Neues Geld für Kompetenzfeldforschung
Neues Geld für Forschung
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 Im Zentrum der Aufmerksamkeit: An den Unis der UA Ruhr wird auch in den nächsten Jahren Metropolenforschung betrieben. Symbolbild
Im Zentrum der Aufmerksamkeit: An den Unis der UA Ruhr wird auch in den nächsten Jahren Metropolenforschung betrieben.

Wissenschaft. Die Stiftung Mercator fördert die Metropolenforschung der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) für vier Jahre.

Der bereits 2017 initiierte Forschungsschwerpunkt beschäftigt sich, wie könnte es anders sein, mit der Erforschung von Metropolen. Genauer gesagt mit allen relevanten Fragen rund um das Leben in Städten. Von Energieeffizienz über Wasserkreisläufe, Diversität, Logistik, demografischen Wandel bis hin zur Teilhabe werden zahlreiche Thematiken beleuchtet. Für die mehr als 100 Lehrstühle an der Ruhr-Universität, der Universität Duisburg- Essen und der Technischen Universität Dortmund wurden seit 2010 bereits mehr als 50 Millionen Euro eingeworben.

Nun hat die UA Ruhr mit der Stiftung Mercator eine weitere Finanzierungsquelle hinzugewinnen können. Die Stiftung stellt in den kommenden vier Jahren Mittel für eine Geschäftsstelle mit Sitz an allen drei Universitäten sowie Sachmittel für Konferenzen und Workshops zur Verfügung.  

Geteilte Kompetenz 

Dass die drei Ruhrgebiets-Universitäten bei der Metropolenforschung kooperieren, ist nicht verwunderlich, denn alle Hochschulen haben eigene Kernbereiche, mit denen sie das Kompetenzfeld fördern können. Während sich an der Ruhr-Uni die Sozialwissenschaften mit den Herausforderungen des Ruhrgebiets und die GeographInnen mit Transformationsprozessen in Ostasien beschäftigen, beteiligt sich die Uni Duisburg-Essen fakultätsübergreifend mit dem Feld „Urbane Systeme“. Die TU Dortmund verfügt über die, laut Pressemitteilung, leistungsstärkste Forschungs- und Ausbildungsstätte für Raumplanung in Europa und wolle diese Kompetenzen ins Projekt einbringen.

Ziel der Metropolenforschung sei laut TU-Professor Thorsten Wiechmann die Entwicklung neuer Lösungswege für die alltäglichen Probleme des Lebens in Metropolen. Hierfür sei das Ruhrgebiet als Metropolregion das optimale Reallabor. „Es verfügt über großes Potenzial für einen Wissenstransfer in Metropolräume weltweit mit dem Ziel, Transformationsprozesse sozialverträglich, umweltgerecht, wettbewerbsorientiert und unter Wertschätzung des kulturellen Erbes zu gestalten“, erklärt Prof. Uta Hohn, Sprecherin des Kompetenzfelds Metropolenforschung der RUB.

:Justinian L. Mantoan