Im Labor e. V. fand das 7. Repair-Café statt
Reparieren statt neu kaufen!
Fehler gefunden: Dank Reparaturcafé kann :bsz-Redakteur Tim wieder Platten hören. Foto: tims
Fehler gefunden: Dank Reparaturcafé kann :bsz-Redakteur Tim wieder Platten hören. Foto: tims
Fehler gefunden: Dank Reparaturcafé kann :bsz-Redakteur Tim wieder Platten hören. Foto: tims

Ob alte Plattenspieler, Nähmaschinen, Mixer, Laptops: im 7. Repair-Café konnten wieder einmal defekte Geräte abgegeben und gemeinsam mit Spezialisten repariert werden. Gegen eine kleine Spende wurde repariert und  es gab Kaffee und Kuchen. Im Labor e. V. konnte jede/r seinen ganz persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten und dabei eine Menge lernen.

Es ist zu einer vergessenen Form der Arbeit geworden in Zeiten von Globalisierung, Discountern und Massenproduktion: das Reparieren. Hat der DVD-Spieler einen Defekt, wird er gerne direkt entsorgt und ein neuer kann schnell, einfach und günstig im nächsten Elektro-Discounter gekauft werden. Dabei reichen in den meisten Fällen nur kleine Handgriffe aus, um das Problem zu lösen. Aus diesem Grund wurde das Repair-Café Bochum ins Leben gerufen und genießt bei den „KundInnen“ große Beliebtheit. Gleichzeitig liefert es einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.

Kooperation von Labor e. V. und Alsenwohnzimmer

Die Idee, ein Repair-Café zu veranstalten, entstand letztes Jahr im Alsenwohnzimmer, einer Einrichtung zum gemeinsamen Interessensaustausch von BewohnerInnen der Alsenstraße. Diese hatten schon vorher Projekte wie „Umsonst-Flohmärkte“ im Rahmen des „Tags der Nachhaltigkeit“ durchgeführt oder auch eine sogenannte Givebox aufgestellt, die man mit nicht mehr benötigten Gebrauchsgegenständen füllen kann und aus der man gleichzeitig benötigte Dinge nehmen kann. Alles unter der Prämisse, Nachhaltigkeit zu fördern. Daraus entstand auch die Idee zum Repair-Café, doch mussten dafür SpezialistInnen, Räumlichkeiten und Equipment gefunden werden. So kam der Verein Labor, eine Gruppe von technikbegeistern BastlerInnen, ins Spiel, die sich dem Projekt gerne angeschlossen haben, da auch sie eine ähnliche Idee hatten.
 

Alte und junge SpezialistInnen

Das Besondere an der Veranstaltung ist vor allem der Austausch zwischen jungen und alten Technik-Begeisterten. Anders als bei Repair-Cafés in anderen Städten arbeiten in Bochum junge Studierende mit älteren Semestern gemeinsam und genau dieser Austausch macht dieses Projekt so speziell. „Wir sind kein Haufen von alten TüftlerInnen, sondern eine heterogene Gruppe,  die gemeinsam Lösungen findet, meint Wolfgang, Berufsschullehrer und passionierter Bastler, der schon seit dem ersten Repair-Café im November 2013 dabei ist. In der Tat, hier treffen sich sowohl Studierende der Elektrotechnik als auch erfahrende BastlerInnen, die einfach Spaß daran haben, Geräte zu reparieren. „Die Nachfrage ist da, viele Menschen haben sich solch ein Repair-Café gewünscht“, sagt Justine Kubissa, die das Projekt mit initiiert hat. Die Aufgaben sind genau verteilt: Das Team des Alsenwohnzimmers kümmert sich um das Erstellen von Plakaten, Werbung und die Durchführung der Veranstaltung, das Labor liefert die Technik und bringt die TechnikerInnen mit.

Ein Projekt für die Zukunft

Ziel aller Beteiligten ist es, dass es diese Veranstaltung auch noch in zehn Jahren geben wird. Deshalb ist auch jede/r, der/die sich in jeglicher Form einbringen kann, eingeladen und darf sich aktiv beteiligen. Das nächste Repair-Café findet am 20. September im Alsenwohnzimmer statt. Wer also Lust hat, in angenehmer Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen seine defekten Geräte gemeinsam zu reparieren, ist herzlich eingeladen. Alle Infos gibt es unter www.repaircafe-bochum.de.