuche trotzdem nicht bei allen an, selbst bei Peter Kardell, dem Verwaltungs-Amtmann der RUB, nicht.

Am Montag, den 22. Juni schickte Herr Kardell die erste Info-Mail über die Urabstimmung, nicht früher als 20 Uhr. Schön, dass somit der erste Wahltag für die Studis verloren ging, die vielleicht weder nach links noch nach recht schauend über den Campus laufen und vorher noch nie eine universitäre Wahlkabine zu sehen bekamen – ja, solche soll es geben. Doch nicht nur die späte E-Mail, sondern auch die verwirrende Formulierung seitens der Verwaltung haben für viele Fragen der Studis gesorgt. Am nächsten Tag, genau zur selben Zeit, hat Herr Kardell seine unglückliche Information über die Preiserhöhung des VRRs noch ein Mal richtig gestellt. Der zweite Tag, der dann möglicherweise verloren ging.

Verwirrte Gesichter auf der Uni-Brücke und in der Mensa

Am Mittwoch in meiner Mittagspause in der Mensa hörte ich fünf Studierende am Tisch hinter mir, wie sie sich darüber unterhielten, wann die Urabstimmung denn nun endlich stattfinden soll. Ich gab ihnen eine :bsz, in der stand, dass wir, die Redaktion, schon wählen waren und sie sich zur Zeit mitten in der Wahlwoche befinden.

Auch auf der Uni-Brücke kamen immer wieder Studis zu dem AstA-Info-Tisch, um zu erfahren, worum es bei der Wahl gehen soll.

Erschreckend, dass die Urabstimmung anscheinend nicht jede Person erreicht hat. Liegt es jetzt an der Wahlkampagne, die nicht präsent genug war, oder an den desinteressierten Studis, die wie Roboter auf dem Campus nur auf ihre Uni-Kurse programmiert sind? Vielleicht hätten die Lehrkräfte darauf hinweisen können, dass wir wählen gehen sollen, oder der AStA muss demnächst alle Studis per Megafon einzeln ansprechen.      

:Katharina Cygan