Ins Weltall für ’nen halben Euro
Planetarium wird 50
Foto: Planetarium Bochum
Bei Baubeginn 1962 rechnete man mit 50.000 BesucherInnen pro Jahr; heute kommen viermal so viele. Foto: Planetarium Bochum
Bei Baubeginn 1962 rechnete man mit 50.000 BesucherInnen pro Jahr; heute kommen viermal so viele.

Seit 1964 fliegen Menschen vom Planetarium Bochum aus ins Universum – wenn auch nur für eine Astronomieshow. Neben einem neuen Programm gibt es zum Jubiläum etwas ganz Besonderes: Jede Show kostet nur 50 Cent, nach dem Motto „1 Cent pro Jahr“.

„Das ist ein rein symbolischer Preis“, sagt Planetariumsleiterin Prof. Susanne Hüttemeister. Man wolle mit allen BochumerInnen und Gästen von außerhalb den 50sten feiern, der etwas ganz Besonderes sei. Als Vorspiel geht Kabarettist Paul Hornbach am Donnerstag in der Live-Show „Ab ins All – Sternzeit 2014“ ungewöhnlichen Astronomiefragen nach.

Am Freitag, 7. November, wenn sich die Eröffnung des Bochumer Planetariums zum 50. Mal jährt, feiert auch die Eigenproduktion „Die Entdeckung des Himmels“ Premiere. Die neue Astronomieshow fokussiert sich erstmals auf den Menschen. „Entdeckungen fallen nicht vom Himmel“, sagt Astronomieprofessorin Hüttemeister. Jede Entdeckung habe das Gesicht von Männern und Frauen, die ihr Leben der Forschung widmeten. Deren persönlichen Geschichten machten die Sache besonders lebendig. Am 8. und 9. November kann man sie ebenso für nur 50 Cent erleben wie alle anderen Shows, darunter neben klassischen Astronomieshows auch Kindervorstellungen wie „Lars, der kleine Eisbär“ oder Musikshows wie „Pink Floyd – Reloaded“.

„Wir sind besonders vielfältig, und unsere Technik ist besonders modern. Das ist der Schlüssel zum Erfolg“, sagt Hüttemeister. Mit einem Kinobesuch sei eine Planetariumsshow nicht vergleichbar: „Es ist ein immersives Medium. Es lässt einen auf eine Weise, die im Film nicht möglich ist, ins Geschehen eintauchen.“ Es werde rund statt rechteckig projiziert, in doppelt so hoher Auflösung wie im Digitalkino. Über 200.000 Menschen zieht es inzwischen pro Jahr ins Planetarium Bochum – damit liegt es in Deutschland an zweiter Stelle; dabei ging man zu Baubeginn 1962 von 50.000 im Jahr aus. „Wir sind eine Institution geworden“, sagt Hüttemeister stolz. „Man kann sich Bochum ohne uns – hoffentlich – gar nicht mehr vorstellen.“

Tickets gibt es auf planetarium-bochum.de, unter 0234/516060 und an der Abendkasse.