Wenn die Stadt AnwohnerInnen um Verbesserungsideen bittet
Spielend zur schöneren Stadt
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Ein Vorschlag bei der Konferenz: Das Zicke-Zacke-Haus, in dem KünstlerInnen Räume für Proben gegeben werden und an dem BürgerInnen zusammenkommen können. Bild: stem
Ein Vorschlag bei der Konferenz: Das Zicke-Zacke-Haus, in dem KünstlerInnen Räume für Proben gegeben werden und an dem BürgerInnen zusammenkommen können.

Leben. Bei der Bürgerkonferenz 2018 lud die Stadt am Samstag rund 300 BürgerInnen ein, um Verbesserungsvorschläge zu hören.

Die Mensa der Ruhr-Uni diente am vergangenen Samstag als Versammlungsort für rund 300 BochumerInnen. Auf den Karten der Stadteile, um die sie sich versammelten, häuften sich zunehmend Legosteine, Bauklötze, Knete und Spielfigürchen in einer bunten Mischung an. Daneben Schildchen, die mit Vorschlägen zur Verbesserung des Stadtlebens beschrieben waren. Diese Bilder entstanden bei einer spielerischen Anordnung, bei der die BürgerInnen im Zuge der zweiten Bürgerkonferenz ihre Ideen für ein schöneres Bochum zusammentrugen.

Das Ziel der diesjährigen Konferenz, welche Teil der Zukunftsinitative „Bochum Strategie“ ist, war, die AnwohnerInnen zu ihrem persönlichen Wohnumfeld zu Wort kommen zu lassen. „Was die Bürger hier vorbringen, passiert vor ihrer Haustür. Jeder hat dadurch Anknüpfungspunkte“, sagte Pressesprecherin Tanja Wißing. Daher versendete die Stadt Einladungen an einen statistisch repräsentativen Querschnitt von 371 BewohnerInnen aus allen Stadteilen und demographischen Gruppen.

Die moderne Stadt

Nachdem sich die BochumerInnen in Einzelgruppen auf eine Idee einigten, trugen sie diese den restlichen Anwesenden vor. Die Vorschläge, die dabei zusammenkamen, waren zahlreich. Deutlich wurde, dass sich die Eingeladenen mehr digitale und lokale Kontaktorte wünschen, um Menschen aus der eigenen Nachbarschaft kennenzulernen. Auch die Verbesserung von Radwegen oder der allgemeinen Verkehrssituation erhielten viel Zuspruch.

Die Vorschläge werden nun zusammengetragen, gewichtet und auf ihre Machbarkeit geprüft. „Gerade bei Mehrfachnennungen ist die Frage: Kann man das verdichten? Haben wir da eine Lösung, die für alle funktioniert oder ist das ein kleinteiliges Thema?“, so Pressesprecher Peter van Dyk.

Dass nicht jede Idee in die Realität umgesetzt werden kann, war auch den 

BürgerInnen bewusst. Sie nahmen die Veranstaltung trotzdem positiv auf und freuten sich über die proaktive Kontaktaufnahme der Stadt. „Natürlich wird nicht alles machbar sein. Wichtiger ist, dass sich die Stadt hier ein Meinungs- und Stimmungsbild abholt“, sagte die Bochumerin Miriam Michel.

                  :Stefan Moll

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