Umstellung geplant
Neues Mailsystem bedeutet Aufwand für Studis
Bild: stem
Kein Empfang unter dieser Adresse? Schon bald könnten Mails von Kontakten ins Leere laufen.

Kommunikation. Nach Plänen der Verwaltung sind die @rub.de-Postfächer für Studierende bald passé, Das Studierendenparlament hat sich in einer gemeinsamen Stellungnahme gegen die Pläne ausgesprochen.

Bereits in wenigen Wochen könnte die RUB einen Beschluss fassen, der die Struktur der Mailpostfächer ändert. So soll die @uv.rub.de-Adresse, die für Angestellte der RUB benutzt wird, abgeschafft werden. Diese sollen dann auf die @rub.de-Adresse wechseln, wohingegen Studierende von der bisher üblichen @rub.de-Adresse auf eine neue @stud.rub.de-Adresse umsteigen müssten. Für ein Jahr werden dann noch Mails, die an die alten Adressen geschickt werden, an die neuen weitergeleitet. Auch sollen dann nicht mehr genutzte Adressen von ehemaligen Mitarbeiter:innen und Studierenden gelöscht werden. Bisher wurden Adressen nicht neu vergeben. Dadurch waren beispielsweise ehemalige Studierende durch Weiterleitungen weiterhin unter ihrer alten Mail erreichbar, wenn sie sich für eine @alumni.rub-Adresse angemeldet haben. Dies wäre dann nicht mehr möglich.
Die Pläne gehen aus einem Änderungsentwurf vor, der vergangenen Monat vorgestellt wurde. Viele Studierende müssten dann einige Änderungen vornehmen. Wer sich beispielsweise mit der RUB-Mailadresse Accounts auf Websites registriert hat oder private und berufliche Kontakte darüber pflegt, muss diese über die Änderungen informieren, sonst könnten Mails irgendwann ins Leere laufen. 

Der Vorstoß wird mit mehreren Punkten begründet. Zum einen soll dadurch die Rollenzuweisung vereinheitlicht werden. Derzeit nutzen Angestellte der RUB unterschiedliche Adressen, wie beispielsweise @rub.de, @uv.rub.de oder Lehrstuhladressen. Nun sollen unter @rub.de alle Bediensteten, Akademiker:innen sowie studentische Hilfskräfte zusammengefasst werden. Studentische Hilfskräfte hätten dann zwei Postfächer. Auch mitarbeiter:innenähnliche Personen würden diese Adressen erhalten. Darunter fallen beispielsweise Lehrbeauftragte, Stipendiat:innen oder Bundesfreiwilligendienst-Leistende. Außerdem würde durch die Änderung der Namensraum bereinigt werden. Denn insbesondere bei häufig vorkommenden Namen gebe es mittlerweile „tote“ Mailaccounts, die die Vergabe von neuen Adressen erschweren. Auch diene die Umstellung dem Datenschutz und der Informationssicherheit. 

 

In einer einstimmig beschlossenen Stellungnahme der Studierendenparlaments haben die studentischen Vertreter:innen der RUB die Pläne der Verwaltung kritisiert. „Durch die geplante Umstellung kommt ein, dem möglichen Nutzen gegenüber, unverhältnismäßig hoher Arbeitsaufwand auf die Studierenden zu,“ halten die Vertreter:innen fest.  Studierende, denen bei der Immatrikulation die Aussicht auf eine lebenslang bestehende Kontaktadresse eröffnet wurde, müssten nun den Aufwand leisten, sich in das neue System zu integrieren.
Auch professionelle Beziehungen seien gefährdet: „Die bisher aufgebauten Vernetzungs- und Kontaktmöglichkeiten würden angeschlagen werden oder sogar zusammenbrechen. So müssten Verteilerlisten stets umgebaut werden und Kontaktwege, wie sie aktuell bestehen, gingen verloren.“
Auch appellieren die Parlamentarier:innen an den gemeinsamen Geist: „Durch die geplante Änderung werden aktive als auch ehemalige Studierende, nach Außen hin, explizit abgegrenzt und damit die Gemeinschaft im Sinne der ‚universitas‘ aufgelöst. Der Anreiz für die Nutzung der RUB-Adresse ist viel geringer.“ Zudem könne man das Argument des Datenschutzes nicht nachvollziehen, da unter dem neuen System fälschlicherweise Mails an Postfächer gesendet werden könnten, deren Nutzer:innen sich veränderte.
Die vollständige Stellungnahme ist unter stupa-bochum.de verfügbar.    

:Stefan Moll

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