Mehr als nur die :bsz – wir stellen die studentischen Medien der Uni vor
RUB fürs Ohr – und für die Augen
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Studis auf Sendung: MedienmacherInnen wie Lino Wendhof können sich in den studentischen Redaktionen von Radio CT und TV.RUB ausprobieren. Foto: bk
Studis auf Sendung: MedienmacherInnen wie Lino Wendhof können sich in den studentischen Redaktionen von Radio CT und TV.RUB ausprobieren.
Die :bsz ist Deutschlands älteste heute noch erscheinende Studierendenzeitung – aber medientechnisch hat die RUB noch Einiges mehr zu bieten: „CT das radio“ geht seit 1997 in Bochumer Ohren und auch auf dem Fernsehbildschirm ist die RUB regelmäßig zu sehen – dank der studentischen Redaktion von TV.RUB. Wir stellen Euch unsere KollegInnen genauer vor.
 
Wenn man Lino Wendhof, Moderator bei NRWs ältestem Campusradio, nach der Besonderheit des RUB-eigenen Radiosenders fragt, fällt ihm sofort die Anekdote von der Suche nach der perfekten Studipflanze ein: „Darüber habe ich mal einen Beitrag gemacht und untersucht, ob ein pflegeleichter Kaktus wirklich die perfekte Studipflanze ist“, erzählt der Medienwissenschafts-Student, der seit drei Semestern bei Bochums Hochschulradio dabei ist. 
 
Solche Beiträge werden in das moderierte Live-Programm des Uni-Senders eingespeist, das sich in die Frühschicht (von 7 bis 10 Uhr morgens) und die Spätschicht (von 17 bis 20 Uhr) unterteilt. Den Rest der Zeit gibt es Musik aus dem Computer, die sich je nach Tageszeit unterscheidet, erklärt Lino: „Nachts spielen wir zum Beispiel auch mal längere Songs.“ 

Die gleiche Technik wie die „Großen“

Der Weg in die CT-Redaktionsräume in der Werkshalle ICN beginnt mit einem Praktikum, für das InteressentInnen sich im Semester einen Tag in der Woche freihalten sollten. Während dieser Zeit fertigen die PraktikantInnen eigenständig Beiträge an, die sich inhaltlich vor allem um das Bochumer Campusleben drehen. Auch Lino fing so an – und ließ sich danach in einem speziellen Workshop zum Moderator weiterbilden „Vom Nachrichtensprecher über den Moderator bis zum Chef vom Dienst braucht man hier für alles einen Workshop“, erklärt er.
 
Die Weiterbildungen lohnen sich jedoch, denn CT gilt als Sprungbrett für all jene, die sich später tatsächlich mal eine Karriere als RadiojournalistIn vorstellen können, verrät der Moderator: „Wir haben die gleiche Technik und Ausstattung wie die großen Radiosender – von daher lernt man hier viel für den Fall, dass man später mal dorthin will.“

Preiswürdiges Engagement

Eine andere studentische Redaktion bringt die RUB regelmäßig ins Fernsehen – und das sehr erfolgreich: „Im Jahr 2013 sind wir für einen Beitrag über die Berlinale mit dem Bürgermedienpreis des Landes NRW ausgezeichnet worden!“, erzählt Kai Bern, der seit 2012 bei der studentischen Fernsehredaktion von TV.RUB aktiv ist. Ausgelobt wird der Preis von der Landesanstalt für Medien, die mit dem Fernsehsender nrwision eine Plattform für all jene, die schon immer mal eigene Fernsehbeiträge drehen wollten, betreibt. 
 
Hier haben die etwa 20 RedakteurInnen von TV.RUB einmal im Monat ihr eigenes Format, das sowohl im Kabelnetz als auch per Internet-Stream empfangen werden kann. 
„Was die Länge der Sendung angeht, sind wir da eigentlich völlig frei in unseren Entscheidungen – unsere Sondersendungen können auch schon mal eine Stunde lang sein“, erklärt Kai, der inzwischen Medienwissenschaft im Master studiert, aber schon während seines Geschichtsstudiums auf die studentische Fernsehredaktion aufmerksam wurde: „Es ist keine Voraussetzung, Medienwissenschaft zu studieren, um bei uns mitmachen zu können. Bei uns können eigentlich alle die Aufgaben übernehmen, die sie auch machen möchten“, sagt Kai.
 
Darüber hinaus bietet TV.RUB in Zusammenarbeit mit der Landesanstalt für Medien regelmäßig Kurse im Optionalbereich an, in denen die TeilnehmerInnen eine eigene kleine Sendung konzipieren, drehen und zusammenschneiden. 
 
Auch hier zeigt die Erfahrung, dass sich die Mitarbeit in einer studentischen Redaktion zu lohnen scheint, erzählt Kai, den die Arbeit bei TV.RUB in dem Wunsch bestärkt hat, später einmal in die Fernsehbranche zu gehen: „Unsere Fernsehbeiträge kann man gut als Arbeitsproben bei späteren Bewerbungen mit einreichen. Ein paar meiner Kollegen haben es so tatsächlich geschafft, Volontariate beim WDR zu bekommen.“
 
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