Europaweiter Ausweis geplant
Studi-Ausweis digital

International. Am 6. Juni wurde in Münster das Projekt „European Student Card“ vorgestellt – ein Studierendenausweis für die ganze EU.

Bei dem von der Europäischen Union geförderten Pilotprojekt handelt es sich um einen gemeinsamen, europäischen Studierendenausweis. Mit der „European Student Card“ soll der Zugang zu verschiedenen Leistungen wie zum Beispiel Bezahlfunktionen in der Mensa und Ausleihen an Hochschulbibliotheken für Erasmus-Studierende deutlich vereinfacht werden. Perspektivisch soll außerdem die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs und der digitale Transfer von Studienleistungen innerhalb von Europa ermöglicht werden. Mit dem digitalen europäischen Studierendenausweis würde außerdem ein Kernziel des Bologna-Prozesses erreicht werden, so Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW): „Ein gemeinsamer, europäischer Studierendenausweis würde die Mobilität während des Studiums erleichtern und wäre für alle Beteiligten, Hochschulen, Studierende und Studentenwerke im Zeitalter der Digitalisierung ein technischer Fortschritt“. Das Vorhaben sei eine große Chance, so Meyer auf der Heyde weiter. 

Online-Plattform für den digitalen Nachweis

Für den digitalen Transfer der Studienleistungen soll eine Online-Plattform eingerichtet werden, um dort Veranstaltungen und abgeschlossene Prüfungen digital abzuspeichern. Dies soll vor allem die gegenseitige Anerkennung im Ausland erbrachter Studienleistungen ermöglichen. Federführend bei der Umsetzung ist der französische Studentenwerks-Verband Centre Nationale des Oeuvres Universitaires et Scholaires (CNOUS). Das Deutsche Studentenwerk ist Kooperationspartner. Die Europäische Union fördert das Vorhaben mit knapp 300.000 Euro im Rahmen des „Erasmus+“-Programms. In einer Probephase soll die European Student Card zunächst an verschiedenen Standorten in Frankreich, Deutschland, Irland und Italien getestet werden. Als Pilotstandort in Deutschland wird die Karte am Karlsruher Institut für Technologie und beim Studierendenwerk Karlsruhe getestet.

:Andreas Schneider