Weihnachtsmarkt Bochum hat eine neue Geschichte
Rolfs Schwester macht's
Bild: Bochum Marketing GmbH
Hoch oben: Dieses Jahr düst Rudolfa über den Weihnachtsmarkt. Bild: Bochum Marketing GmbH
Hoch oben: Dieses Jahr düst Rudolfa über den Weihnachtsmarkt.

Bochum. Das Rentier hat’s erwischt – Rudolf fällt dieses Jahr krankheitsbedingt aus. Seine Schwester ersetzt ihn in der Schlittenführung.

Die Geschichten um den fliegenden Weihnachtsmann erfreuen sich seit neun Jahren großer Beliebtheit. Drei verschiedene Geschichten gab es bisher. Dieses Jahr wird erstmals eine neue, vierte Geschichte erzählt: Der über den Bochumer Weihnachtsmarkt schwebende Schlitten wird erstmals von einer Rentierkuh gezogen.

Hintergrund des Führungswechsels und Inhalt der Geschichte: Rudolf, das allseits beliebte männliche Rentier, das mit seiner roten Nase den Schlitten des Weihnachtsmanns gezogen hat, ist krank. Damit Weihnachten und die Geschenke nicht ausfallen müssen, springt Rudolfa, Rudolfs Schwester, für ihn ein und hilft beim Geschenke verteilen. Doch Rudolfa hat ein kleines Problem: Sie ist nicht sehr textsicher. „So werden dann die Weihnachtsmarktbesucher ‚Oh Tannenbaum singen‘, erklärt Christian Gerlig, Leiter vom Stadtmarketing Bochum. „Nach vier Jahren wollten wir eine neue Geschichte erzählen“, erklärt er den Wechsel in der Spitze der weihnachtsmännischen Zugmaschine.

Rudolfa hat Gegenwind

Mit der neuen Geschichte, bei der ein männlicher Charakter durch einen weiblichen ersetzt wird, führt der Bochumer Weihnachtsmarkt etwas fort, das schon bei StarlightExpress Einzug hielt. Dort wurde die Rolle des „Papa“ mit einer „Mama“ ersetzt, weil es „nicht mehr zeitgemäß“
war (:bsz 1144).
Auch auf Rudolfa kommen schwierige Zeiten zu. Die neue Geschichte, die zwar keine Umbesetzung ist, wie bei den rollschuhfahrenden Eisenbahnen, erregt dennoch einige Gemüter der Bochumer Bevölkerung. In der Facebook-Gruppe „Du weißt du bist Bochumer wenn …“ findet Rudolfa wenig FreundInnen. „Ich frage mich gerade, wer auf solche Ideen kommt“, kommentiert eine Nutzerin. Ein anderer Nutzer meint: „Lachnummer, nächstes Jahr ist dann das 3. Geschlecht an der Reihe. Schlage den Namen Rudolphum vor.“
Für einen anderen ist hingegen klar: „Ach Leute, den Kindern ist es doch egal, ob Männlein oder Weiblein“ und meint „Hauptsache, die kleinen haben Spaß.“

:Kendra Smielowski