Kommentar: Sinn und Unsinn des Sommerfests der Ruhr-Uni
Uni ≠ Party

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Das alljährliche Sommerfest der RUB steht vor der Tür: Unzählige Facebook-Veranstaltungen wurden für ein und dieselbe Party erstellt, zudem auch noch mit verschiedenem Inhalt. Gerüchte über die Biermarke nahmen kein Ende. Wird es Fiege sein oder doch König Pilsener?

Groß geworben wird damit, dass die Party einen kostenlosen Eintritt hat. Was doch verständlich sein sollte, da einige am Mittwoch, den 18. Juni, auch nach 16 Uhr Veranstaltungen haben und es unfair wäre, Eintritt für das Campusgelände zu verlangen, damit man zum Beispiel eine Vorlesung besuchen dürfte an dieser öffentlichen Institution. Viele der Studierenden freuen sich auf das Fest, doch es gibt auch die andere Seite. Denn genauso viele verstehen den Sinn dieser Veranstaltung nicht und beschweren sich, dass ein Teil des Sozialbeitrags für so etwas verwendet wird.

Ein Uni-Fest sollte von Studierenden für Studierende sein, die natürlich Freunde und Familie mitbringen dürfen. Doch sollte eine studentische Party nicht auch studentische Preise anbieten? Ein Beispiel: eine 500g-Packung Couscous kostet im Schnitt zwei Euro, eine 300g-Packung Rosinen 90 Cent. Bereitet man dieses zu, hat man ein Essen für circa sechs Personen. Das macht ungefähr 50 Cent pro Person; berechnet man noch Strom, Abstellplatz und Arbeitszeit, komme ich trotzdem nicht auf einen Preis von über fünf Euro für eine kleine Schale Couscous  auf dem Sommerfest. Will man dazu noch ein Bier oder Softgetränk, gibt man fast zehn Euro in den ersten 40 Minuten aus; dabei fängt das Fest schon um 16 Uhr an und bis zum Feuerwerk sind es etwas über sechs Stunden. Die Universität sollte bei einer Party mehr darauf achten, wie das Portmonee der Studierenden aussieht, denn bekanntlich haben wir nicht so viel Geld.

Zum Glück können wir uns in Plastikbehältern eigene Getränke mitbringen. Noch einen Trost haben wir auch: Auf unserem Sommerfest bleibt der Lokalpatriotismus erhalten und wir können weiterhin Fiege kaufen. Wenigstens hier schaute sich die Veranstaltungsagentur „UNIversaal“  nicht alles von Bochum Total ab, wenn sie sich schon sehr an der Total-Preisliste orientiert hat.