EUSA-Games
Olympia der Studierenden
Bild: hakl
Auf Medaillenjagd: Lernstoff muss erstmal warten.

Uni-Spiele. Nicht nur für die aktuellen Spitzensportler:innen der Welt gibt es gigantische Veranstaltungen.

Die Olympiasieger:innen von morgen sind grade wahrscheinlich noch häufig mit ihrem Studium beschäftigt, doch einen Vorgeschmack auf den olympischen Geist können sich junge Sportler:innen auch jetzt schon holen. In Cordoba in Spanien wurde 2012 die erste Ausgabe der European University Games von der European University Sports Association (EUSA) ausgetragen. Ähnlich wie die World University Games handelt es sich hierbei auch um eine Multisport-Veranstaltung, bei der Studierende aus ganz Europa ihre sportlichen Kräfte messen können. Man könnte sagen, dass es sich bei den EUSA-Games um eine studentische Europameisterschaft handelt, die alle zwei Jahre stattfindet, also immer abwechselnd mit den globalen World University Games, die früher als „Universiade“ bekannt waren.
Die verschiedenen Disziplinen variieren, doch die Kernsportarten Badminton, Basketball, Fußball, Futsal, Handball, Tennis, Tischtennis und Volleyball sind immer mit von der Partie. Außerdem sind aber nicht nur klassische olympische Sportarten vertreten, sondern auch andere Felder werden bedient durch Wettkämpfe in Schach, Bridge oder Orientierungslauf. In diesem Jahr musste das größte Multisport-Event Europas, das in Belgrad geplant war, pandemiebedingt abgesagt werden. 2022 will man dann im polnischen Łódź wieder an den Start gehen.
Immer wieder kann man auch schon bei den Olympischen Spielen Studierende sehen, die Leistungen auf Weltklasse-Niveau zeigen. Schließlich sind Universitäten überall auf der Welt stets dazu bereit, sportliches Talent zu fördern, auch um die eigene Hall of Fame etwas aufzustocken. Wer aber für den ganz großen Sprung zu den Spielen mit den fünf Ringen noch nicht bereit ist, sollte sich erstmal mit den besten Studierenden in der eigenen Lieblingsdisziplin messen. Das Spektakel wird auf dem YouTube-Kanal der EUSA live gestreamt und kann bestimmt für eine willkommene Verkürzung der Wartezeit bis zu den nächsten Olympischen Spielen sorgen, wo dann ja vielleicht bald schon ehemalige Teilnehmer:innen der EUSA-Games zu sehen sein werden.

:Henry Klur

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