Abhängigkeitspotential von Opioiden
Opioide sind der Killer

Heroin. 1.226 Menschen haben 2015 in Deutschland ihr Leben aufgrund von illegalen Drogen verloren, so der Drogenbericht von 2017. Konkreter gesagt, sind 80 Prozent an Opioiden verstorben, sei es durch Überdosierung oder Vergiftungen, 84 Prozent der Verstorbenen sind männlich, nur 16 Prozent der Opfer waren Frauen. Dabei bleibt festzuhalten, dass Opioide mit 33 Prozent im Ranking der Einstiegsdrogen auf Platz zwei liegen, direkt hinter Cannabis.

Doch wie wirken diese Opioide eigentlich? Erstmal sind Opioide von Opiaten zu unterscheiden. Letztere sind diejenigen Verbindungen, die tatsächlich im Opium, dass aus Schlafmohn gewonnen wird, vorkommen. Dazu gehören Morphin und Codein. Opioide hingegen sind Verbindungen, die dem Opium ähnlich sind. Dazu gehören beispielsweise die bekannte Droge Heroin, aber auch starke Schmerzmittel wie zum Beispiel Tilidin. Opioide haben in erster Linie eine schmerzmindernde Wirkung, manche wirken darüber hinaus auch sedierend. Die Wirkung entsteht dadurch, dass sie an Rezeptoren im zentralen Nervensystem andocken und diese damit blockieren. Dabei werden sie in Agonisten (aktivierende Wirkung) und Antagonisten (hemmende Wirkung) unterschieden. Typische Agonisten sind dabei beispielsweise Morphium, aber auch Drogen wie Heroin und Fentanyl.  Agonisten werden medizinisch vor allem für Narkosen verwendet. Um die Narkosen zu beenden (und bei Drogenkonsum einer Überdosis entgegenzuwirken oder den Trip zu beenden), werden anschließend Antagonisten gegeben (beispielsweise Naloxon)

Keine einmalige Sache

Das gängigste Opioid Heroin wird dabei meist intravenös konsumiert, in einer Lösung aus Ascorbinsäure und Wasser wird der kristalline Feststoff gelöst und anschließend gespritzt. Der Trip setzt in unter einer Minute ein. Die Länge variiert mit der Qualität. „Sobald die Wirkung nachlässt, schiebst ’nen Affen und machst dich auf die Suche nach neuem Stoff“, erzählt ein ehemaliger Abhängiger, der seit 22 Jahren mit Methadon substituiert wird. Abhängig sei man nach dem ersten Mal.                        
 

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