Spaß mit Flaggen
RCDS will Werteappell hissen

StuPa. Vor einigen Wochen flatterte der Antrag ein: Der RCDS der RUB stellte dem StuPa-Sprecher David Semenowicz das Konzept zur Beflaggung der Uni vor. Was steckt dahinter?

Die Liste Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) strebt die Errichtung von Flaggen auf dem Campus an. Im Moment wehen dort noch RUB-Symbole. Für die Zukunft wünschen die Listen-Mitglieder die Fahne der Europäischen Union, die von Nordrhein-Westfalen und von Deutschland zu hissen.
So seien Flaggen grundsätzlich Identifikationsobjekte, erklärt Matthias Arthkamp, Vorsitzender RCDS Bochum und Mitglied des Studierendenparlamentes der Ruhr-Universität Bochum. „Sie drücken prägnant und auf den ersten Blick sichtbar aus, was der jeweiligen Gruppe wichtig ist und für welche Werte sie steht“, beschreibt Arthkamp die Flaggenfunktion. Dabei ist der Zeitpunkt des Antrags nicht willkürlich gewählt: „Wir erleben in letzter Zeit aber immer öfter, dass die Werte unserer demokratischen Gesellschaft von verschiedenen Seiten zunehmend in Frage gestellt werden (zuletzt in Chemnitz).“ Folglich beschreibt Arthkamp weiter, dass die Beflaggung für „die europäische Einigung, die freiheitlich-demokratische Grundordnung unserer Bundesrepublik und die Verbundenheit zu unserem Bildungsland Nordrhein-Westfalen“ stehe.


Weiterer Grund

Der RCDS-Vorsitzende stellt zusätzlich einen hochschulpolitischen Anspruch in dem Antrag dar: „Internationale Austausch, Freiheit für Forschung und Lehre sowie Vernetzung der Hochschulen und Studiengänge“ sind nach Arthkamp die Werte, die die drei Flaggen symbolisch tragen. Das Aufstellen der Fahnen würde so die Werte nach außen tragen und „von allen verstanden werden“.
Ob der Antrag vom Studierendenparlament angenommen wird, kann von Seiten des RCDS schlecht abgeschätzt werden. Von 35 Studiendensitzen, hat der RCDS einen Sitz inne. Dennoch zeigt sich die Oppositions-Liste positiv: „Wir glauben aber, dass die Botschaft unseres Antrags von allen hochschulpolitisch Aktiven inhaltlich mitgetragen wird.“
               

       :Sarah Tsah

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