Interkulturelles Fastenbrechen an der RUB
Mensa – Begegnungsort der kulturellen Vielfalt
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Das Anstellen bleibt, aber das Menü ist exklusiv: Freude bei den BesucherInnen steht über dem Hunger. Foto: sat
Das Anstellen bleibt, aber das Menü ist exklusiv: Freude bei den BesucherInnen steht über dem Hunger.

Fastenbrechen. Am 8. Juni wurde die Mensa Treffpunkt für Studierende und Interessierte, um das Fasten während des Monats Ramadans in großer Runde zu brechen. Eingeladen hatte der AStA der RUB und das Autonome AusländerInnen Referat (AAR).

Der AStA und das AAR veranstalteten bereits zum zehnten Mal das „interkulturelle Abendessen“. Unterstützung erhielten sie vom Akafö, dem KulturCafé und dem AStA-Projekt „Gemeinsam – Studies für Flüchtlinge“. Knapp 700 BesucherInnen wurden mit einem Drei-Gänge Menü verköstigt. Das „interkulturelle Abendessen“ erfolgt immer im muslimischen Fastenmonat Ramadan. Den ganzen Tag, von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang, verzichten religiöse Muslime und Muslima auf Nahrung und Trinken. Zum „interkulturellem Abendessen ist ausdrücklich jedeR willkommen. Mit dieser Veranstaltung soll der Dialog und das Miteinander unter den Studierenden sowie Mitgliedern der Hochschule unterschiedlicher Herkunft und Religionszugehörigkeit gefördert werden. Auch bietet die Veranstaltung die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und kulturellem Austausch an“, so AStA-Kulturreferentin Nur Demir.
Zum Jubiläum entschieden sich die VeranstalterInnen, kein Programm ablaufen zulassen, anders als in den Jahren zuvor: „Die BesucherInnen waren in der Vergangenheit immer sehr unaufmerksam und laut, dies war den KünstlerInnen gegenüber immer sehr unhöflich“, so Demir. „Es gab keine Specials zum Jubiläum, es sollte entspannter ablaufen“, erklärt Demir weiter. 

Kleine Änderungen

Bei den vergangenen Veranstaltungen war der Eintritt kostenlos – dieses Jahr erhoben die VeranstalterInnen fünf Euro Eintritt. „Die Kosten für das Abendessen sind sehr hoch und da hier mit öffentlichen Geldern finanziert wird, haben wir versucht, kostendeckend, nicht gewinnorientiert zu arbeiten“, erklärt Demir. „Das Menü ist auch weit mehr als fünf Euro wert“, versichert sie weiter. Den GästInnen wurde eine vegetarische Suppe als Vorspeise geboten. Bei der Hauptspeise konnten sie zwischen vegetarischer Lasagne oder geschnetzeltem Hähnchen in Pilzrahm-Soße wählen ­– alles halal. Der Nachtisch bestand aus frischem Obst und Baklava, in Zuckerwasser getränktes Blätterteiggebäck. 
Um 21:46 Uhr ertönte der Adhān, der islamische Gebetsruf. Er läutet das Fastenbrechen ein. Die VeranstalterInnen stellten gläubigen Muslimen und Muslima einen Bereich in der Mensa zur Verfügung, damit dort das Gebet vollzogen werden kann.

Feedback

Die Veranstaltung ist eines der beliebtesten Events auf dem Campus. Viele Studierende der RUB nahmen das Angebot der kulturellen Vielfalt in Kombination mit einem Drei-Gänge Menü wahr. Auch BesucherInnen und Interessierte außerhalb der RUB waren unter den GästInnen zu finden. 
Emre, Medizinstudent der RUB, betonte die gute Organisation und den reibungslosen Ablauf: „Ich kenne das von anderen Fastenbrechen – da ist der Ablauf nicht so gut organisiert.“
Auch auf Facebook stößt man auf positives Feedback. So schrieb Gudrun S. direkt im Anschluss der Veranstaltung: „Vielen, vielen Dank, es war wieder wunderschön!“
Wer dieses Jahr den interkulturellen Abend verpasst hat, bekommt höchst wahscheinlich erst zum nächsten Ramadan die Chance:
„Auch, wenn wir nicht mehr die AStA Koalition stellen sollten, wird es sicherlich das 11. interkulturelle Abendessen geben“, so Demir.
:Sarah Tsah
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