Installationen in Unna erhellen den ILAA
Und es ward Licht
Foto: Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna/Frank Vinken
gleichend erfüllt Saturo Tamuras „Point of Contact for Unna“ den Raum mit ungleichmäßig gleißendem Licht. Foto: Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna/Frank Vinken
gleichend erfüllt Saturo Tamuras „Point of Contact for Unna“ den Raum mit ungleichmäßig gleißendem Licht.

Lichtkunst. Zum zweiten Mal verlieh das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna den International Light Art Award (ILAA). Bis zum 3. September können sich BesucherInnen in den Bann ziehen lassen. 

Weithin leuchtend – tief unter der Erde strahlend“ illuminiert das Zentrum für Internationale Lichtkunst die Kellerräume der ehemaligen Lindenbrauerei Unna. Die zweite Auflage des ILAA konnte in Partnerschaft mit der innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft realisiert werden. Für den offenen Wettbewerb erreichten fast 300 Bewerbungen aus 41 Ländern die Jury. Unter dem Vorsitz des amerikanischen Lichtkünstlers Keith Sonnier wählte die Jury drei FinalistInnen: Vroegop/Schoonveld (Niederlande), Tilman Küntzel (Deutschland) und Satoru Tamura (Japan). 

Sehen und gesehen werden

Zur Realisierung ihrer raumbezogenen Konzepte stellte das Museum den KünstlerInnen die Tonnengewölbe der ehemaligen Brauerei zur Verfügung. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis solle aufstrebenden KünstlerInnen eine Plattform von internationaler Reichweite geben. „Mit den extrem großen Flächen, die wir hier anbieten können, hat noch keiner von den drei Finalisten gearbeitet“, erklärt Christofer Schmidt, der das Projektbüro ILAA leitet. Neben Staatssekretär Bernd Neuendorf und Werner Kolter, Bürgermeister der Kreisstadt Unna, folgte unter anderem auch Kunstsammler Carl-Jürgen Schroth der Einladung zur Ausstellungseröffnung. 
 

Mehr Licht!

Preisträger wurde der japanische Künstler Saturo Tamura mit seinem „Point of Contact for Unna“. Das Grundmotiv seiner Arbeit sei ein Funke, erzählt Tamura. „Manchmal entstehen Funken, wenn ich einen Stecker in die Steckdose stecke oder ihn entferne. Die Idee, mit Licht zu arbeiten, entstand in solch einem Moment.“ Die übergroße Realisierung eines offenen Schalters vereint natürliches und künstliches Licht in einem symbiotischen Kreis. Schließt sich dieser, erhellt eine meterhohe Säule aus Glühlampen die Gewölbe des Raumes. Dem Künstler ginge es um „pure, selbstreflexive Werke ohne weiterführende Bedeutung“, so Jurorin Christina Kubisch bei der Verkündung. Die Arbeiten der drei FinalistInnen sind vom 22. April bis zum 3. September im Rahmen der Wechselausstellung begehbar.
:Marcus Boxler

ZEIT:PUNKT

Wechselausstellung 22. April bis 3. September

Für die Öffnungszeiten besucht die Homepage:

www.lichtkunst-unna.de