Neue Richtlinien bei Erste-Hilfe-Kursen
Mehr Praxisbezug: ErsthelferIn in 405 Minuten
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Stabile Seitenlage: Um die zu lernen, braucht man keine zwei Tage Ausbildung.	              		Foto: tims
Stabile Seitenlage: Um die zu lernen, braucht man keine zwei Tage Ausbildung. Foto: tims

Die Erste-Hilfe-Kurse werden kürzer. Seit dem 1. April 2015 gelten bundesweit neue Standards – vor allem die Kurslänge, die vielen bisher ein Dorn im Auge war, wurde neu reguliert. Der bisher an zwei Tagen stattfindende Erste-Hilfe-Kurs fällt weg und wird durch einen Ein-Tages-Kurs ersetzt.

Damit reagiert die „Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe“ auf veränderte Rahmenbedingungen innerhalb der Ersten Hilfe und passt sich gleichzeitig den europäischen Standards an. Der Praxisanteil soll dabei erhöht werden.

Revision der Erste-Hilfe-
Ausbildung

Vor allem die gesetzliche Unfallversicherung, die über die Berufsgenossenschaften die BetriebshelferInnen-Ausbildung finanziert, drängte seit längerer Zeit auf eine Verkürzung, um die Unternehmen zu entlasten. Viele Kleinbetriebe konnten nur schwer ihre ArbeiterInnen für zwei Tage abstellen. Deshalb kam die Arbeitsgemeinschaft den Berufsgenossenschaften entgegen und beruft sich gleichzeitig auf wissenschaftliche Studien, die den Nutzen von 16 Unterrichtsstunden Erste-Hilfe-Ausbildung seit längerer Zeit infrage gestellt hatten. So sind die neuen Kurse jetzt komplett auf Praxis ausgerichtet und entfernen sich durch dem Verzicht auf oftmals überflüssige medizinische Informationen von einer komplizierten Theorieausbildung.

Keine lebensrettenden
Sofortmaßnahmen mehr!

Somit wird mehr Wert auf die Praxis gelegt, die im Ernstfall entscheidend sein kann. Der bisher achtstündige Führerscheinkurs („Lebensrettende Sofortmaßnahmen“)  fällt weg und wird durch den eintägigen Kurs ersetzt. Vor allem für Übungs- und GruppenleiterInnen und RettungsschwimmerInnen, die bisher den „großen“ Schein haben mussten, ist die neue Regelung von Vorteil.        

  
:Tim Schwermer