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Schölmerich thematisiert die Doppelkrise
Kramer, RUB
Rektor der Ruhr-Uni Alex Schölmerich: Wir haben schon viel geschafft!

Rundbrief. Der Rektor der Ruhr-Universität wendet sich in einem Schreiben an alle Beschäftigten und Studierenden, spricht über Geschafftes und noch zu Schaffendes.

Langsam kehrt auch in das aktuelle Semester ein gewisses Maß an Normalität ein. Trotzdem ist klar, dass die Ruhr-Universität Bochum aktuell ihre bisher größte Krise durchmacht; Eine Pandemie, die persönlichen Kontakt zur großen Gefahr und Präsenzlehre somit ausgeschlossen macht, und dann auch noch ein Angriff auf die IT-Infrastruktur. Ähnliche Worte findet auch Rektor Alex Schölmerich in einem am 18. Mai veröffentlichten Rundbrief, den Ihr auf der Website der Uni findet. Darin spricht er darüber wie die Uni die Krise bewältigt und gibt einen Ausblick darauf, was die Zukunft bringen könnte. Dabei lobt er die Arbeit derer, die für die IT-Sicherheit an der Ruhr-Universität zuständig sind und verhindert haben, dass der Angriff schlimmere Auswirkungen hatte. Bezüglich der vollständigen Beseitigung der Schäden äußert er sich vorsichtig optimistisch, gibt dabei keine genaueren Zeitangaben, sondern verweist darauf, dass Informationen diesbezüglich zugänglich gemacht würden, sobald sie verfügbar seien. 

Auch was den weiteren Verlauf nach dem aktuellen Sommersemester angeht stellt er in Aussicht, dass es bis zum Erreichen des Status quo ante noch dauern könnte. So sehr er – wie Ihr sicher auch – sich wünsche, dass der normale Uni-Betrieb so bald wie möglich aufgenommen werden kann, so müsse man doch damit rechnen, dass auch das kommende Wintersemester nicht ohne Einschränkungen ablaufen können wird. Dabei sei es wichtig, denen zu helfen, die besonders dadurch benachteiligt würden. Die bisherigen Maßnahmen, die wegen der Pandemie an der Uni getroffen wurden, lobt er. Oft merkt er an, dass die RUB besonders früh und effektiv reagiert habe. Das digitale Semester bezeichnet er als erfolgreich, und bezieht sich auf eine Befragung der Lehrenden. Er lobt das digitale Angebot der Uni als eines der größten Deutschlands. Wie es auf Seiten der Studierenden aussieht, findet jedoch keine Erwähnung. Angesichts der Tatsache, dass eine Pandemie ihrem Wesen nach ein globales Problem mit nur globalen Lösungen ist, wirkt es auch etwas befremdlich, wie sehr die lokalen Erfolge als besonders bemerkenswert herausgestellt werden. Alles in allem sind die realistischen Zukunftsaussichten ein wichtiges Zeichen. Ob viele Studierende sich jedoch durch den Rundbrief angesprochen oder beruhigt fühlen, wirkt fraglich.

 :Jan-Krischan Spohr