LokalpolitikerInnen und Immobilienfirmen: Die Zukunft des Stadtteilzentrums
Uni-Center hat noch viele Probleme
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Postkommunistischer Charme: Dies ist kein Einkaufszentrum in Donezk, sondern der erste Stock des Uni-Centers. Foto: mar
Postkommunistischer Charme: Dies ist kein Einkaufszentrum in Donezk, sondern der erste Stock des Uni-Centers.

Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und Bezirksbürgermeister Helmut Breitkopf (beide SPD) wollen das Uni-Center aufwerten. Wie „derwesten.de“ berichtet, haben sich beide das Einkaufs- und Wohnquartier an der RUB angesehen und für dreckig, ungepflegt und mit zu viel Leerstand versehen befunden. Die Firma Grand City Property (GCP), die das Uni-Center zum 1. Januar 2016 übernommen hat, sieht es bereits im Aufschwung; der Mieterverein hingegen sagt, dass seit GCP die „Klagen der Mieter wieder zugenommen“ hätten.

Der Mieterverein vertritt nach eigenen Aussagen viele Mietparteien im Uni-Center. Daher könne er von einem „erheblichen Renovierungsrückstand“ berichten. Laut GCP wurden dagegen seit Übernahme „circa 30 Wohnungen renoviert und an neue Mieter übergeben“.

Während auch der Mieterverein Versammlungen organisiert, schreibt sich auch GCP eine verstärkte Betreuung von AnwohnerInnen und EinzelhändlerInnen auf die Fahne: In der Querenburger Höhe 280 entstand ein Service-Büro, das dreimal die Woche geöffnet hat, es gebe eine 24/7-Service-Hotline und im Juni hat die Immobilienfirma ein Sommerfest für die BewohnerInnen des Uni-Centers veranstaltet.

Ganz viele Ladenlokale stehen leer

„Ein Leerstand im Wohnbereich“ sei „bereits kurz nach der Übernahme quasi nicht mehr vorhanden“, so Katrin Petersen, Sprecherin von GCP.

Der Leerstand im gewerblichen Bereich hingegen ist augenfällig: Richtung Schwimmbad stehen viele Ladenlokale leer, manche davon seit Jahren, andere beherbergen immer mal wieder kurzlebige Geschäfte. An einem Schaufenster klebt noch das Logo der Freihafen-Galerie, eines nichtkommerziellen Kultur- und Sozialzentrums. Ob GCP die Ladenlokale statt leer stehen zu lassen nichtkommerziellen, studentischen Projekten zur Verfügung stellen will, dazu hat die Firma sich nicht geäußert.

Geht man in den ersten oder zweiten Stock des zentralen Gebäudekomplexes, offenbart sich, dass der Leerstand noch größer ist, als die Ecke Richtung Schwimmbad. 

:Marek Firlej

 

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