Lernen kennt keine Grenzen: Unis auf jedem Kontinent zu besuchen ist möglich
Studieren – überall auf dieser Welt
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Kein Problem: Stipendien sind für alle da. Grafik: tims
Kein Problem: Stipendien sind für alle da.

Knapp 800 Euro benötigen Studierende durchschnittlich pro Monat zum Leben. Die meisten finanzieren sich ihr Studium durch Eltern (87 Prozent), Ersparnisse, Bafög (32 Prozent), Studienkredite (5 Prozent) oder arbeiten neben dem Studium (66 Prozent). An ein Stipendium denken dabei die wenigsten. Nur knapp 4 Prozent der Studierenden nutzen diese Finanzierungsmöglichkeit. Welche Stipendien gibt es eigentlich und was muss ich dafür tun?

Stipendien – das klingt eher nach der typischen Studienfinanzierung von amerikanischen Studierenden, die an einer Elite-Uni ihre horrenden Kosten bezahlen müssen. In den USA ist es für viele die einzige Möglichkeit, um das eigene Studium zu finanzieren. In Deutschland wurde diese Form der Studienfinanzierung für die breite Masse erst wirklich durch die Einführung der Studiengebühren interessant. Zwar werden im nächsten Jahr die Bafög-Sätze endlich angehoben, ein Stipendium in Betracht zu ziehen wäre aber durchaus empfehlenswert. Vor allem, weil viele Studierende fälschlicherweise davon ausgehen, dass sie es nicht bekommen können.

Nicht nur für Einser-KandidatInnen

Zwar wurden die Studiengebühren 2011 abgeschafft und die Studierenden wieder ein Stück weit entlastet, doch durch steigende Miet- und Lebenshaltungskosten kann diese traditionelle Finanzierungsform eine gute Möglichkeit sein, um besser durch das Studium zu kommen.

An der RUB können sich Studierende, die sich durch gute Leistungen oder gesellschaftliches Engagement auszeichnen, den „Bildungsfonds“ in Anspruch nehmen, der sie ein Jahr lang mit 300 Euro monatlich fördert. Dabei setzt die RUB auf private SponsorInnen und nimmt gleichzeitig am „Deutschlandstipendium“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung teil. Zusätzlich bieten die verschiedenen Fakultäten der RUB weitere Stipendienprogramme an, die über den „Bildungsfonds“ hinausgehen. Mit „StipendiumPlus“ bietet das Bundesbildungsministerium ein weiteres Finanzierungsprogramm an. Dabei agiert das Ministerium als Dachorganisation für subventionierte Begabtenförderungswerke wie die „Rosa-Luxemburg-Stiftung“ oder die „Friedrich-Ebert-Stiftung“. Weitere parteinahe Förderungswerke gehören ebenso dazu wie kirchliche Organisationen oder die „Studienstiftung des deutschen Volkes“. Auf der Internetseite wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nicht nur Einser-KandidatInnen die Förderung erhalten.

Geld muss nicht zurückgezahlt werden!

Anders als beim Bafög, das zum Teil zurückgezahlt werden muss (bis 10.000 Euro), sind Stipendien kostenlos und bieten zudem die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und eventuell auch mögliche spätere Berufsfelder kennenzulernen. Letztendlich muss man bereit sein, an einem Bewerbungsverfahren teilzunehmen und seine Leistungen (wie beim Bafög auch) einzureichen.

Mehr Infos: www.rub.de/studfinanz/stipendien

:Tim Schwermer