Alltagstipps fürs Studium
Uni-Überlebenskunst
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I will survive: Nützliche Alltagstipps rund ums Sitzen  und Sitzungen. Bild: sat
I will survive: Nützliche Alltagstipps rund ums Sitzen und Sitzungen.

Survival-Guide. So ein Uni-Alltag ist recht lang – dabei ist es wichtig, den Tag  bequem zu meistern, um dann wieder von Neuem zu beginnen. Es folgen ein paar Tipps.

Der Stress beginnt eigentlich vor der Uni: der Weg dorthin. Viele Studierende sind auf die U35 angewiesen. Nun möchte ich nicht prahlen, aber in meiner Studi-Zeit behaupte ich kühn, dass ich zu 80 Prozent einen Sitzplatz bekomme. Gut, dazu muss auf der sozialen Ebene ein Abstrich geleistet werden. Zum Beispiel dürft Ihr niemals Rücksicht auf eineN Kommilitone*in oder Freund*in nehmen. Wer zu langsam ist, muss stehen. Vorsicht auch bei Gehbehinderten, betagten Fahrgäst*innen und Schwangeren: Der Respekt gebietet es für, diese Bahnbenutzer*innen den Platz zu räumen. Daher schnell eine Tür weiter gehen oder erst gar nicht auf die dafür vorgesehenen Plätze setzen. Wenn es nicht anders geht, dann unbedingt den Platzt an der Fensterscheibe nehmen. Denn die Nebenperson am Eingang muss dann zuerst aufstehen.  
Zu Stoßzeiten kann auch ich mit meinen unsozialen Tipps nicht immer einen Platz garantieren. Besondere zu Beginn des Semesters muss daher mindestens eine U-Bahn früher als pünktlich bestiegen werden. Auf lange Sicht ist ein Umzug zu empfehlen – meidet dabei unbedingt die U-Bahnstationen zwischen Hauptbahnhof und Uni. Am besten sucht Ihr Euch etwas vor dem Hauptbahnhof: Sitzplatz garantiert.

Zu Besuch bei Alma Mater

Ist die Anfahrt überwunden, geht’s weiter in den Hörsaal. Dort angekommen, muss die anfängliche unsoziale Attitüde weichen. Setzt Euch nicht an den Rand! Das hat zwei Gründe: Die Bitch-Moves aus der U35 fürs Karma wieder wett machen und aus reiner Bequemlichkeit. Nehmen wir an, der Hörsaal ist pünktlich erreicht – Bravo. Dann gehört Ihr zur Ausnahme. Weitere Studis werden folgen, auch nach der akademischen Viertelstunde. Und wer muss dann immer am Rand aufstehen und stört damit die Vorlesung? Richtig, daher in die Mitte rutschen.


Die Natur in Euch

Hunger darf nicht unterschätzt werden. Um auf Dauer Eure Kosten gering zu halten, solltet Ihr gut im Voraus planen. Andernfalls müsst Ihr Eure halbe Stunde Pause mit Anstehen verbringen. Etwa zehn Minuten früher die Vorlesung zu verlassen, geht leider nicht, da wir in der Mitte sitzen und kein Wort verpasst werden darf. Kekse oder Obstriegel sind gute Helfer, um den ersten Hunger zu überwinden. Wer Zeit für eine größere Mahlzeit hat, kann sich zwischen KulturCafé, Mensa, Bistro oder Q-West gern frei entscheiden. Ein Dauerrenner sind die Nudeln aus der Mensa – doch postprandiale Müdigkeit (medizinisch: Fresskoma, Schnitzelstarre) können die Folgen sein.
Weitere Folgen sind leider unausweichlich und müssen an dieser Stelle ebenfalls angesprochen werden. Wohin, wenn das Stille Örtchen ruft? Still wird es bei über 40.000 Studierenden leider nicht wirklich, allerdings gibt es einige Insider-Pots. Die redaktionellen Präferenzen liegen bei den Mensa-Toiletten. Dafür spricht das weiche Toilettenpapier. Auch kommt das Gefühl auf, dass dort besonders häufig und gründlich gereinigt wird. Wer es lieber ruhig mag und auf Komfort-Toilettenpapier verzichten kann, sollte unbedingt die Toiletten in GABF 04 ausprobieren. Kaum eine Menschenseele befindet sich dort. Außerdem sind dort mehrere Klos, sodass sich nicht auf einmal eine Warteschlange genau vor Eurer Kabine bildet.
So, Kopf voll – Darm leer. Ein erfolgreicher Uni-Tag ist vorbei. Jetzt noch einmal den Assi raushängen lassen und sich einen Sitzplatz in der U35 ergattern.

:Sarah Tsah

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